DER JULEI MACHT UNS FREI

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320702

Verdammt, sie sind mir auf die Schliche gekommen! Meine Bonusflugmeilen sind aufgedeckt... Ich hätte halt nicht zum Safaripark Hodenhagen fliegen sollen. Der Flug war obendrein reichlich ranzig: Es gab nur Tricatel-Gummihühnchen im Schlafrock, mit Frühstücksfleisch und Computersalat als Beilage. Außerdem habe ich meiner Sitznachbarin (über 80 und redselig) die übriggelassenen Reste über den Schoß geschüttet, wofür sie mir eine schallerte! Das war kein schöner Flug, und der Safaripark Hodenhagen wußte auch nicht zu entzücken. Ich traf mich dort mit meiner Schwester, und mit ihrem alten Mitsubishi fuhren wir durch die Grünanlagen und sagten Hallo zu den dort ansässigen Tieren. Bei der Pavianherde war allerdings aus: Die trampelten auf einmal auf der Kühlerhaube des Importautos herum, als würden sie dafür bezahlt! Danach sah die Karosserie aus, als hätten die Feinde von Al Capone einen Kugelhagel auf sie niedergehen lassen... Verschwendetes Eintrittsgeld - meine Schwester ist heute noch sauer! Und für dieses überaus zweifelhafte Vergnügen soll ich nun Federn lassen, soll ich büßen? Ich räume ja gerne den Stuhl im Bundestag und überlasse mein Mandat im Bürgermeisteramt von Benediktbeuren zur weiteren Verwendung. Da bin ich ja kein Pedant. Aber die Pönalisierung? Die gemeine Schmach + Schande, die auf meine kleine Verfehlung gehäuft wird? Wir Politiker sind schließlich auch nur Menschen, und auch wir müssen mal in den Safaripark Hodenhagen! Wo die Paviane tanzen, da ist unser Zuhaus, und wer möchte da den Richter spielen und das Paket mit den Minuspunkten öffnen? Okay, ich habe meiner Partei (=der APPD) damit einigen Schaden zugefügt, aber ich hoffe doch, daß die Wähler vergessen können! Wenn die Leute den Stoiber ertragen können, wie er fremde kleine Kinder auf seinen Armen schaukelt, dann wohnt in der Gemeinseele doch noch ein Herz... Ansonsten ist zu vermelden, daß ich heute großes Geschick im Saugen von Internetmusik bewiesen habe: Ich habe versucht, eine bessere Fassung eines ziemlich angeranzten Tracks downzuloaden. Als es mir gelungen war, klatschte ich vor Vergnügen in die Hände. Das Klatschen verhallte allerdings, als ich feststellte, daß ich den betreffenden Track von mir selbst gesaugt hatte! (Bei KaZaA bin ich Sittenstrolch, bei WinMX Dicke Taube!) Da lobe ich mir die deutschen Filmemacher, die bei der diesjährigen Biennale in Venedig (Ende des nächsten Monats) gleich viermal vertreten sind. Zwei der vier sind ausländische Regisseure, z.B. die begabte Agnieszka Holland. Doris Dörrié kennt man ja aus Talkshows, und zu ihren Werken bin ich durchaus gespalten, aber auf den neuen Film von Winfried Bonengel (Regisseur des idiotischerweise inkriminierten, hervorragenden Dokumentarfilmes BERUF: NEONAZI) bin ich sehr gespannt. Der Monat August läßt hoffen, und morgen beginnt er!

310702

Die Neuigkeit bezüglich DER BLUTIGE PFAD GOTTES scheint nur eine Ente gewesen zu sein, was mich sehr erleichtert hat. Auch erleichtert bin ich darüber, daß ich so nette Freunde in Bochum habe: Der heiße Tag heute hat mich richtig sattgemacht, und so war es mehr als angenehm, in den wohligen Schatten des Anwesens meiner Lieblingsgruftine zu schlüpfen! Die hat NIGHTMARE BEFORE CHRISTMAS, den TODESKING und andere Horrormotive auf ihr linkes Bein tätowiert - wat ein Kunstwerk von Frau! (Freddy Krueger auf der Wade war ein echter Gröhler...) Rechts befindet sind nur ein besonders schön geratener Engel, der ein anmutiges Gegengewicht  zu den Schreckensgestalten darstellt. Die Fledermaus habe ich nicht gesehen - das gebührt nur ihrem netten Lebensgefährten... Erneut habe ich dessen Kampfschwert bestaunt, und ja, ich bin froh, daß ich die Fledermaus nicht gesehen habe! Dafür pfiffen aber die Meerschweinchen im Nebenzimmer, während die Wellensittiche schamhaft schwiegen... Später stießen noch die Bandmitglieder von "Der Frosch mit der Maske" hinzu, die jetzt endlich die erste Abmahnung vom Vermieter des Proberaumes erhalten haben. Die Gitarristin sieht das als erste Bestätigung für die Qualität der dargebotenen Weisen... Mal schau´n, was da so bei rumkommt! Bleiben wir bei den Tieren: Mehr als doppelt so viele Katzen, die ihr Dasein in Raucherhaushalten fristen, erkranken an Krebs, verglichen mit solchen, die schmauchfrei durchs Leben schleichen. Das muß ich einmal meinen Nachbarn kundtun, die ihre Schmusebatzen gut zustänkern! Die Hunde haben aber ebenfalls schweren Seegang: In Südkorea wird ihr Fleisch jetzt auch abgepackt als Mikrowellennahrung feilgeboten! Ich finde das degoutant und weise dem fiesen Fleisch die Türe! Dem netten Fleisch weise ich das Bett, nämlich meinem, und zwar jetzt!

300702

Obwohl ich für gewöhnlich ein erbitterter Gegner der Musikgattung Funpunk (inkl. Sauflieder) bin, muß ich jetzt doch mal auf eine französische Band hinweisen, die demonstriert, daß man auch auf diesem Sektor Anmutiges hervorbringen kann - Ludwig von 88! Die Jungs machen bereits seit Mitte der 80er Jahre Schallplatten, die meistens sehr hübsch aufgemacht und mit selbstgemalten Comics versehen sind. Zumindest die ersten kamen in Deutschland auf ZK-Fabsis "Weser-Label" heraus und sind ganz definitiv anschaffenswert - die vertreiben die schlechte Laune im Nu! Die Welt von Ludwig von 88 entführt den Hörer an einen Ort, an dem sich mergwürdige Geschdalde tummle: Metzgermörder William Kramps trifft auf Lucky Lukes Hund im Fistfuck Playa Club, Cowboys und Indianer spielen mit den drei kleinen Schweinchen und Jean-Marie Le Pen, und begleitet vom sehr exzentrischen Gesang der Musiker dudelt nette Lala, die von Pogo zu Ska und südamerikanischer Frohsinnsmucke reicht... 

290702

Seit kurzer Zeit bin ich ja auch in einem Internetforum tätig, das sich dem Horrorfilm und seinen Randerscheinungen verschrieben hat. Wicked Splatter wird bald seinen Namen und sein Erscheinungsbild ändern, schon in wenigen Wochen. Heute bin ich mal zu Webmaster Toxie gestoßen und habe die Bude bestaunt, die er mit seiner Lebensgefährtin bewohnt. Der altehrwürdige Jorge war auch dabei und steuerte seinen nicht unbeträchtlichen Feinsinn hinzu. Wir kuckten erneut JASON X, der der mit Abstand sympathischste FREITAG DER 13. ist, den man seit Teil 6 gesehen hat. Außerdem haben wir noch einigen anderen kruden Quatsch betrachtet, u.a. den Pornofilm, an dem Wes Craven mitgewirkt hat. (Ja, der mit der Trapezgruppe "Die fliegenden Ficker"!) Und der drogenkonsumierende Stummfilmdetektiv Coke Ennyday (gespielt von Douglas Fairbanks sr.!) schaute auch vorbei... Das wirbelte unsere lebensanschaulichen Ansichten doch arg durcheinander! Ähnliches kann man auch von der Nase behaupten, die ich heute gedrückt habe, und das war ja nun nicht meine eigene! Meine eigene ist weich und läßt sich bequem plattdrücken - die heute war eine Spitznase, sie war weiblich, und sie war süß! Das tröstet einen auch fast über das Gerücht hinweg, daß der jüngst von mir besungene DER BLUTIGE PFAD GOTTES (THE BOONDOCK SAINTS) jetzt bundesweit beschlagnahmt sein soll! Das darf doch bitte nicht wahr sein!!! Wenn dem so sein sollte, werde ich Gas geben bei den einschlägigen Stellen, auch wenn die das nerven sollte, denn das würde ich für einen fetten Skandal halten! AG Tiergarten soll da Hallo gesagt haben, und die kriegen dann von mir eine fette Analyse des Filmes, wie auch alle Filmzeitschriftenanlaufpunkte im Netz, die ich kenne... Spinnen die Dummbatzen? Lernt doch mal, Kunst und Unfug auseinanderzuhalten! Interessiert mich einen matten Kehricht, ob Robert S. den Film in seiner Videosammlung gehabt hat - wo leben wir denn? Ich prüfe das mal nach... Ansonsten möchte ich noch auf eine Nudelsuppe hinweisen (aus der "Wei-Weia-Serie"!), die sich der Absurd-Ralf neulich in Berlin gekauft hat, um sich den Abend zu verschleckern. Ich denke mal, daß, wenn Ihr Euch die Verpackung mal kritisch anschaut, Euch was ins Auge fallen sollte, was ernsthafte Zweifel ob des asiatischen Geschichtsverständnisses nähren helfen sollte... Ich wäre fast zusammengeklappt! (Die Führersuppe schmeckte angeblich auch scheiße!) Und jetzt begebe ich mich auf den müden Pfad Gottes, und der wird hoffentlich nicht beschlagnahmt.

270702

Heute habe ich gar nichts Neues zu vermelden, obwohl doch so viel passiert ist. Das werde ich hier aber nicht erzählen! Stattdessen erzähle ich von dem stimmigen Abend bei Ralf und anderen Hobbykanadiern, die eine Menge losen Tönjes erzählt haben. Da ging es z.B. um Tobe Hooper, der zu seiner Neuverfilmung von THE TEXAS CHAINSAW MASSACRE bemerkte, die alte Fassung wäre zu wenig familientauglich gewesen! (Eine familientaugliche Fassung vom KETTENSÄGEN-MASSKAKER???) Da mutmaßte man doch, man könnte es auch umgekehrt treiben, etwa mit einer Neuverfilmung von DIE DREI AN DER TANKSTELLE - da kippen die Drei der Lilian Harvey sofort Benzin über die Omme und zünden sie an, die olle Wachtel! Wir haben bald herausgefunden, daß es entsprechende Neuverfilmungen in der Regel schon gibt - Sex and Crime regeln die Geschicke der Welt! LASSIE COME HOME? Naja, mit CUJO bestens bedient! DIE GLÜCKSBÄRCHIS? Na, GRIZZLY regelt die Bärenmarke! Disneys ONKEL REMUS´ WUNDERLAND - könnte da etwas angemessener sein als ADDIO ONKEL TOM? Glaube ja nun nicht... FLIPPER? Möah, ORCA DER KILLERWAL schafft die IQ-Punkte des intelligentesten Lebewesens auf Erden in Richtung Goethen und Weimar... HEIDI? Na, da ist mit DER IRRE VOM ZOMBIEHOF auch schon alles gesagt! Und wenn man an die WALTONS denkt, dann kommt man wieder zum TEXAS CHAINSAW MASSACRE zurück, womit der Kreis geschlossen wäre... Ansonsten wurde mir anhand einiger willkürlich hingeworfener Rißzeichnungen der Unterschied zwischen einem Viertakt- und einem Wankelmotor erläutert - es ist nicht zu glauben, was man an Wissen jeden Tag hinzugewinnt! Auch habe ich heute einen Korb erhalten, der mich tief in meiner Ehre als Mann gekränkt hat. Kann man mit solch einem Korb ein nettes Picknick einrichten? Ich glaube wohl kaum. Stattdessen knabbert man am Knäckebrot und träumt vom Aufschnitt, der einen dick und glücklich macht. Der Gustav Wasa (=Chef der Knäckebrotindustrie) schaut auf den Bildern sehr wohlgenährt und zufrieden aus, was ja auch durchaus verständlich ist, denn würde jemand das trockene Gelumpe kaufen, wenn er aussähe wie ein Kaufhauspassagen-Junkie? Bestimmt nicht. Da würde jeder mutmaßen, der Gustav hätte schicksalszermürbt gedarbt und aus Not auf sein knotigtes Gebrösel gemalmt. Da hätte jeder gedacht, der Gustav hätte seine Zähne lieber in ein saftiges Vollkornbrot gebohrt. Wer hätte da noch Knäckebrot gekauft? Was die wenigsten wissen: Der Gustav hatte ein Gummigebiß und knauselte halbherzig auf dem trockenen Krumenkram, um seine Beißerchen zu schonen. Das hatte mitnichten eine lebensanschauliche Komponente! Und sowohl der Rühmann-Heinz als auch die Harvey hatten in DIE DREI AN DER TANKSTELLE solche Ersatzbeißerchen, und so war ihre Verflechtung mit Ersatzknackspaß durchaus schicksalsgewollt. Den Rest der Nacht werde ich an dieses Schicksal denken, bis ich wieder bei Tori Amos lande, und die kriegt dann doch jemand anders. (Können Augen so schön leuchten? Sie können - die Liebe vollführt Wunder!)

260702

Nachdem ich nun an den letzten beiden Tagen verschiedene der HELLRAISER-Filme gesehen habe, bin ich in der Tat der Meinung, daß auf Serienbildung kein Segen liegt! Der erste Teil ist wahrhaftig einer der veritablen Klassiker der achtziger Jahre: Ein sauberes Familienpsychodrama mit poetischen Randnotizen, bei dem mich die ironische Konzeption der Cenobites schon etwas stört, aber sie entspricht ja durchaus den grotesken Schrecken von Barkers Prosa. Andy Robinson (Scorpio aus dem ersten DIRTY HARRY) ist ziemlich gut als Papa und Clare Higgins okay als Mutter, aber spätestens bei der lausigen Darstellerin der Tochter zeigt sich schmerzhaft, daß Barker kein Schauspielerregisseur ist - boah, ist die atze! Und die Glibbermonster sind manchmal auch äußerst störend. Der zweite Teil ist rein inszenatorisch sogar deutlich besser gemacht und fährt einige hübsch-häßliche Höllenvisionen auf. Der Subplot mit der Irrenanstalt ist auch cooler Mad-Scientist-Stoff, der recht ernsthaft und schaudererzeugend abgehandelt wird - der Darsteller vom Chefarzt ist richtig klasse! Allerdings ist die Grausamkeit teilweise sehr schwer zu verknusen, etwa die Wiedererweckungsszene mit dem Geisteskranken - da ist ganz aus! Das entschuldigt freilich nicht die alte deutsche Fassung, wo die gesamte Szene gecuttet war und Julia auf einmal, ohne weitere Erklärungen, durch die Handlung wankt! Teil 3 ist als simple Spaß-Fortsetzung etwa die erste Hälfte lang ganz nett, wird dann aber zu einem grausam verjuxten Quatschkram, mit den neuen Kamera-, CD- und sonstigen Cenobiten, die einfach nur noch albern daherkommen. Und Teil 4 ist die größte Grütze, die ich seit langem gesehen habe! Mann, daß da der alte Barker-Weggefährte Peter Atkins das Drehbuch geschrieben haben soll, der auch für den eigentlich hervorragenden Zwoten verantwortlich zeichnete, mag ich gar nicht glauben! Pinhead ist da endgültig ein Pillemann, und eine Figur meint in der deutschen Fassung über ihn: "Der hat überall Nägel zu stecken!" Au Backe! Ob ich mir den fünften ansehen soll? Fußballtechnisch gab es schon gestern das alberne Gekicke zwischen Werder und Lebergrusel, und heute setzten Ballin und München nach. Dieser Playmobil-Cup ist ja wirklich lächerlich! Was für eine Zeitverschwendung... Aus meinem eigenen Leben kann ich nur eine kleine Moritat anfügen: Um dem Gesetz genüge zu tun, habe ich heute beim Postamt einen Parkschein gelöst, obwohl das herzlich überflüssig war. Zum Dank hat mir eine Metermaid (=Beatles) ein Strafmandat aufgeheftet, als ich bei mir zu Hause parkte. Grund dafür: Ich habe den Zettel vom Postamt aus Versehen über die wichtigen Angaben meines Langzeit-Parkscheins für die Nachbarschaft geklemmt! Eigenes Verschulden, behördliche Knickerigkeit oder Pinheads späte Rache? You decide! Ich gehe jetzt nach Bett und träume vermutlich wieder von Liza Minnelli! (Verdammt - warum kriege ich nicht Tori Amos?)

250702

Heute habe ich etwas gehört, das mich sehr betroffen gemacht hat: Nachdem Reality-Dokus durch diese merkwürdige Sendung mit Ozzy Osbourne einen Popularitätsschub erfahren haben, plant man jetzt eine neue Show desselben Zuschnitts. Die Zuschauer werden dazu aufgefordert, den alltäglichen Aktivitäten der mittlerweile 56-jährigen Liza Minnelli und ihrem 8 Jahre jüngeren Lebensgefährten David Aufmerksamkeit zu schenken. Nun habe ich ja schon viele Ungeilheits-Siedepunkte kennenlernen müssen, bei denen Fernsehgewaltige irrten. Aber dieses Disaster klingt (im wahrsten Sinne des Wortes) wie die Mutter aller TV-Katastrophen! Mal von der Frage abgesehen, wen das auch im günstigsten Falle interessieren sollte - ist sich der ehemalige Bühnenstar (CABARET, mit einem kokett hintangestellten "1972"!) denn inzwischen für gar nichts mehr zu schade? Naja, wir leben in einer Zeit, wo sich dubiose Prinzen live im Fernsehen am Pillemann operieren lassen und auch die Darmspiegelung der Susan Stahnke für Quotenhüpfer sorgen soll. Liza Minnelli wird von ihrem überfetteten Lieblingspudel Fido wachgeschleckt, sieht mal kurz auf die andere Bettseite, ob ihr Mann noch da ist, steigt in ihre Puschelslipper und walzt zum Badezimmer. Dann sehen wir sie, wie sie Toast brät und Eier in die Pfanne haut. Aus dem Küchenradio tönen schmierige sizilianische Knödeltenöre. Gemütlich knuspert der Speck in der Pfanne. Ob sie der fetten Töle einen Schinkenstreifen gibt? Wenn der Ehemann aus dem Haus ist, beginnt der lange Morgen - Glotze an, die erste Talkshow will genossen werden, die Erlebnisbereitschaft gebietet´s! Eigentlich würde ich das ganz gerne schauen, zumindest ein-, zweimal, bis ich alle Protagonisten kenne. Würde ich so etwas mit mir machen lassen, hätte es heute für meine medialen Mit-Leber ein echtes Highlight gegeben: Christian rumst mit dem Fuß gegen die Türfüllung und bricht sich fast den rechten kleinen Zeh! Das hat ganz doll wehgetan, und ich mußte schallend lachen. Jetzt ist die Zehe angeschwollen und kuckt ganz traurig. Morgen ist auch noch ein Tag. Ich gehe erstmal ins Bett und träume von Liza Minnelli (obwohl die auch mit 23 schon gräßlich war!)

230702

Gestern ist mir ein Text in den Ticker gerutscht, den ich heute schnell wieder herausgenommen habe. Das war nicht ich, das war der böse Christian, der das geschrieben hat, ähnlich wie der böse Captain Kirk in der Star-Trek-Episode "2:1 = ?". Nein, persönliches Gegrummel sollte man nicht an die Öffentlichkeit tragen - ich bitte um Verzeihung dafür. Sprechen wir lieber von Geiern: Ein besonders wohlgeratenes Exemplar (Spannweite 270 cm) macht im Biergarten des bayrischen Altmühltal derzeit Jagd auf die Speisen der Besucher! Es handelt sich genaugenommen um eine Gänsegeierdame namens Mary, die scheinbar einen großen Hunger auf Schweinebraten hat, der dort zu ihren Leibgerichten gehört. Etwas problematisch ist der Umstand, daß Mary mit den Gewürzen nicht klar kommt, die die Schweinekruste zieren: Schon mehrfach mußte ihr vom Falkner der Magen ausgepumpt werden! Letztes Jahr soll sie bei einem Schulfest ein ganzes Spanferkel attackiert  haben - along comes Maryyy...

200702

Hallo. Heute war Filmclub, und daß etwa 80 zahlende Gäste gekommen waren, stimmte schon ausgesprochen froh! Mit meinen Ansagen war ich einigermaßen zufrieden, obwohl ich etwas von einem THE AMAZING MR. TEAS erzählt habe, obwohl es eigentlich der IMMORAL Mr. Teas gewesen wäre... Naja, kann passieren! Der Herr Meyer erntete trotzdem einige Lachsalven, und die Kopie war auch sehr ansehnlich, trotz des hohen Alters. Während die Abwesenheit einiger Omega-Stammgewächse durchaus mißbilligend notiert wurde (mal sehen, ob die beim nächsten Mal noch reinkommen!), sah man doch erfreulich viele neue Gesichter. Bestimmt kommen die jetzt nur wegen mir nicht wieder, aber beim nächsten Mal läuft ein splatteriger Corman-SF-Horrorfilm, und wer da abwesend ist, ist echt selber schuld! Nach dem Club wollte ich mich - ob meiner niedrigen Schlaffrequenz - auf´s Ohr hauen, aber die Kinder von nebenan gaben Vollgas und pesten mit ihren Rollern über Holzplanken, daß es nur so eine Art hatte. Gerädert trabte ich nach oben, ins Domizil von Robert & Bettina, wo wir den Tag mit horriblen Kleinigkeiten abrundeten. DAS LEICHENHAUS DER LEBENDEN TOTEN zuckte über den Bildschirm, und nach diesem Gnadenkracher aus dem Bereich des südeuropäischen Horrorfilms machte ich auch schon schlapp. Von Tobe Hoopers DAS KABINETT DES SCHRECKENS bekam ich nur mehr die ersten 30 Minuten mit, dann saß ich auch schon wieder hier unten. Das prägende Erlebnis war eigentlich, daß ich, wie angekündigt, mit dem "Sons of Tarantula"-T-Shirt zum Club gekommen bin, mit dem Onkel, dem Eber, dem Kasper, und allen hing der hellgleißende Zahnersatz aus der Hose! Mit diesem nicht unobszönen T-Shirt pilgerte ich mitten durch die Buerer Innenstadt, da ich ja noch Brötchen benötigte. Einige Entgegenkommende blickten unwirsch. Ich betrat auch einen Metzgerladen, und die Aufschrift auf der Rückseite ("Wir bringen die Wurst mit!") rief ein großes Hallo hervor bei den Bediensteten. Ob ich mir heute neue Freunde gemacht habe? Ich weiß ja nun nicht... Insgesamt war das ein schöner und runder Tag, und während ich mit den beiden Katzenbesitzern über mir noch Jorge Graus torkelnde Untote beäugte, donnerte draußen das fette Gewitter los. Beim Schloß Berge fand heute das Sommerfest statt (Roland Kaiser war anwesend!), und die Kollegen, die mich eigentlich noch dahin schleifen wollten, um mir ruhrgebietenes Zombieland zu zeigen, standen wohl arg im Regen... Ich hörte das Feuerwerk, hörte das Gewitter, und knuddelte die beiden Killerkatzen. So sollte es immer sein! Jetzt ruft die Heia.

180702

Rudolf "das rotnasige Rentier" Scharping ist heute aus dem Verteidigungsministerium rausgeworfen wurden. Er purzelte die gesamte Treppe herunter (39 Stufen!), trumpfte unten auf und stauchte sich den Reichsapfel. Auf seinen Thron setzte sich Herr Struck, dessen Diktion und Satzmelodie kaum von der Scharpings zu unterscheiden sind. Da sieht man mal wieder. Um mich von diesen umwälzenden Neuerungen zu erholen, kehrte ich bei Freunden ein, und bei dem Quatsch, der da wieder palavert wurde, muß man nicht nach kasperigen Neuigkeiten schauen - die liegen direkt vor der Tür! Es wurden unsägliche Gemeinheiten über mich in die Welt gesetzt, etwa, daß ich frühmorgens nackt im Kimono vor meinem Rechner sitze, um mir Pornoseiten anzusehen! Dabei mache ich das gar nicht... Das habe ich nur einmal gemacht, habe mir ein Filmchen heruntergeladen, und seitdem bekomme ich unerwünschte Kontakt- und Sexspam, in der etwa indische unbedenkliche Teenagerinnen ihre Liebesdienste anbieten. Nichts könnte mir ferner liegen, als solchem Ansinnen zu genügen! Nein, tatsächlich sitze ich nackt im Kimono vor dem Rechner und schreibe diesen Quatsch hier. (Schlimm genug!) Frau C. erzählte von einem ihrer Freunde, dem man zum Geburtstag ein Leberwursteis schenkte, was ich höchst innovativ finde! Herr T. führte uns seine eindrucksvolle Sammlung abscheulicher Bierseidel etc. vor, u.a. einen namenlos grausigen Sektkelch mit güldenem Zierat und der dicken Aufschrift 2000. Auch hatte er eine kleine Spielzeuggitarre, mit der jeder Hansdampf spielen kann wie Keith Moon. (Nur zur Info: Das war ein Schlagzeuger!) Seine Reviergefährtin, Frau S., zeigte uns ihre Sammlung von über 100 Stofftieren teilweise sehr bizarrer Abstammung. Es waren auch zwei Furbies (oder wie die Viecher heißen) dabei, die man gut miteinander schnacken lassen konnte, da sie einige Sätze und Laute draufhatten, sowie ein kreuzunheimliches Lachen, das mir noch jetzt in den Ohren schallt... Der Abend war für mich endgültig gelungen, als Frau C. mir eine Platte der Metalgruppe Lemming Project vermachte - das waren nämlich die Sons of Tarantula, bevor sie zu den ebigen wurden! Na, und das trümmert gerade auf meinem Plattenteller. Laut ist´s, und der Würger singt... Am Samstag ist Club, und unter dem Motto "Gernegroß" führen wir diesmal einen 50er-Jahre-Science-Fiction-Heuler mit einem überproportionierten Armyoffizier vor, sowie ein seltenes Fundstück von Russ Meyer, das in seiner deutschen Version seit 1970 nicht mehr im Kino oder sonstwo zu sehen war... Da steht man doch gerne am Samstag früh auf - das ist eh gesünder! Wenn man das nicht tut, dann kommt der Würger und läßt die Lemminge tanzen...

170702

Jetzt ist es amtlich: Schwule dürfen Ja sagen! Außerdem ist es einem jungen Herrn namens Mehmet gestattet worden, wieder in die BRD zu kommen. Dies konnte nur bewerkstelligt werden, indem man an seiner statt den beliebten Fußballer und Aphorismenschmied Mehmet S. nach Ankara abschob. Der FC Bayern in Nöten? Viel interessanter sind da die Skurrilitäten des letzten Tages: Ein 23-Jähriger pinkelte in Südhessen einen Geldautomaten zuschanden, da ihm 20 Euro verweigert worden waren. Für diese Rache am Objekt steht ihm nun eine Schadensersatzklage über 4500 Euro ins Haus... Au Mann, wie häufig wollte ich das schon machen und habe mich nur nicht getraut! Ein Held - Gulliver wäre stolz auf ihn. Und dann ist da noch die 17-jährige Frau aus Saudi-Arabien, die ein unter Artenschutz stehendes Chamäleon am Londoner Zoll vorbeischmuggeln wollte. Sie versuchte dies, indem sie sich das Chamäleon wie einen Hut aufsetzte, und das Tier hielt auch tatsächlich still! Nach einem Chamäleon steht mir nicht der Sinn, aber einen lebenden Pinguin wollte ich schon immer mal haben... Ob die unter Naturschutz stehen? Wenn ja, dann zieht die Aktion mit dem Hut sicherlich nicht. Vielleicht mische ich mich in eine Nonnenreisegruppe und tue so, als wolle ich meine Schwester abholen... Ralf will sich ja als Haustier ein Schwein zulegen. Das dürfte jetzt im Vorwahlkampf keine Schwierigkeiten bereiten! Und noch mehr über Tiere: Der neue Film von Stuart Gordon, DAGON, der von einer Fischkopf-Sekte handelt, ist so mittel - deutlich besser immerhin als die vorangegangenen Yuzna-Produktionen und Gordon-Regiearbeiten. Mit H.P. Lovecraft (dem die Story angelastet wird), hat höchstens der "Miskatonic"-Sweater zu tun, den der Held trägt. Der Rest ist eher von H.P. Hovercraft! (Er erinnert auch ein wenig an die Donald-Duck-Geschichte mit den Atlantiden.) Immerhin, man wird fein unterhalten, die spanischen Darstellerinnen sehen schniek aus (Ko-Produktion!), und Francisco Rabal bekommt in seiner letzten Rolle nochmal richtig sein Fett weg. Gelegentlich etwas eklig, versteht sich, aber nicht ohne Sinn für Atmosphäre und theatralische Kabinettstückchen. Der Schluß ist am besten gelungen und komplett unerwartet, weswegen ich ihn hier nicht näher erwähne... Petri kaputt!

160702

13 GHOSTS ist sicherlich keiner der besseren Grusler von William Castle gewesen. Daß sich Joel Silver und seine Mannen nach HOUSE ON HAUNTED HILL nun ausgerechnet diese Vorlage für den zweiten Schlag ihres Castle-Updates ausgesucht haben, verwundert doch etwas, aber vielleicht war ausschlaggebend, daß der Stoff genügend Raum für Spezialeffekte bot. Man bürste den gesamten Charme des Originals beiseite, packe ein erlesenes Art Design (das Haus ist nicht schlecht!) und gute Spezialeffekte von Howard Berger hinein, dann hat man einen unterhaltsamen Kaugummi-Schocker - nicht mehr und nicht weniger. Vergleicht man das Werk mit klassischen Geisterfilmen, müßte man eigentlich schreien, denn anstelle der für diese Filmgattung kennzeichnenden Stimmungen gibt es hier lustige Ruckelgeister (frisch aus Mike Mendez´ Kasperletheater THE CONVENT), jede Menge Pyrotechnik und Krach auf dem Soundtrack. Immerhin hat 13 GHOSTS mit Tony Shalhoub einen feinen Hauptdarsteller zu bieten und auch sonst eine sympathische Besetzung, und die simple Story donnert denn auch kurzweilig an einem vorüber. Daß subtile Gruselstories für Geisterspannung sorgen, ist zumindest in Hollywood wohl nicht mehr zu erwarten. Mein Lieblingsspezialeffekt ist natürlich der schleimige Anwalt, der von zwei Glasscheiben sauber halbiert wird. Lieblingszeile: "Is this half the lawyer?" Auch nett die Babysitterin, die kurz vorher bemerkt: "Did the lawyer split?" (= In der deutschen Fassung nicht mehr drin...) Einen Tick besser als der neue HAUNTED HILL ist er aber, finde ich. (Der hatte am Schluß dieses computergenerierte Schamhaarmonster - brrr!) Gute Quali, Making-Of-Doku und englischer Sound sind mit im DVD-Paket. Ich kucke jetzt übrigens wieder mehr Filme; deshalb wird es hier demnächst öfters kleine Empfehlungen für den Heimschirm geben!

150702

Ein junger Mann hat mich gestern darauf hingewiesen, daß die Links zum Newsticker-Archiv (siehe oben) nicht funktionieren. Tatsächlich hatte er recht mit seiner bitteren Klage. Meine Nachforschungen ergaben, daß auf unserem Hausdach ein Storchenpärchen nistete, das auf der Antenne ein Nest gebaut hatte. Ich gelange nämlich nicht über einen gewöhnlichen Anschluß ins Internet, sondern über einen eigens von deutschen Wissenschaftlern konstruierten Parabolspiegel (Paraffinspiegel?), der an ein riesiges Prisma angeschlossen ist. Durch dieses Prisma werden die Strahlen von Mutter Sonne so hemmungslos gebündelt, daß ein Kraftfeld entsteht, das auf für mich nicht ganz nachvollziehbare Weise meine kBytes direkt ins Internet poppt! Das Storchenpaar war sehr nett, und ich konnte es durch billige Schmeicheleien und lecker Fischstäbchen von Iglo dazu bewegen, aufs Nachbarhaus zu wechseln, wo höchstens eine gammlige Hausantenne außer Betrieb gesetzt wird... Da ich eine sehr verwirrende und verunsichernde Woche gehabt habe (deshalb auch die spärlichen Einträge), blies ich den Blues mit einem gehörig ungehörigen Ballerfilm weg, nämlich dem vormals erwähnten THE BOONDOCK SAINTS (DER BLUTIGE PFAD GOTTES). Das ist ein ganz wilder Film! Es geht um zwei tief religiöse Iren, die die Welt vom Übel befreien wollen und sich dabei mit der russischen wie der italienischen Mafia anlegen - ein ethnischer Eintopf von einigen Gnaden. Ihnen dicht auf dem Fersen ist der schwule FBI-Agent Willem Dafoe (!), und Dafoe dreht in diesem Film so unglaublich auf, daß er mehrere Male abhebt, ich möchte es schwören! Während ich für gewöhnlich Tarantino-Epigonen uninteressant bis abstoßend finde, war hier doch einiges im Paket, was meine Aufmerksamkeit fesselte. Der Film - obwohl reichlich blutrünstig - ist nämlich eine schwarze Komödie - fast meint man, Quentin T.  hätte versucht, eine Fortsetzung zu GOODFELLAS zu inszenieren, und das auf irisch! Die Ideologie, die hinter dem Ganzen steckt, ist bislang unausgegoren (und auch etwas ungesund!), aber ich habe doch recht herzlich schmunzeln müssen über den Budenzauber. Während Tarantinesken sich meistens nur in hohlköpfigen Plädoyers für die Coolness des Tötens ergehen (und daran ist gar nichts cool!), wird hier dem Geschehen eine Narrenkappe aufgesetzt, und Regisseur Troy Duffy (= handwerklich sehr versiert) rührt genügend genrereflexive und gesellschaftsironische Verweise in den Blutbrei, daß man nicht allzu heftig schlucken muß. Wenn man den ganzen Radau ernstnimmt, dann bekommt man größte Probleme mit der Wertezentrale, aber schaut Euch einfach mal den Willem an! Und achtet auf Pornomops Ron Jeremy in einer niedlichen Nebenrolle. Iren sind menschlich... (P.S.: Am Samstag ist Club!)

130702

Und wieder geht ein denkwürdiger Tag zur Neige. Die Love Parade nudelte fast nonstop, und man sah wogende Leiber allenthalben. Fast erträglich macht dies die Vorstellung, daß überall im Bundesgebiet alte Mitbürger ihren Seniorenstift würgen, in Anbetracht der schwitzenden Teeniebrüste. Da ist so manches Kind, das nie werden durfte, ins Taschentuch geflossen! Ist das Liebe? Ist das gegenseitiger Respekt? Ich denke, es ist eher ein erneuter Beleg dafür, daß die Ignoranz glücklich macht, und ob man sich dieselbe mit Drogen zufügt oder nur mit der Wucht der Libido - völlig egal. Berlin, Deutschland, das Zucken im Seniorenstift - alles ist irgendwie entschuldbar und nicht so schlimm wie die Arbeitslosigkeit. Dafür doppelt so schmierig, aber man muß Mensch bleiben, sage ich immer. Manche Leute gehen in die Kirche, andere in die Küche, das wird immer so bleiben. Schön aber, daß auch heute wieder einige profilgeile Politiker den Weg an die Mikrofone gefunden haben - ich erkannte Jürgen Trittin und Frau Künast. Schade, daß der Oibär nicht aufgetaucht ist - nach seinem megapeinlichen Anbiederungsauftritt in der Berliner Disco neulich wäre das jetzt der Gnadenstoß gewesen! Ich habe mich damit vergnügt, aus dem Internet gesaugte Sachen zu brennen, darunter Mychael Danna. Danna war mir vormals bekannt als Komponist für zahlreiche Filme des von mir sehr verehrten kanadischen Filmemachers Atom Egoyan. Was ich jetzt gehört habe, läßt aber vermuten, daß es sich lohnt, JEDE Platte des Meisters zu kaufen. Seine A CELTIC ROMANCE etwa - ich dachte ja, es würde sich nur um ethnomusikmäßige irische Fiedelmusik handeln, aber nein: Mir standen die Tränen in den Augen, so schön war das! Wer Wim Mertens mag, sollte hier ernsthaft mal vorbeischauen. "The Blood of Cu Chulainn" etwa fand sogar den Weg in den Film THE BOONDOCK SAINTS (DER BLUTIGE PFAD GOTTES), und das ganz zu recht... Dräuselnde Flötenklänge, schräge Perkussivbeigaben und gelegentliche Drum´n´Bass-Einlagen sorgen für unberechenbare Pracht, die das Herz erfreut. Auch großartig sein Score zu MONSOON WEDDING, der in Indien stromert. Außerdem habe ich mir die Ami-DVD des bei uns beschlagnahmten Filmes TETSUO 2 angesehen. Abgesehen davon, daß die Bildqualität schwach und der Film längst nicht so gut wie Teil 1 war - spinnen die Staatsanwälte? Das ist keine Gewaltexploitation - das ist Kunst! Wer eine bizarre Ergänzung zu Cronenbergs Fantasien über den Zusammenhang von Leib und Seele und die Faszination an der Zerstörung der Harmonie beider erleben will, der greife beherzt zu den Cyberpunk-Fantasien von Shinya Tsukamoto, denn die Filme sind verflucht gut. Ich würde mir wünschen, daß die Verantwortlichen sich den Kasus noch einmal überdenken würden, denn BODY HAMMER paßt perfekt ins Programm meines Lieblingssenders ARTE. Die Beschlagnahme ist ein fetter Skandal, und es wundert mich, daß sich hierzulande noch keine Kulturschaffenden für den Film eingesetzt haben. Wer sich die (mittlerweile vergriffene) Musik von Chu Ishikawa aus dem Internet saugen möchte, liegt ebenfalls richtig, denn sie ist ein ziemlicher Kracher! Jetzt noch etwas Tittenkucken mit Dr. Motte, und dann ab nach Bett...

120702

Sprechen wir von Tieren. Ich habe heute eine Grille und zwei Motten entsorgt. Die eine war tot, die anderen beiden lebendig. Als ich des Zirpens erstmals gewahr wurde, hatte der Abend bereits seinen segenspendenden Schatten über die Menschheit getaucht. Es dauerte mindestens eine Viertelstunde, bis ich das gottverdammte Kriechvieh endlich aufgespürt hatte. Giftgrün schwoll es mir entgegen. Sollte ich es töten? Ich nahm einen blauen Becher und hieß es gefangen. Es sträubte sich mannhaft, aber der Schlag der Grillenbeine erlahmte bald. Das Viech hatte nicht mit meiner humanistischen Grundgesinnung gerechnet, denn ich beförderte es lendenlahm in die kalte Nachtluft hinaus, wo es zweifellos meine Nachbarn malträtierte. Merke: Grillenzirpen ist, ähnlich dem Grollen des Gewitters, schön. In den eigenen vier Wänden genossen, tötet es den Nerv und schafft Zorn. Diesem Zorn in Form von grillenleibzermatschenden Aktionen Rechnung zu tragen, ist die einfachste der Lösungen, und wer sich mit der einfachsten der Lösungen zufrieden geben mag, der weiß ganz genau, was er bei der nächsten Bundestagswahl zu wählen hat. Ich beförderte das Zirpen nach draußen, wurde aber flugs vom Flügelschlag einer gewaltigen Motte überrascht. Erneut tat sich die Frage auf, ob eine unbemerkte Tötungsaktion hier nicht Abhilfe schaffen könnte. Ich entschied mich wieder für die komplizierte Variante und expedierte das Viech aus dem Fenster. Jetzt, nunmehr ganz allein in meiner Wohnung, erwog ich den Nutzen der erbrachten Tat. War das gut? War das klug? Um etwaigen Erwägungen den Hahn abzudrehen, zermatschte ich einen eingedrungenen Käfer erbarmungslos. Diese Drecksviecher sollen sich ja nicht überall breitmachen. "Obdachlosenzeitung?" gellte der Buersche Marktschreier in meinem Hinterkopf. Na, immer langsam - eine Grille und eine Motte habe ich leben lassen - da sollte Erasmus von Rotterdam verdammt stolz sein! Da entdeckte ich eine tote Motte hinter dem Email (Email, nicht E-Mail, kicher!) meiner Toilettenschüssel. Die hatte sich dorthin zurückgezogen, um zu sterben, gleich einem Indianer im Gebirge. Ein jeder weiß, wann seine Zeit gekommen ist - die innere Uhr ist da ganz erbarmungslos -, und den Sekundenzeiger hat noch niemand betrogen. Also, Hans Holbein, schick´ Deine Gesellen los und laß´ sie ihr grimmig Tagewerk verrichten! Grille und Motte mögen relativierend mit ihren Flügeln schnackseln - ist okay. Ich bin heute schlecht drauf. Gott, der alte Prittstift, möge mir das verzeihen. Aber ich kann nicht für jede Grille und Motte geradestehen - das geht einfach nicht. Die sollen mir vom Leibe bleiben, die blöden Fucker. Und wenn mir das Wasser über das Gesicht kullert - das Dasein geht weiter. Oder nicht? Oder was? Wat ´ne Quatsch, sagt der Hüsch, und er hat Recht. Möchte jemand Kekse? Im Rest der Welt ist heute nix passiert. Der soll sich auch mal haben, der Rest der Welt.

110702

Die Kinder am Wannsee tun mir aber sehr leid. Da hat der Herrgott mal wieder einen seiner berüchtigten Schluckaufs gehabt. Mist, daß so was passiert! Da fallen die gewohnten Käsebirnen doch kaum mehr ins Gewicht... Möchte man da an etwas Schönes denken? Man möchte. Ich habe gerade heute die integrale Fassung von Wim Mertens´ "Integer Valor" bekommen, eine Dreier-CD, die Schönheit nur so ausströmt und nicht vergleichbar ist mit der derzeit erhältlichen Version. Ansonsten habe ich heute eine mittlere Odyssee mitgemacht, um für den Club ein Plakat des Filmes "Django Nudo und die lüsternen Mädchen von Porno Hill" aufzutreiben - wofür auch immer. Ob der demnächst läuft? Au Mann, der nächste Club lauert ja schon in 8 Tagen! Da gibt es erneut äußerst bizarre Feinheiten aus dem Mottenkoffer des internationalen Kinos. Nur als erster Tip: Russ Meyer hat wohl was damit zu tun... Neben dem erbarmungslosen Kommissar Ernst (der sich gerade einen überaus miesen Automatenkaffee gezogen hat) bastele ich derzeit an einem neuen Artikel, der vermutlich "Tödliche Befehle aus dem Allgäu" heißen wird. 

090702

Mann, die Woche begann nicht gut: Nach John Frankenheimer ist am Dienstag auch noch Rod Steiger zu den Engelchen gedrungen... Steiger bekam anno 1967 den Oscar für seinen Bullen Gillespie in dem unaufdringlichen und spannenden Antirassismuskrimi IN DER HITZE DER NACHT, aber er hätte ihn noch viel mehr für THE PAWNBROKER verdient gehabt. Im darauffolgenden Jahr spielte er hinreißend den Frauenmörder in Jack Smights schwarzer Komödie BIZARRE MORDE (NO WAY TO TREAT A LADY) und hatte auch sonst so manche Sternstunde. In den 80er Jahren hatte er mit schweren Depressionen zu kämpfen, und die schlechten Filme, in denen er verheizt wurde, taten wohl ihr übriges. Ich habe den Mimen mal live beim Filmfestival in Brüssel erleben dürfen, wo ihm das Publikum (das weit ab vom Oscar-Adel war) stehende Ovationen bescherte. Steiger fing auf offener Bühne an zu weinen wie ein Kind, so sehr rührte ihn die Geste. Das waren keine Show-Tränen - das freute ihn wirklich! Nicht nur dafür liebe ich den Mann. Er ging im Alter von 77 Jahren. R.I.P. Damit der Tag nicht so traurig endete, begab ich mich noch zu Freunden, mit denen ich nicht nur ein leckeres Essen verzehrte, sondern so manch losen Tinnef quatschte. Da ging es zum Beispiel über Träume, die von altklugen Waschbären handelten, und von Menschen, die aus irgendwelchen düsteren sexuellen Motiven heraus anderen Menschen dafür etwas bezahlen, daß sie ihnen etwas schenken dürfen! Ich habe ja schon viel kranken Kram gehört (z.B. Sex mit Waschbären), aber daß man tatsächlich Geld dafür bekommen kann, daß man Geschenke bekommt, finde ich bemerkenswert. Ich werde beschenkter Dominator - die ultimative Demütigungsnummer! Ralf muß am Freitag tapezieren (die arme Sau!) - vielleicht meldet sich ja ein netter Nackttapezierer, der seine Klamotten aber gerne anbehalten darf... Es wurde viel über Tätowierungen gesprochen, wobei mir 10 Minuten lang der Gedanke schwante, mir auch mal ein Tatüt machen zu lassen. Bei der Wahl des Motivs kam man auf die 7 Zwerge, wie sie den unteren Rückenrand entlang ins Bergwerk marschieren... Über den Rücken müßte es dann heißen: "Heiho, heiho, was sind wir wieder froh!" Ich habe das dann aber schnell wieder verworfen! Dann lieber ein großes Seifestück, für meine Zeit im Bau... :) (Mutti, ich werde mich nicht tätowieren lassen, das war nur ein Spa-haß!) Ich tätowiere mich jetzt ins Bett - tschüß!

080702

ACHTUNG! - Heute abend trägt sich eine veritable TV-Sensation zu: Nach über 30 Jahren ist Wolfgang Menge/Tom Toelles DAS MILLIONENSPIEL (1970) wieder zu bewundern. Es handelt sich um eine direkte Bearbeitung der Vorlage von SF-Autor Robert Sheckley - SO direkt tatsächlich, daß die Erben Sheckleys eine Wiederausstrahlung dieser nicht genehmigte Version bislang verboten hatten. Es geht um eine TV-Sendung der Zukunft, in der die Kameras Killern dabei über die Schulter schauen, während sie ihre menschliche Beute hetzen. Zu den Killern gehört u.a. Dieter Hallervorden (!) - hier alles andere als lustig! Eines der Opfer ist Jörg Pleva, der einer von Kubricks Lieblingssprechern war und z.B. die Hauptrollen in UHRWERK ORANGE, BARRY LYNDON und THE SHINING sprachlich verziert hat. Achtet auf Dieter Thomas Heck und Heribert Fassbender in großartigen Nebenrollen! Der Film wurde seinerzeit von vielen für bare Münze genommen - tatsächlich meldeten sich einige Leute beim Studio und boten sich für zukünftige Sendungen als Killer an... Also, diesen Vorläufer von RUNNING MAN, KOPFJAGD, ENDGAME, ROLLERBAll etc. sollte man nicht versäumen - wer weiß, ob der noch mal läuft! Heute auf West 3 um 22 Uhr.

080702

Und ein bedauerlicher Todesfall: Der großartige Hollywoodregisseur John Frankenheimer ist am Samstag im Alter von 72 Jahren an den Folgen einer Rückenoperation (Herzinfarkt) verstorben. Zu seinen bekanntesten Filmen zählen DER GEFANGENE VON ALCATRAZ (eine von Burt Lancasters Sternstunden!), die fesselnden Politdramen SIEBEN TAGE IM MAI und BOTSCHAFTER DER ANGST, und natürlich seine ungewöhnliche Fortsetzung zu Friedkins FRENCH CONNECTION. Einer meiner Favoriten ist auch DER MANN, DER ZWEIMAL LEBTE (SECONDS) - ein exzellent gefilmter düsterer SF-Paranoiathriller mit Rock Hudson. Frankenheimer betätigte sich bis in die letzten Jahre hinein in zahlreichen Genres und schuf dabei meist handwerklich hervorragende Unterhaltungsware, die selten enttäuschte. R.I.P.

060702

Schon wieder da! Einbrecher, die möglicherweise damit gerechnet haben, in meiner Abwesenheit einen Sturm auf meinen Palast ausüben zu können, sehen sich düpiert - das 1A-Original von Margheritis SCHLOSS DES GRAUENS bleibt auch weiterhin in meinem Besitz... Die Gegend jenseits von Bielefeld und Herford war von ausgesprochen reizvoller Beschaffenheit und streuselte Berge ein, wo sonst langweiliges Ebenmaß die Optik der Hiesigen vermint. Als ich im nahe bei Minden gelegenen Barkenhausen (oder so) eintrudelte, fiel mir sofort das wunderhübsche Kaiser-Wilhelm-Denkmal auf, das, wenn man es besucht, garantiert unansehnlich verkotet & verkokelt ist, als Zeugnis der Touristik. Dann hieß mich mein Geschick schon in die Abgründe der Mindener Unterwelt torkeln - Schummerkneipen mit erstklassiger Leckermaulküche! Das sind so Kneipen, wo man als Landjugendlicher Nacht für Nacht hemmungslos versackt, weil es einfach nichts anderes gibt. Und warum auch - das ist liebenswert und schicklich. Während ich in Bremer Discos so manchen versierten Nachtschwärmer bewundert hatte, wenn ihm beim Betreten eines Etablissements sofort einzelne Bekannte Hallo sagten (ist mir niemals passiert!), kannte in den Mindener Kneipen jeder jeden. Da waren keine bösen Gesellen, die den fiesen Möpp raushängen lassen, um ihre Unsicherheit zu verbergen - nur nette Leute, die bierselig den Kickertisch betätigten und wilde Geschichten erzählten. Habe ich was versäumt? Iris und Macke haben dort ihre Jugend verlebt, und ich muß einfach mal annehmen, daß das nicht die allerschlechteste Jugend gewesen sein muß... Ein Radfahrer namens Jan Ullrich ist angemahnt worden, weil er einen Dopingtest alles andere als ungeschoren absolviert hat. Er hat bei einem Discobesuch doch tatsächlich von unbekannter Hand einige Pillen undefinierbaren Ursprungs zugereicht bekommen - die hadder doch glatt geschluckt! :) Es sei "eine Riesendummheit" gewesen, räumte der wackere Radler ein. Kann man würdeloser agieren? Man versucht ja sein Bestes, aber man denkt immer, man schafft es nicht... Die Bundesbürger haben jetzt auf jeden Fall einen Radler vor Augen, der, die Crackpfeife im Maul, das gelbe Trikot ergattert! Und ja, die Bundesstaatsanwaltschaft ermittelt bereits... ujujuj! *gröhl* Und noch ein Tip für NDW/Punk-Fans: Die ehrenwerten Radierer haben jetzt ihre Website angeleiert. Bis Klaus die Maus Wissenswertes über das Erlangen des schwarzen Punk-Gürtels vermeldet, hat C.B. (Sänger der Radierer + Korpus Kristi + Blumen ohne Duft) schon mal als MP3 die A-Seite der allerersten und der allerletzten Radierersingle hinterlegt - beide völlig neu für mich und für Euch! Da C.B. mittlerweile Romanautor ist, gibt es dort mit Sicherheit in Zukunft viel zu lesen... Bookmarks setzen!

040702

Die Vögel zwitschern draußen, und es ist wieder einmal viel zu spät! Ich will mich auch damit bescheiden, anzukündigen, daß ich morgen nach Porta Westfalica düse, um einer lieben Freundin aus Bremer Zeiten meinen Tribut zu zollen. Das heißt: Die nächsten beiden Tage bleibt der Ticker kalt! Wer mag, kann mir ja die Daumen drücken, daß die Zusammenkunft genau so harmonisch verläuft wie ihre Hochzeit mit einem netten Herrn namens Macke, die ich vor wenigen Monaten dort mitgefeiert habe. Ich bin ja ein Stadtkind und weiß so nur von diversen Exxen, wie ausufernd und zügellos Feten auf dem Land verlaufen können... Nun, seit damals weiß ich das auch aus erster Hand - das Landleben härtet ab! Was sich die Gäste bei dieser original Scheunenparty hinter die Binde gegossen haben, geht auf keine Kuhhaut und macht des Stadtmenschen Leber erzittern! Was für eine Widerstandsfähigkeit... Gegen 7 Uhr (ich lag gerade auf der Steinumzäunung und blinzelte in die Morgensonne) erschien die Polizei und kam damit diversen Anzeigen aus der näheren Umgebung nach. ("Stoppen Sie diese Ruhestörung!") Es stellte sich aber heraus, daß die Polizanten im selben Kegelclub waren wie Macke, und so wünschten sie nur noch eine frohe Feier... In solchen Momenten liebe ich unsere Polizei! Ansonsten hatte ich heute den Kasper von den Sons am Telefon, und es wird demnächst ein ausführliches Interview geben, das die wahren Hintergründe der Sons of Tarantula schonungslos enthüllt - da rollen die Würste! Ebenso möchte ich jetzt doch einmal auf die Homepage von Freund Dennis hinweisen, der auf der Abi-Abschlußfahrt den Gospel der Sons verbreitet hat - "Im Kindergarten" singend, marodierten die jungen Leute über den spanischen Strand... Das hätte ich gerne auf Video! So, jetzt gehe ich nach Bett und bringe hoffentlich lustige Geschichten aus Porta Westfalica mit...

030702

Mann, was ist das hier für ein hartes Pflaster! Ich habe gerade gehört, daß hier in der Nähe ein Friseur erdrosselt worden ist, und zwar mit einem alten Aal! Da fragt man sich wirklich, wohin das alles noch führen soll... Kinderprostituierte, Stabreimer, Aalmörder - eine verkommene Welt! Aber man kann sich die Welt noch schön schaffen, und zwar auf dem Wege modernster Elektronik: Mit meinem neuen DSL-Anschluß habe ich massenweise Mychael-Danna-Soundtracks gesaugt, die an Anmut sondernormen sind: Zur Abwechslung mal unkitschige Streicher, deren Sentiment ergänzt wird von irischen Flötentönen oder indischem Getute, je nach der Laune des Tages. Manchmal poppt auch sanftes House-Gestampfe hinein und schafft Gemütsruhe. Möchte man dafür viel Geld ausgeben? Man möchte gerne, aber viele Sachen sind schon vergriffen. Danna hat die meisten Soundtracks zu den erhabenen Filmen des kanadischen Filmemachers Atom Egoyan komponiert... Jaaaaaah! Sogar der Score zu dem ansonsten strunzgarstigen 8MM ist hervorragend. (Der Film liefert ein Bild von der Pornoszene, das genausogut mit Mainzelmännchen hätte bestückt werden können...) Ansonsten habe ich heute viel betroffenes Feedback zu dem Bodensee-Desaster vernommen, absolut null Feedback zu den amerikanischen Mordopfern vom afghanischen Hochzeits-Massaker, und massiven Politikerfratzen-Beschuß auf Phoenix. Stoiber hat eine weitere Person in seinen Generalstab aufgenommen, die koketterweise eine Frau war. Die Dame hat in wilder Ehe gelebt und ein Kind gezeugt, aber, oh Wunder, sie hat auf einmal geheiratet. Finde ich super - geregelte Familienverhältnisse sind doch immer etwas Feines. Späth war ein geschickter Schachzug, aber ob diese Mamsell was bringt? Deutschland wartet und hyperovuliert zum angestrebten Familiensegen. Ich finde, die sieht kalt und berechnend aus wie eine ganze Stichlingsschule - nix Familie mit mia! Und ja, passend zum Thema habe ich heute endlich mal einen fetten Datewunsch ausgesprochen, und ja, die fand das sogar gut! *JUBILEE!* Der Herrgott lebe zur Abwechslung mal hoch... Finde ich gut, JC - kümmere Dich jetzt noch um die Kanonen auf Phoenix, und dann werden die *deutschen Bundesbürger* vielleicht endlich mal schnallen, was ihnen den Glauben an die Zukunft raubt. Das sind nicht Saftnasen wie der kranke Stallone-Ersatz Robert S. - das sind skrupellose und verblendete Seelenverkäufer wie die Bundestags-Phoenixe aus dem Arsch! Tag für Tag am Lügen schmieden, die sie auch selbst glauben... Wie sollen junge Menschen an den Gang der Dinge glauben, wenn alles, was aus dem Berliner Umfeld hervordringt, nichts als munter gedroschene Gemeinplätze sind, die nur den eigenen Platz im Bundestagsumfeld sichern sollen? Bei Phoenix schaut das noch ganz nett aus, aber es ist halt nicht nur Fernsehunterhaltung - es wird grausame Wirklichkeit! Bomben fallen auf Zivilisten ferner Länder? Scheißegal - kümmert Euch um die Unglücksopfer im Umfeld, die sind wichtiger... Schaut auf Drogen, Straßenkriminalität und Terrorismus! Ich habe gerade heute einen Umzugsservice miterlebt, der sich "Alkaiya" nannte - der El-Kaida-Umzugsservice, kann den sich jemand vorstellen? Ich schon, und er wohnt leider nicht nur in den Herzen radikalmoslemischer Psychopathen! "Die schaffen alles weg..." Das findet in Eurer Nachbarschaft statt! Kinder fallen überall tot von Himmel, und die BILD berichtet nicht immer darüber... Boah, ärgerlich strebe ich gen Bette!

030702

Kleine Zwischenbemerkung: Die Schlagzeile der heutigen BILD ist selbst für die Verhältnisse dieses Kackblattes atemberaubend geschmacklos. Sich auf das gestrige Flugzeugunglück beziehend, titelt BILD: "Kinder fielen tot vom Himmel!" Eieiei...

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