ALS GESTANDENER MANN HEISST MAN NICHT PINKY MÜLLER!





NEWSTICKERARCHIV

311209

Unbearded

Das Foto nur als Beleg: Ich mache Ernst! Generell mache ich jetzt eher auf Facebook oder Myspace meine Faxen, aber da muß man ja wohl Mitglied sein, um sich das anschauen zu können. Den Millionen, die das nicht möchten, wünsche ich aber auf diesem Wege ein wunderbares Silvesterfest. Möge Euer Kater morgen nicht allzu groß sein. Euch allen ein erfolgreiches neues Jahr, mit Glück, Gesundheit und allen Schikanen!

Rock on!

231209

Mein Router hat einige Tage lang gesponnen, weshalb mir der Weg ins Internet versperrt war. Der Aufenthalt im internetten Pleistozän war auch ganz nett, aber so bin ich leider nicht dazu gekommen, die TV-Übersicht festtagstechnisch aufzumöppeln. Jetzt geiht das erst einmal in die alte Heimat. Ich sehe aber zu, daß ich das Update in diesem Jahr noch hinbekomme. Bis dahin wünsche ich Euch allen frohe Festtage!

P.S.: Kurz vor dem Absturz habe ich noch ein Video auf YouTube reingestellt, das die Preisverleihung des diesjährigen Weihnachts-Buios dokumentiert. Eine besinnliche Stimmung ist feststellbar, nicht zuletzt aufgrund des Bartes, der - wie wir ja mittlerweile alle wissen - zu Silvester fällt. (Sonst werde ich bei der Party nicht reingelassen!)

181209

Als kleinen Snack habe ich mir gerade eine Packung mit Jalapenos aufgemacht, also Pfefferschoten mit so Glibsch drinnen. Auf der Packung steht "5-6 Schoten". Es waren nur 5. Na klar! War ja wieder klar gewesen! Warum habe ich das nur geahnt? Mit mir kann man´s ja machen! Will mich nicht vielleicht noch jemand hauen? Oder mir eine Flasche Salsa-Sauce über den Kopf schütten und mich damit in die Fußgängerzone schicken? Ich warte!

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Seit neuestem kann man es ohnehin mit mir machen, denn ich trage einen Bart. Nach 41 Jahren mehr oder weniger kompetenter Bartvermeidung habe ich mich jetzt dazu entschlossen, das Haar wachsen zu lassen. Dabei treibt mich nicht der Entschluß, einen Zierbart zu tragen. Ich rasiere mich nur einfach nicht mehr. Was dann passiert, ist nicht auf meinem Mist gewachsen. Es birgt fast nur Nachteile, und zu Silvester wird das Ding auch abkommen, denn ich habe nicht vor, in einem absurden Theaterstück mitzuspielen, jedenfalls keinem ausgedachten. Aber es ist schon eine interessante Erfahrung. Interessant ist vor allem, daß mich die Leute in Buer, seitdem ich dieses Ungetüm im Gesicht habe, freundlicher behandeln als vorher. Vielleicht halten die mich ja jetzt für geistig eingeschränkt oder so was, für den liebenswerten Onkel Lehmann, der den ganzen Tag auf dem Marktplatz hockt und sein Filzkäppchen streichelt. Das kann schon sein. Objektiv betrachtet sehe ich aber nicht aus wie Onkel Lehmann, sondern wie Wolf Larsen, der Seewolf also, und der war ja eigentlich recht fesch, auch wenn er sich irgendwann aufgehängt hat. Ich werde nicht solang warten, bis mein Bart so lang ist, daß ich mich daran aufhängen kann! Mindestens bis Weihnachten bleibt er aber noch dran, denn dann kann ich mir ein paar Groschen dazuverdienen, wenn mir danach ist. Dann muß mir aber noch jemand eine Glocke leihen. Und ein Rentier! Den Dean Martin für Arme mache ich aus dem Ärmel: "Rudolph, the red-nosed reindeeer..." Zurück zum Bart. Ich weiß nicht, warum viele Homosexuelle so auf Bärte stehen. Da bleibt doch ständig Broccolicremesuppe drin hängen. Und das piekt! Ich möchte nicht, daß Bärtige mich küssen. Ausgenommen vielleicht die Herren aus dem Bärenhaus in John Waters´ A DIRTY SHAME. Die waren nett. Ich möchte aber auch nicht, daß mich Frauen mit Bärten küssen. In Sizilien würden sofort die Brüder oder Schwager mit gezogenen Schrotflinten dahinter stehen, und dann wird geheiratet - nicht mit mir! Auf Bärten kaut man ab einer gewissen Länge immer herum, wenn man ein Butterbrot ist, und das finde ich nicht besonders elegant. Oder viril. Was soll maskulin daran sein, wenn man Liebesbeziehungen zwischen den Haaren in der Nase und den Haaren im Gesicht fördert? Das kitzelt äußerst irritierend. Bei meinem türkischen Friseur könnte man die Nasenhaare ja abfackeln lassen, aber da würde sofort der ganze Bart in Flammen stehen. Ich bezweifele, daß die KKH das bezahlt. Die Konsistenz von Gesichtshaaren ist ja im wesentlichen die von Schamhaaren. Ich kann das jetzt nicht wissenschaftlich untermauern. Die biochemische Zusammensetzung von Haaren ist mir eine Tür mit sieben Schössern. Mich erinnert das Zeug immer an diesen rätselhaften Werbespot, in dem immer "Für das Beste im Mann" gesungen wird. Der Bart kann damit ja eigentlich nicht gemeint sein, denn der kommt aus dem Mann raus. Das "Beste" muß dann also der Rohstoff sein, der noch nicht bartgewordene Bart, der unter der Hautoberfläche vor sich hin bubbert und nach Freiheit giert. So, jetzt ist mein Bart also schon gierig! "Gierige Bärte" - ein schöner Pornotitel, den ich kostenlos zur Verfügung stelle. Was fällt mir noch zu Bärten ein? Wenn man beim gegenwärtigen Dreckwetter draußen auf der Straße herumläuft, fühlt sich der Schnurrbart klamm an. Wischt man darüber, wirkt er obendrein naß, als hätte er sich mit Rotze vollgesogen. Dabei ist das gar kein Nasenschleim, sondern eine besondere Gemeinheit, deren Herkunft ich noch nicht eruieren konnte. Wahrscheinlich eine Mischung aus Oberlippenschweiß, Bartsekreten und Kondenswasser oder so. Mir fallen auf Anhieb nur zwei Vorteile ein, die ein Bart haben kann. 1.) Man kann schön in den richtig buschigen Partien herumzwirbeln, wenn man grad nichts zu tun hat. 2.) Man sieht das Gesicht nicht. Ich werde meinen Bart trotzdem auch weiterhin tragen wie ein Mann. Ich möchte nämlich mein neues Jahr mit einer besonderen Erfahrung beginnen  - wie es nämlich ist, sich an ein anderes Gesicht gewöhnt zu haben, um dann von seinem eigentlichen Gesicht überrascht zu werden. Ob das eine angenehme Erfahrung wird, weiß ich natürlich noch nicht, werde das aber zu gegebenem Zeitpunkt hinterlegen.

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Abgesehen vom Bart habe ich in letzter Zeit leider nichts Tolles erlebt, sieht man einmal von jener Nacht ab, in der ich partout nicht schlafen konnte. Ich wälzte mich stundenlang von der einen Seite auf die andere, legte mich für geraume Zeit auf den Boden (von wegen Rücken) und trollte mich schließlich um 6 Uhr morgens vor den Fernseher, entnervt und schweißgebadet. Ich versuchte, an angenehme Dinge zu denken, z.B. Haustiere. Unweigerlich mußte an die diversen Wellensittiche denken, die immer tot auf dem Käfigboden lagen. (Jeder nur einmal, versteht sich.) Ich glaube, ich bin während meiner Kindheit mindestens fünf Wellensittiche durchgegangen. So näherte ich mich behutsam dem Thema Tod. Nun ist es zur Nervenberuhigung durchaus bekömmlich, sich niedliche Tiere vorzustellen - niedliche tote Tiere erfüllen diesen Zweck aber nicht. Ich landete dann schließlich bei einem lärmenden Actionfilm, der mich meinem Ziel auch nicht näher brachte. Gegen 9 führte ich dann ein wichtiges Telefongespräch mit dem Finanzamt, das wider Erwarten zu meiner Beruhigung beitrug. Wäre ich da mit meinem Bart aufgetaucht, wäre mein Hausrat jetzt schon gepfändet! Auf meinem Sofa würden fremde Menschen Kinder zeugen, die dann mit meinem Plüschtiger spielen könnten, dem zu jenem Zeitpunkt schon alles egal wäre. Papa würde meine Pornokassetten glotzen, Mutti würde die Billy-Joel-CDs hören, die ich mir in einem Anfall von Schwachsinn früher zugelegt habe... Kein schönes Bild. Irgendwann schlief ich dann ein. Es gibt viel Trost auf der Welt.

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Neu auf DVD: DIE NACHT DER UNHEIMLICHEN BESTIEN, ein 50er-Jahre-Science-Fiction-Spektakel, in dem Dackel im Rattenfell die Menschheit bedrohen. Ein ungemein informativer Audiokommentar von mir und Freund Ingo, auf dem wir zoologische Spitzfindigkeiten über Spitzmäuse zum Besten geben. Da singe ich auch ein wenig. Und mittlerweile ist sogar schon UNGEHEUER OHNE GESICHT raus, ein ähnlich gelagerter Schocker mit lustigen Gehirnmonstern, die so ähnlich aussehen wie herumhüpfende Hamburger mit Schwanz. (Also, die zum Essen.) Auch hier wieder ein ungemein informativer Audiokommentar von mir und Freund Ingo, der aber erschreckend frauenfeindliche Passagen aufweist. Ich lehne das politisch ab.

171209

Als kleinen Tip für den Gabentisch habe ich einen Werbetext für Wenzel Storchs formidables Buch "Der Bulldozer Gottes" verfaßt.


Schon vor einiger Zeit, aber immer noch aktuell:

Ich habe einige Sachen auf YouTube ins Netz gestellt, die meistenteils den Proberaumexzessen der letzten Jahre entsprungen sind. Darunter sind die damalige Version von "Teddy Bear", das dazugehörige Instrumental, ein Schlesierlandlied, ein Videobandhüllenlied, eine Live-Version von Presleys "Fever", eine Version von "Hound Dog" und eine von "Are You Lonesome Tonight". Die Live-Versionen sind irgendwann 2003 passiert.

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Für Freunde der Lyrik habe ich einen Soundfile produziert, auf dem ich das berühmte Gedicht "The Conqueror Worm" von Edgar Allan Poe vortrage, und zwar mit einer Fernbedienung im Mund.

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