GRAND THEFT AUGUST 3 - VIZESTADT

Vergangenheit und Zukunft

NEWSTICKERARCHIV

260905

Heute lief etwas ganz Putziges im Fernsehen: Der Werbespot zur "Du bist Deutschland"-Kampagne. Wer die Sendung verpaßt hat, kann sich auf der offiziellen Homepage der Kampagne det Dingen ansehen. Wenn man es vorzieht, Prominenz wie Xavier Naidoo oder Oliver Kahn nicht dabei zuzusehen, wie sie hirnweichen Schwurbel vortragen, kann man sich das "Manifest" auch als Textversion anschauen. Nun bin ich eigentlich niemand, der reflexartig das Wort "Gutmensch" als Beleidigung abfeuert, wenn irgendwo risikofrei moralisiert wird. Bei dieser Ansammlung hochnotpeinlichen Kitschgestammels ist mir allerdings flau im Magen geworden. Viele Mediengruppen, die sich um unser Land (De
utschland!) verdient gemacht und das Schöne und Wahre im Menschen gefördert haben (wie z.B. der Springer-Verlag!), unterstützen werbewirksam das an sich wohllöbliche Vorhaben. Auch ich fände es prächtig, wenn wieder Mut im Bundesbürger (tolles Wort: Bun-des-bür-ger! Man muß das mal 20mal vor sich hinsprechen...) erzeugt würde, gerade angesichts der schlimmen Zeiten, in denen wir leben. Gemeinsinn frommt, keine Frage. Schade nur, wenn es auf derartig hanebüchene Weise unter das Volk gemischt wird, das wohl für generalblöd gehalten wird. Der Titel an sich ist bereits Tinnef: "Du bist Deutschland." Nö - bin ich nicht! Ich bin genausowenig Deutschland wie zwei Öltanks. Der erste Satz, "Ein Schmetterling kann einen Taifun auslösen.", deutet bereits das Ausmaß an Generalumnachtung an, in die der Leser/Zuschauer gestoßen werden soll, um eins zu sein mit "Deutschland". Das ist Sozialkitsch, das ist ganz einfach schlecht. Das kann der Wolfgang Petry wirklich besser. Im besten Predigerton fährt der Text dann fort, wendet sich scheinbar argumentativ an das Publikum, das Deutschland ist, wie auch ich Deutschland bin. Das wird mal keß vorausgesetzt. "Du bist von allem ein Teil. Und alles ist ein Teil von Dir." Sehr viel unklarer und verschwiemelter kann man es nicht ausdrücken. Kein Wunder - der Bottich mit der Emotionssauce soll angefacht werden, bis alles Nachdenken vergeht. Es ist nur leider exakt jene Emotionssauce, die immer eingesetzt wird, wenn etwas verkauft werden soll. In diesem Fall wird uns das Skandieren des Wortes "Deutschland" als Zauberformel gegen alle Probleme des Lebens verkauft. Es ist eine liberale und "okayne" Form des Patriotismus, die hier angedient wird - das macht nicht nur das aufrüttelnde Ausrufezeichen hinter dem Schluß-Deutschland klar. Neben dem schlechten Liedermacher-Kitsch kumpelt der Text zum Gottserbarmen und bemüht Bananenkinn Michael Schumacher (deutsch wie Du!) ebenso wie den Fußball (deutsch wie Du!) Im Werbespot wird das dann unterstützt von Volkes Stimme, die in Gestalt von repräsentativen Kumpel-Arbeitern ("Wir halten zusammen!") vor die Kamera gehievt wird. Damit auch jeder merkt, daß wir alle eins sind, die Reichen wie die Arbeiter, alles Freunde, bedient sich der Texter (der wohl beim Lucy-Körner-Verlag gedient hat!) einer volksnahen Sprache: "Dein Wille ist wie Feuer unterm Hintern." (*stöhn* Das ist WEIT unter Wolfgang Petry!) Lieber Leser, Dein Wille "läßt  Deinen Lieblingsstürmer schneller laufen  und Schumi schneller fahren." Das ist Mumpitz und schlicht gelogen, wie jeder mit mehr als 20 IQ-Punkten in der Murmel selber erkennen kann: Die fahren und kicken, weil sie dafür eine Menge Geld bekommen (Du, Deutschland, nicht!), und maximal, weil es ihnen Spaß macht. "Du bist der Laden", verkündet der Text. Welcher Laden? Osama Bin? Der Bauch-? Was ist denn das für ein ungeschicktes Geschwurbel? Fakt ist, es ist nicht einfach ungeschicktes Geschwurbel. Es ist ganz eindeutig zielgerichtetes Geschwurbel. Genauso, wie die "Bild"-Zeitung sich eines Tones bedient, der andeutet, die Redakteure seien "einer von uns", während sie selbstverständlich gebildete Herrschaften mit Universitätsabschluß sind, die ganz genau wissen, was sie da verzapfen, bindet uns der Text zu einer verschworenen Gemeinschaft zusammen, die ebenso vage bleibt wie der Quatsch mit dem Schmetterling. Wenn uns die Zeitungsverlage als Gemeinschaft wollen, dann als Konsumentengemeinschaft. "Unsere Zeit schmeckt nicht nach Zuckerwatte", behauptet der Text. Da hat er recht - beim Lesen des Textes schmeckt sie nach Scheiße! "Doch einmal schon haben wir gemeinsam eine Mauer niedergerissen." Wieder drall unwahr - ich war nicht dabei! Ich war weit weg und habe mich gefreut für die vielen Menschen, die sich freuten. Niedergerissen habe ich gar nichts. Behauptet der Text aber. "Deutschland hat genug Hände, um sie einander zu reichen und anzupacken." Gnade - was ist denn das für ein Quatsch? Ich kann nicht mehr... "Du bist die Hand. Du bist 82 Millionen." Was denn nun? Dann wird das Bild des Autobahnrasers bemüht, also das des Killers mit Lizenz zum Plattfahren. Das sind auch wir. Das ist Deutschland. "Es gibt keine Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Deutschlandbahn", verspricht der Text. War der Mensch betrunken, der dies schrub? Geistige Nacht an allen Fronten. "Behandle Dein Land doch einfach wie einen guten Freund." Jetzt wird es rührend. Im Laberdeutsch ("behandle" statt "behandele" und kumpeliges "doch einfach" - ich schreibe ja selber so, ich weiß das!) wird Deutschland zu unser aller Buddy, zum Knuddelknilch, der uns von Kindesbeinen an begleitet hat. "Bring´ die beste Leistung, zu der Du fähig bist." So, jetzt wird der Text konkreter - laßt die Förderbänder brummen, Ihr Deppen! "Und wenn Du damit fertig bist, übertriff´ Dich selbst." Dumm-didel-dumm-di-dumm. Am Schluß tremoliert sich der Text in ein gänzlich sinnbefreites "Du bist die Flügel. Du bist der Baum." hinein. Gesamtfazit: Ich habe selten so eine Scheiße gelesen! Diese 2-minütige Peinlichkeit würdigt ideelle Werte auf ein Niveau herab, das die schlimmste Bauernfängerei vor Neid erblassen läßt. Das ist nur eine Entschuldigung für eine höchst dubiose Form von Patriotismus, die allen Menschen suggeriert, sie seien ein Teil von etwas. Natürlich sind sie ein Teil von etwas, und sie sind ihren Mitmenschen ein Modikum an Respekt schuldig, und wenn der Wille zur Solidarität nicht vorhanden ist, muß er selbstredend gesetzlich eingefordert werden. Wenn das aber die Gestalt von derart gläubischem Schmonzes annimmt, die auf den allerkleinsten gemeinsamen Nenner abzielt, dann diskreditiert man damit das Gute, das man möglicherweise ernsthaft unterstützen will. Man schreinemakerisiert es zur Medienware. Respekt vor dem Nächsten ist etwas anderes, als ein verlogenes Bild von einem Kollektiv zu erzeugen, das so noch nie (nicht mal zu Zeiten des Wirtschaftswunders!) existiert hat und auch nie existieren wird! Schaut Euch die Prachthanseln in dem Spot mal an, wenn sie im wirklichen Leben an einem Penner ("Penner" = Sprache der Unmenschen für Vagabund, Bettler) vorübergehen. Wie fast jeder andere Mensch werden sie sich einen Dreck um diesen Menschen kümmern. Im Höchstfall drücken sie eine Münze ab. Umarmen werden sie ihn kaum. Mache ich, wohlgemerkt, auch nicht anders, aber ich behaupte auch nichts Gegensätzliches, und es ist exakt diese Verlogenheit, die "Du bist Deutschland" suggeriert - wir sind alle eins, miteinander und okay-hey. Und zwar, damit alle mehr leisten können und sich weniger Fragen stellen. Damit "Deutschland" auch morgen noch kraftvoll zubeißen kann.

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Ich wollte jetzt eigentlich noch etwas zur Verleihung der "Goldenen Stimmgabel" schreiben, bin aber zu sauer. Weidet Euch an dieser Prachtaktion zur Erschaffung eines besseren Menschen! Laßt Euch duzen von Leuten, die Euch verachten! Mit Sicherheit haben die Promis, die da mitgemacht haben, es ehrlich gut gemeint, aber was immer dabei an Gewinn herauskommen kann, verpufft angesichts des obwaltenden Verdummungsmanövers. Wenn Ihr korrekt sein wollt, dann behandelt Eure Mitmenschen nicht wie Dreck und kümmert Euch dann und wann um solche, die es nötig haben. Seid Ihr selbst, kein Glied eines besinnungslosen Kollektivs, wie es sich die Politiker und die Werbeblockbetreiber wünschen. Ihr seid nicht Deutschland, Ihr seid kein Laden, kein Flügel und keine Hand. 82 Millionen seid Ihr auch nicht. Laßt Euch nicht für dumm verkaufen.

190905

Kleiner Text über Inspektor Columbo.

130905

Huch, ist es jetzt September geworden? Oh ja, es ist September, und nur noch ein paar Tage trennen uns von der Wahl, die erneut die Weichen für unser Land  stellen wird. Voller Hoffnung, daß alles besser wird, wenn die neuen Roßtäuscher gewählt (oder die alten bestätigt) worden sind, tickt die Uhr gen Sonntag. Viel wichtiger als dieser Termin ist zweifelsohne der Samstag, an dem der "Geheimnisvolle Filmclub Buio Omega" seine Pforten öffnen wird, wenn das Motto "Rotbarsch" erörtert wird. Stargast an diesem Wochenende wird ein großer Fisch sein, der gummigleich durch die blauen Fluten zischt und seiner Predatorennatur frönt. Gekostet haben Hai und Film viel weniger als Spielbergs Stranddrama, aber ob er im gleichgesinnten Kreise weniger Spaß machen wird, bleibt auszutesten. Wem Enzo G. Castellaris Kieferbrecher nicht mundet, dem bleibt das komplett asoziale Finale unseres Dabbel-Fietschas: Charles Bronson höchstselbst steigt in den Ring und ringt mit dem gesunden Menschenverstand und der Faust in uns allen! Erneut wird seinem Paul Kersey übel mitgespielt, was in namenlosen Akten wider die menschliche Natur resultiert. (Zitat: "Glaubst du an Gott?" - "Ja?" - "Du wirst ihn gleich treffen!") Ein Film, der wütende Diskussionen in seinem Fahrwasser führen wird und vor allen Dingen eine Menge Spaß. Wer am Sonntag wählen gehen will, braucht diese Lehrstunde in Demokratieverständnis und verfehltem Gerechtigkeitssinn. Wähler - kommt zu Buio Omega!!!

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In re Wahl kann ich kaum sensationelle Neuerungen verkünden. Die APPD hat bekanntermaßen ihren Werbespot einmal ausstrahlen dürfen. Der Aufruhr, den dies gebahr, war in Anbetracht der erwachsenen Menschen, die sich dort mit Hundefutter einschmierten, etwas überbewertet. Ich fand den APPD-Spot von einst, in dem Wölfi die entsorgten Bierdosen einer fleißigen Hausfrau abnahm, sehr viel lustiger. Da die versammelte Politikerprominenz und vor allen Dingen die Politikersemiprominenz sich zutiefst angewidert zeigte, scheint der Spot sein Ziel aber doch nicht verfehlt zu haben. Im Fernsehen habe ich am Montag die zensierte Version des Spottes gesehen, die ich deutlich besser fand, da über die beanstandenswerten Teile ein schamvolles Weißbild gelegt wurde, in dem Auszüge aus den Indizierungstexten zu lesen waren, u.a. "Darstellungen von Kindern und Tieren". Unser zukünftiger Kanzler Wölfi hat dem auch flugs eine Entschuldigung für die Verfehlungen folgen lassen, die sehr lustig geraten ist, wie ich finde. Mal schauen, ob mein Lieblingsanthroposoph Schily es durchdrückt, daß die APPD zum Gegenstand verfassungsschutzmäßigen Interesses wird. Bei der NPD ist das damals ja klangvoll mißlungen. Da hat sich der Verfassungsschutz mächtig blamiert. Als ich mein Herzblatt heute zum Gitarrenverstärkerhändler gefahren habe, fiel mir zum ersten Mal ein Plakat dieser Partei auf, das mich ziemlich erbost hat. "Gute Heimreise!" empfahl man dort einigen offensichtlich islamisch gesonnenen Mitbürgern unseres Landes. In gewisser Weise muß man den Jungs und Mädels dieser Partei ja sehr dankbar sein für soviel Ehrlichkeit, denn während unsere sogenannten etablierten Parteien mit Rassismus nur kokettieren, hauen die Nazis voll in die Kerbe und machen aus ihrem Herzen keine Mördergrube. Angesichts des professionellen Schraubgrinsens unseres Kanzlers ist das immerhin ehrlich. Ist trotzdem plumper Rassismus. Ich habe mir heute auch den offiziellen Werbespot der Partei heruntergeladen und mußte da nur noch lachen. Zu Anfang sieht man einen Adler, begleitet von Wagners "Walkürenritt". Dann folgt eine blondbezopfte Frau, die auf einer Alm steht und grient. Ein Sprecher verkündet einen Text, der in etwa lautet: "Deutsch deutscht deutsch-di-deutsch-di-deutsch!" Im Hintergrund flieselt Musik von Haydn oder so. Auf einmal durchmischt sich die Musik mit Klängen vom Bazaar von Marrakesch, Überfremdung andeutend. Das Bild wird dunkel. Die deutsche Nacht bricht an. Dann wird es aber wieder hell. Die blondbezopfte Schönheit kiekt auf einmal keck, aggressiv und entschlossen. "Deutsch muß deutsch-di-deutsch!" deutscht der Sprecher. Es erklingen die ersten zwei Strophen unserer Nationalhymne. Ich habe das nicht geglaubt, aber - alter Schwede! Der Werbespot ist im Moment nicht herunterladbar, aber da ich ja ausgewogen sein möchte, hier auch noch der Spot der Zentrumspartei, hier der Spot der Büso (Spermafäden!) und hier der Spot von Helmut Fleck. Am Sonntag ist Wahltag - viel Spaß dabei! (Ich GEHE wählen...)

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 Damit wir wissen, was wir am Sonntag verhindern müssen, schenkt uns Yahoo eine Newsmeldung über einen Baumarkt in Polen, der Coupons für einen Bordellbesuch verspricht. Da könnten sich verschiedene politische Parteien eine Scheibe abschneiden! Auch verhindern müssen wir unbedingt folgende Flash-Animation, die "Stick Dudes" dabei zeigt, wie sie einander massakrieren. Ich war schockiert! Und was wäre Deutschland ohne die Warnkleber, die auf den Zigarettenschachteln prangen? ich habe mir hier einige Alternativen ausgedruckt ("Diese Zigaretten sind vom Mars"), die mir viel Spaß bereitet haben.

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Am Wochenende bin ich zum Konzert der "Sons of Tarantula" gefahren, die in Iserlohn auftraten. Ich nahm das wie üblich formidable Konzert nur mehr umwölkt wahr, da in dem kleinen Kabuff sauneske Temperaturen herrschten. Auch so beeindruckte mich erneut, daß bei all dem aggressiven Hauruck eine sehr viel friedfertigere Atmosphäre herrschte als bei vielen Metal-Konzerten. Hazy hatte sich eine tolle Schweinenase aufgesetzt, die Puppe war auch dabei, Olli von Flatus mischte mit, und der Sittenstrolch war in gewohnter Hochform und ließ sich von mir und der meinen danach nach Hause kutschieren, was mir eine Ehre war. Schöner Abend!

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Und auf dem Computerspielsektor habe ich gleich diverse Waterloos erlebt, da sowohl "Grand Theft Auto: Vice City" als auch der bislang neueste Entry der Serie, "San Andreas", auf meinem Rechner nicht liefen. Das frustrierte mich arg, denn die Grafik sah wirklich spitze aus. Aber mein Rechner ist halt ein wenig limitiert. Dafür hat er andere Meriten, z.B. Verläßlichkeit in Textverarbeitungsfragen und immensen Charme. Leider auch betroffen von der Computerflaute ist das Spiel "Postal 2", das mich prinzipiell total begeistert hat. Man ist da ein Postbeamter mit Matrix-Ledermantel (hust!) und Hiphop-Bärtchen (doppelhust!), der für seine Perle etwas Milch holen soll. Er arbeitet teilzeitmäßig für eine dubiose Firma, die gewaltverherrlichende Videospiele herstellt. Wenn sich der "Poor White Trash"-Held durch die Kleinstadt in Arizona bewegt, trifft er viele bizarre Menschen, die er auch schön ansprechen kann, so er Lust hat. Er kann auch in jede Wohnung einsteigen, da die blöden Amis ja ihre Türen nicht abschließen. Wenn er seinen Arbeitgeber erreicht hat, wird er erst einmal gefeuert und ausgelacht. (Schönes Detail: Ein Unterboß der Gesellschaft hat sein Büro in der Toilette!) Dann kommen aber auch schon die Protestanten, die vor dem Büro mit lustigen Transparenten herumlaufen. Die wollen nämlich den Spiele-Dealern, die ihre Kinder mit brutalen Videospielen verrohen, die Birne einschlagen, Pazifisten, die sie sind. Man flüchtet da am besten sehr schnell. Das war nur der Montag. Am Dienstag muß man in die Kirche, um seine Sünden zu beichten. Leider erscheinen da einige islamische Selbstmordattentäter und sorgen für viel Hallo. Ich habe diesen Tag bisher noch nicht bewältigt, aber sollte ich ihn bewältigen, wird mich meine Perle (im Wohntrailer!) wieder mißmutig anranzen, und der Hund mich beißen! Es gibt da Warnschilder, auf denen steht: "Tollwütiger Pitbull mit AIDS". Auch gibt es eine Funktion, mit der man seinen Penis aus der Hose holen kann, um ihn Leuten zu zeigen. Wenn die Frauen dann über seine Kürze spotten, kann man ihnen ins Gesicht urinieren! Ich habe das wirklich nicht geglaubt... Mir wurde gesagt, daß man Katzen als Schalldämpfer vor die Feuerwaffen kleben kann, was ich als Katzenfreund natürlich nicht gutheißen kann, aber es ist schon sehr skurril. Im Kaufhaus tritt ein schwarzes Kind aus unglücklichen sozialen Verhältnissen auf, von dem man sich ein Autogramm holen muß. Und außerdem muß man sich auch noch Unterschriften für eine Petition gegen gewalttätige Computerspiele einholen. Die Macher des Spieles haben augenscheinlich eine Menge Humor, auch wenn er sicherlich nicht jeden erreichen wird. Ich habe einige Male schallend gelacht, aber ich bin ja auch verroht und sozial unverträglich.

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Am Samstag Buio Omega - am Sonntag Wahl! Leicht zu merken...

270805

Und wieder sind ein paar Tage ins Land gegangen, aber ich habe ja Besserung gelobt, was die Updates meines Tickers angeht. Ich komme gerade von einer konspirativen Versammlung mit einem Direktkandidaten der Grünen und seiner Frau. Gemeinsam haben wir DAY OF THE DEAD: CONTAGIUM gekuckt, der sich als Fortsetzung zu dem Romero-Film ausgibt, tatsächlich aber einen Haufen Rattenkacke darstellt, den so mancher Amateurfilmer zu übertrumpfen versteht. (Wie in meinem Filmtagebuch nachzulesen!) Zombiefilmen gehört ja an und für sich meine ganze Sympathie, da sich in ihnen eigentlich subversiver Punk-Geist offenbaren sollte. Die stumpfen Massen begehren auf gegen das System, meistens repräsentiert von Hollywoods 10 bestaussehenden Jugendlichen (oder Jugendlichen auf Lebenszeit). Man kann auch viel Schindluder anstellen mit dem Konzept. Jemand wie Romero ist zu klug und hat zuviel Herz im Leibe dafür. CONTAGIUM war einfach nur eine Übung in Dilettantismus, der jeglicher Charme abging. Der Direktkandidat Robert Z. war bereits vorher völlig ermattet und genervt, da er sich von Mittag an für die Regierungstaten der ehemaligen Oppositionspartei verantworten mußte und so nonstop beschimpft wurde. Dies übrigens zu Unrecht, da er einen sehr eigenständigen Kurs reitet und keinesfalls stur opportunistisch Ja sagt zum politischen Einerlei, das da stattfindet. Er glaubt an demokratische Grundwerte und sagt seine Meinung - wenn´s sein muß, auch gegen das Gebot der Stunde. Ich bin ja Grünwähler seit langen Jahren. Da ich finde, daß einige der Protagonisten sich gar schauerlich gewandelt haben, seit die geballte Last der Verantwortung auf ihnen lastet, habe ich da schon fast umgedacht. Mittlerweile fallen mir auf Anhieb nur Ströbele, Trittin und die Künast ein, die ich deutlich unterstützen würde. Jetzt habe ich auch einen Vierten, dessen Lobgesang ich gerne anstimme, denn Robert kenne und schätze ich nunmehr seit etwa 6 Jahren als einen ungewöhnlich intelligenten Zeitgenossen, den nichts so sehr anödet wie politische Disziplin und Korrektheit und der genau sagt, was ihm sinnreich dünkt. Er muß jetzt halt Wahlkampf machen, aber das hat er sich selber ausgesucht, und er wird die Last auch in Würden stemmen, da bin ich mir sicher! Und sollte er jemals anfangen, wie ein Parteiprospekt zu reden, dann trete ich ihn mit eisernen Schuhen... CONTAGIUM wurde auf jeden Fall auch von ihm mit genervten Grunzern quittiert. Robert kann mit stillosem Murks nichts anfangen. Bettina mag Zombies gern, genau wie ich, aber auch sie wunk bzw. wonk recht bald ab ob der offensichtlichen Flaute an trefflichen Einfällen. Übrigens hat Robert auf seiner politischen Website gar nicht darauf hingewiesen, daß er mal professioneller Rockmusiker war. Finde ich schade, denn er zupfte den Baß sehr anmutig und lernte auch Leute wie Alex Hacke oder Blixa Bargeld kennen. Aus dieser Zeit hat er nebst anderen Einsichten die Überzeugung beibehalten, daß es mehr im Leben gibt als stumpfe Regelhörigkeit. Letzten Endes muß jeder selbst den Braten schmieden, den er brät. Ich selber wäre bei einer Veranstaltung wie der heute, wo er sich Beschimpfungen anhören mußte sonderzahl, ausgerastet und hätte mit Verbalinjurien um mich geworfen wie Andrew Dice Clay an einem seiner schlechten Tage. Ich hätte nur noch gebrüllt: "Ihr Wichser könnt mich alle mal gern haben! Wählt doch die Merkel!" Schaut Euch mal die Fragen an, die ihm auf den beiden verlinkten Wahlkampfboards gestellt werden. Etwa 50 Prozent stammen von wirklich besorgten Bürgern, die ihn mit durchaus berechtigten Sorgen konfrontieren wollen. Der Rest rekrutiert sich aus Wahlkampfgegnern oder aus Wichtigtuern, die einfach mal gefahrlos auf die Kacke hauen wollen. Wie schon gesagt, ich wäre da überfordert und ströcke schon bald die Waffen. Mal sehen, wie lange es mein lieber Freund schafft. Wie ich ihn kenne, beißt er sich durch...

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Hier der neulich angekündigte Text über die Fauna Europas.

Wahlkampf

230805

So, "Jugend trainiert für Kloster" ist jetzt vorbei! Ich bin ja irgendwo froh, daß ich nicht in Köln wohne. Damit ich es mir nicht mit den lieben Kölnern verderbe, muß ich gleich hintanfügen, daß ich ähnlich bejubele, daß ich nicht in Düsseldorf ansässig bin. Ist das eigentlich immer noch so, daß die Kölner die Düsseldorfer nicht leiden können? Da gab es ja mal sowas, und das war ähnlich verhängnisvoll wie der Widerstreit zwischen der Borussia und Schalke. Hat der Düsseldorfer Erzbischof mal etwas Abfälliges über den Kölner Dom gesagt? Oder der Sprengelchef der einen Stadt etwas über den Sprengelchef der anderen? Würde mich ja doch interessieren... Es gibt zahlreiche Methoden, sich die Mitmenschen zu Feinden zu machen. Als ich neulich mit meiner Süßen beisammen saß, kam uns die glorreiche Idee, eine Pantomime zu entwerfen. Pantomimen sind ja schier die Pest. Pantomimen saugen, wie der Engländer sagt. Die klettern immer so Leitern hoch, wo keine sind und grimassieren bräsig in der Gegend herum. Ganz schlimm sind Pantomimen, die auf sentimental machen. Also, die sind ja nun ganz schlimm! Volle Pierrot-Power! Solche Leute könnte ich immerfort treten und würde dabei mitnichten grimassieren, sondern stumm meine sinnvolle Tätigkeit verrichten. Der große jüdische Humorist Woody Allen hat einmal eine hervorragende Kurzgeschichte geschrieben, in der er schildert, wie er einem Pantomimenspektakel beiwohnt. Alle anderen lachen, nur er selber ist außen vor und fragt sich verzweifelt, was seine Umgebung an dem lamentablen Gehampel komisch finden könnte. Trendsetzend für den korrekten Umgang mit Pantomimen sei die Anfangsszene von Alex de la Iglesias´ EL DIA DE LA BESTIA, wo ein Priester vom Gedanken beseelt ist, Böses zu tun. Als er an einem U-Bahn-Eingang vorbeikommt, torkelt auf der Mauer ein weißgesichtiger Stummkopf herum und macht krude Gesten. Der Priester kuckt sich das kurz an und schubst den Pantomimen dann wortlos von der Mauer. Dabei irrt der Priester freilich, denn nicht Arges vollführt er hier, sondern einen Dienst an der Menschheit. Der Pantomime als solcher hat als vogelfrei zu gelten, etwa so:

Vogelfutter

Das Foto stammt aus einem wirklich wilden Buch, das meine liebe Cora mir neulich mitgebracht hat. Es handelt von der Fauna unserer Umgebung und läßt jedes Tierchen Revue passieren, das in ihr kreucht oder auch fleucht. Besonders entzückt haben mich die vielen Verschriftungen der Laute, die diese Tiere hervorkrächzen, - würgen oder auch -schnattern. Der in Südschweden überaus beliebte Brachpieper etwa gefällt duch ein anmutiges "zschapp", das aber auch gerne zu "zirlui-zirlui" oder "gried-liehn, gried-liehn" wird, wenn er singt. Wer Vögel mal so singen hören will, muß also nach Südschweden fahren oder in die Karpaten, wo der Brachpieper ebenfalls sein Unwesen treibt. Er bevorzugt sandiges Gelände mit einzelnen Büschen und spärlichem Graswuchs, was er mit mir gemeinsam hat. Seine Eier sind "weißlich, grünlich, gelblich oder rötlich", was mir jetzt nicht viel sagt. Die kleinen Brachpieper neigen zur Frühreife, da sie mit 12-14 Tagen das Nest verlassen. Das sollte mal ein menschlicher Säugling versuchen! "Zschapp" wäre das Geräusch des Lastwagens, der ihn überrollt. Aber ich möchte nicht frivol klingen. In den nächsten Tagen verfasse ich mal ein "Best Of" des Buches für meine Seite.

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Mein Artikel für die neue SI ist jetzt fertig und abgeschickt. Sein Titel ist "Die Hosen voll, die Wangen rot". In ihm werden einige der ungewöhnlicheren Filme mit Vietnambezug angesprochen. Nicht alle sind gut, aber ich bilde mir ein, daß das Erzeugnis ganz nett zu lesen sein wird, und vielleicht beatmet es ja den einen oder anderen und gibt ihm wertvolle Anregungen für den Lebensweg. Wieder hat sich ein "Gurkendoktor" in den Artikel geschlichen, ein Film also, den es so noch nicht gibt. Beim GURKENDOKTOR haben ja einige auf Filmbörsen nach dem Film gefragt, was mich sehr entzückt hat. Ich habe diesmal wirklich versucht, den Text so faustdick zu übertreiben, daß jeder es mitbekommt, aber schließlich schreibe ich ja meistens von eher ungewöhnlichen Filmen, und da kann es schon zu Verwechslungen kommen...

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Hier gibt es eine nette kleine Flash-Animation zu betrachten, in der H.P. Lovecrafts Cthulhu auf Bambi trifft. Cora hat mir ja neulich gerade mitgeteilt, daß sie in einem Comic-Laden einen Plüsch-Cthulhu gesehen hat, der sich als Elvis verkleidete. Wenn ich den bekomme, stelle ich ein Foto ins Netz!

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Hier gibt es ein paar sehr alberne Bilder von Black-Metal-Musikern zu sehen. Ich weiß gar nicht genau, was Schwarzmetall überhaupt ist, aber ich glaube, das sind langhaarige Mitmenschen, die aufgrund sozialer Fallstricke einen halbherzigen Lederfetisch davongetragen haben und planlos in der Welt herumirren. Um ihre grundlegende Desorientiertheit zu kompensieren, machen sie laute Musik. "Das wächst sich irgendwann raus", wie Kinderschwester Gertrud das zu nennen pflegt. Schwarzmetaller sehen ungefähr so aus:

Deppen

Oder so:

Mehr Deppen

(Der Typ rechts sieht aus wie Terry Gilliam, nachdem er sich in die Hose gemacht hat.) Oder so:

Noch mehr Deppen

Der Typ links ist die Härte! Schlimme Kindheit, wie Cora sagen würde.

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An dem gerade vorübergezogenen Weltjugendtag ist mir übrigens in erster Linie aufgefallen, daß es sehr unterschiedliche Arten gibt, das Wort "Diözese" auszusprechen. Papst Ratzinger und verschiedene seiner Großkopfeten (Meißner auch, glaube ich) bevorzugten "Diozöse". Aber man muß kreativ bleiben, auch im hohen Alter. Ich habe sehr viele junge Frauen mit Überbiß gesehen. Mir tat Papst Ratzinger irgendwie leid, da er so offenkundig nicht in seinem Element war. Dem vergangenen Papst haftete ja nun doch ein gewisser Knuddelcharakter an. Ratzi geht dieser Charakter ab. Ich kenne ihn ja nun nicht persönlich, aber durch die Medien habe ich ihn eher als einen introvertierten Geistmenschen kennengelernt, der vom Hl. Augustinus mehr versteht als von modernen Medienstrategien. Der Umstand, daß auf einmal Tausende von Backfischen auf ihn einkreischen und sein Pontifex-Konterfei auf clausthalerbesprenkelten T-Shirts erprangt, kann ihm nicht gefallen haben. Auch die Bierseidel mit Papstponem, die dem Vernehmen nach zu Abertausenden über den Tisch gewandert sind, sind mit dem fundamentalistischen Christentum nur schwer in Einklang zu bringen. Ansonsten finde ich ihn mehr so gruselig. Wenn er gespenstisch lächelnd seine Arme zum Segen erhebt, erinnert mich das an Gruselgeschichten von Montague Rhodes James, "Pfeife, und ich komme zu dir, mein Freund" und so fort... Der mag ja privat ´n Netten sein, aber in der medialen Abbildung wirkt er so knuddelig wie Captain Spaulding aus HOUSE OF A 1000 CORPSES. Ist leider so.

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Wer sich mal richtig den Krebs ins Haus holen will, der hat hier Gelegenheit dazu. Da sind unsäglich scheußliche Hintergründe und Animationen hinterlegt, die - so über einen längeren Zeitraum betrachtet - zu Gemütsverdüsterungen und sogar zum kompletten Haschmich führen können. Wer vorsichtig vortasten möchte, klicke hier.

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Noch was zu H.P. Lovecraft: Es existiert ja sogar ein Musical zu seinen Werken: "A Shoggoth On The Roof". Näheres hier. Falls ich ihn noch nicht verlinkt habe, hier der Trailer zum ersten Lovecraft-Kung-Fu-Film, ENTER THE DAGON. Weiß auch nicht, ob die Jungs endlich mal mit dem Endresultat rüberkommen, aber die Hoffnung wird nicht alle.

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Ach, ich habe ja ganz vergessen, etwas über die Pantomime zu erzählen, die ich und Cora entwerfen wollen! Also, das wird dann natürlich eine Pantomime ohne jeden Sinn. Wo der Künstler irgendwelche völlig sinnlosen Geschichten mit seinen Händen macht, dazu traurig oder lustig grimassiert. Keine Sau darf kapieren, was eigentlich los ist. Manchmal werden bestimmt Leute lachen, um ihr Kulturverständnis zu signalisieren. Gemeint sein wird aber schier gar nichts. Der wird spastisch rucken und zucken, mit den Armen und Beinen wilde Bewegungen absolvieren und scheinbar wichtige Gesten machen. "Habt acht, get the picture, nehmt die Botschaft wahr!" Es wird aber keine Botschaft geben. Wie Eric Hysteric schon sagte: "Wenn ich eine Botschaft verschicken will, dann tue ich das mit der Post!" Marcel Marceau ist tot. Belassen wir es dabei. Amen.

100805


Der August beginnt heuer zehn Tage später, da mich die Faulkäfer gebissen haben. Der schlimmerhaftige Galan, der sich Trägheit nennt, hat sich mit den schlimmen Tagedieben der Lebensfährnisse verbündet, um mir den Gleichsinn zu versauen und die Aktualität des Tagestickers zu versieben. Nicht mit mir, Galan und Tagediebe - ich halte dagegen! Die letzten Wochen zeichneten sich durch eine besondere Neigung zum Wankelmut aus, die selbst einem sturmgepeitschten Nordlicht wie mir schweren Seegang beschert. Immerhin hat mein Geburtstagswochenende einige Extraflatschen Balsam auf meinen Weltenlauf geworfen: Pflicht und Wohlgefallen trafen sich am letzten Freitag, als einige junge Menschen bei mir erschienen, um einen Audiokommentar einzuspielen, der mich und meinen geschätzten Freund und Kollegen Robert  zusammenwürfelt mit zwei ungemein ruppigen und motorradbewehrten Polizisten, die die ewige Stadt Rom unsicher machen in Ruggero Deodatos EISKALTE TYPEN AUF HEISSEN ÖFEN, der demnächst als Super-Schmackofatz-Edition auf DVD erscheinen wird. In ungewohnter Flachslaune bahnten wir uns einen Weg durch das sozialkritische Geflecht des nämlichen Filmes, rauchten bis zum Gottserbarmen und flochten auch diverse namhafte Politiker der Gegenwart in unsere Betrachtungen ein. Der Spaß war ganz auf unserer Seite, und vielleicht wird sich einiges davon auch auf die Kommentarspur des Silberlings übertragen. Der cineastischen Sorgfaltspflicht versuchten wir zu genügen, doch mit steigendem Alkoholpegel sind uns auch unentschuldbare Narreteien entfleucht, die uns der journalistischen Zunft vielleicht unsolide erscheinen lassen, aber hoffentlich dem einen oder anderen Zuhörer einiges Vergnügen bereiten werden - wir sind gespannt!

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Am Folgetag erschien ich mit meiner Frau (frisch vernetzt - Grüße von hier, mein Schatz!) zum 5. Treffen des Internet-Portals Wicked Vision, zu dem niemand Geringeres als der großartige Jörg Buttgereit geladen war, um allen Anwesenden Hallo zu sagen. Er stand parat für ein Interview, das seinen Film NEKROMANTIK 2 mit zahlreichen Infos umkränzte, die ich leider nicht teilen konnte - tropfnaß und katergeschüttelt hing ich in den Seilen. Zur Aftershow-Party erschienen Cora und ich aber und freuten uns sehr über die vielen lieben Menschen, die dort erwartungsgemäß aufliefen. Neben den fabulösen Urgesteinen Toxie und Jorge warteten da Honoratioren wie Slayer-Paule, Flame und die ganzen anderen tollen Tolteken. Damit wir auch etwas Heimatluft schnuppern durften,verwöhnten uns Tarantulas Sittenstrolch nebst reizender Gattin mit ihrer Anwesenheit und brachten auch den Drummer von Flatus mit, der schon des öfteren bei Buio Omega auftrumpfte und ein sehr lieber Zeitgenosse ist. Der einzige und echte Fabsomator brachte Regielegende Wolfgang Büld mit, dessen PENETRATION ANGST immer noch meine Eingeweide mit Gänsehaut überzieht. Es gab neben Bier und lecker Essen (danke, Toxie-Mama!) noch eine Tombola mit vielen tollen Preisen, unter denen besonders MR. SHATTER besonders punkten konnte und das Publikum zu haltlosen Juchzern hinriß. Einige Glückliche gewannen Hans Billians Klassiker KASIMIR DER KUCKUCKSKLEBER und jubelten beseligt. Der Sittenstrolch bekam FICKSTERN ORION und war dem Vernehmen nach sehr zufrieden. Und ich? Ich gewann zum ersten Mal bei einer solchen Gelegenheit etwas wirklich Tolles und freute mir ein Loch in den Bauch: Pasolinis "Trilogia Della Vita", alle drei Filme, von "Legend"! Boah... Dafür zahlte ich auch schwer, als ein Filmquiz angekündigt wurde. Dazu wurden aus dem Publikum "ganz zufällig" einige Gäste ausgewählt: Jörg Buttgereit, Legends Marcus P., Ivo von Anolis, Holger von e-m-s und ich arme Sau. Ich blamierte mich bis auf die Knochen, glaube aber bis zum heutigen Tage, daß die Sache geschoben war. Na ja, ich werde mit der Schande leben lernen... Jörg gewann einen Happy Tree Friend aus Plüsch, den so mancher Perverse mit Sicherheit gerne durchpimpern würde. Ich schied als glücklicher Gast und drückte noch während der Rückfahrt die gewonnenen Pasolinis an meine Brust. Hier ein Foto:

Wicked

Links ist Legend-Marcus und schaut halbseiden. Ich kucke eher grimmig und harre der Scham. Holger lächelt wie alle Marx-Brothers zusammen. Ivo kuckt unglücklich, weil ihn die Premiere-Schleife um den Hals drückt. Und Jörg schaut aus wie ganz jemand anders. Das Bild stammt übrigens von Frau Ironies, die hier alle ihre Bilder hinterlegt hat. Und hier ist noch ein erster Bericht vom wie üblich lieben Sense-of-View-Carsten, treuer Buio-Gast seit langem.

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Von Jörg Buttgereit kommt übrigens demnächst ein neues Buch über japanische Monsterfilme heraus, an dem auch ich bescheidenen Anteil haben werde. Mir sind Rezensionen über japanischen Monsterschleim, einen schebbigen Gamera und eine all-out monster attack zuteil geworden, von der Ingojira sehr schwärmt. Ich werde wie üblich mein Bestes geben und freue mich schon sehr.

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Wolfgang Büld hat einen neuen Film praktisch fertig, in dem neben den aus PENETRATION und SICK LOVE gewohnten Darstellern (Fiona!) auch der Fabsomator auftauchen und die Backfischherzen angenehm verwirren wird. Bald mehr!

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Die Sons of Tarantula basteln an neuem Material - mehr aus der Wurstpresse demnächst!

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Für das fiese Monatsfoto entschuldige ich mich. Wie mein Rüssel-Max an den Hitler-Wein gelangt ist, erklärt sich so: Ein lieber Kampfgefährte hat mir eine Flasche aus Italien mitgebracht, wo es dem Vernehmen nach auch Che-Guevara-Wein gab. Mir wurde natürlich wieder einmal nur der blöde Schnäuzerträger mitgebracht, was mir viel über die Einschätzung besagten Freundes verrät, was meine Person betrifft. Ich bin betrübt. Der Wein war allerdings lecker und trocken.

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Da ja alle meine lieben Leser bestimmt regelmäßig in meinem Filmtagebuch vorbeischauen, wissen sie ganz bestimmt, daß ich neulich eine Pressevorführung von Romeros LAND OF THE DEAD beäugt habe. Auch ansonsten sind einige Filme dazugekommen. Manche muß ich noch nachtragen, etwa die schöne Metallica-Doku. Im Moment dröhnt auch gerade "St. Anger" aus den Lautsprechern - yeah!

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Wenzel Storch wird demnächst endlich die DVDs zu seinen drei Filmen fertigstellen. Das Extramaterial enthält zahllose Leckerli, etwa Interviews mit ca. 40 Weggefährten, die erzählen, was sie heute so machen. Ich habe auch ein kleines Interview, werde aber nicht erzählen, was ich heute so mache. Ich bin ja nicht jeck!!!
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Ich spiele derzeit leider viel am Computer. Für 10 Euro habe ich im Kaufmannsladen "Grand Theft Auto 3" erstanden, in dem man Nutten verteidigen, Autos klauen und Polizisten hauen darf, ohne dafür gleich in den Knast zu kommen. Gerade heute habe ich einem korrupten Bullen (in dem Fall darf man das, glaube ich wohl, so nennen) dabei geholfen, einen wichtigen Belastungszeugen zu beseitigen und zielgenau zu zersprengen. Der Bulle ist fett und unsympathisch und schreit immer nervig rum, aber ich bekomme halt viel Geld dafür - was soll ich machen? Der Schornstein muß rauchen. Ich bin halt auch nur ein Söldner, wie jeder Bäcker auch. Wer will da den Richter spielen und das Paket mit den Minuspunkten öffnen, um Herrn Goldt zu zitieren, von dem mir meine geliebte Cora ein hübsches Katzgoldt-Buch geschenkt hat. Ansonsten lese ich ganz viel Lovecraft und arbeite an einem Text, in dem der berühmte Autor ein Fußballspiel kommentiert. Da spielen die "Great Elders" gegen die Schoggothen, also die Patrizier gegen die Proletarier. Das ist wie Bayern München gegen Schalke. Der neue Splatting-Image-Text wird übrigens von Filmen mit Vietnam-Bezug handeln und einige erregende Einzelheiten über meinen blasphemischen Aufenthalt bei der zyklopischen deutschen Bundeswehr verraten, wie Lovecraft das formulieren würde. Der schreibt immer so komische Sachen, z.B. "...gewiß ist, daß sie ein meergrünes Steinidol in Gestalt von Bokrug dem großen Waran verehrten; vor ihm tanzten sie gräßlich, wenn der Mond höckrig war." Ich tanze jetzt auch noch etwas gräßlich zu der höckrigen Musik von Metallica und verbleibe Euer Christian!

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