Die Geburt des April aus dem Geist der Kartoffelchips

(Der Mai ist auch dabei!)

Funny Nietzsche

Newstickerarchiv

300505

Unheimliche Dinge tragen sich zu im Haus, in dem ich wohne: Jüngst erzählte man mir von zwei Videokassetten, die in unserem gewölbeartigen Fahrradkeller entdeckt wurden - einem Ort, an dem ich mich bislang noch nie aufgehalten habe. Ich brachte die Fundstücke nicht mit mir in Zusammenhang. Heute jedoch stog ich in die Tiefe, um nach dem Rechten zu sehen (und, ich gebe es zu, die Tapes gegebenenfalls zu mopsen!) Dort lagen sie: THE WEREWOLF OF LONDON (1935) und FRANKENSTEIN MEETS THE WOLF MAN (1943). Wie ich mich jetzt erinnerte, hatte ich die Tapes vor etwa anderthalb Jahren auf eBay ersteigert. Was machten die beiden Schätzchen jetzt minus Verpackungsmaterial im Fahrradkeller? Meinen Nachbarn vertraue ich eigentlich, und wenn ein betrügerischer Postmann sich die Dinger unter den Nagel reißen wollte - warum ging der in den Keller, wo man ihn immerhin entdecken könnte, und dann: Ade, Job! Gibt keinen Sinn... Nach dem Fall mit der verschwundenen groben Landleberwurst von Familie Z. der zweite Fall von Postfrevel, der sich hier zuträgt. Wohne ich in einem Vipernnest? Spukt es gar? Das erinnert mich an jene Begebenheit, die mir als bare Münze aufgetischt wurde: Ein Pärchen, das ein Bekannter von mir zu kennen vorgab, fuhr in den Urlaub, um sich dort mal so richtig pauschal verwöhnen zu lassen. Nachdem die zwei Wochen rum waren, kehrten sie befriedigt nach Hause zurück und entwickelten ihre Fotos. In irgendeiner Fotoserie tauchten dann auf einmal einige brutal aussehende Rocker auf, die sich in der Wohnung herumtrieben und allerlei Schindluder anstellten, sich z.B. eine Zahnbürste in den Po steckten. Die Welt ist ein unsicherer Ort - dunkle Dinge gehen vor!

290505

Heute war ich in Hagen und hatte meine Digitalkamera dabei. Der größte Teil der Fotos entstand auf dem Gelände der berühmten Hohensyburg, welche ja bekanntlich um 1100 erbaut worden war, bevor sie Ende des 13. Jahrhunderts von dem Markgraf Franz von Otzingen dem Erdboden gleichgemacht wurde.

190505

Am Samstag findet erneut eine sensationelle Prunksitzung des "Geheimnisvollen Filmclubs Buio Omega" statt, die diesmal unter dem Monicker "Stoßseufzer" läuft. Hiermit sind Seufzer sinnlicher, aber auch übersinnlicher Natur gemeint, die zum einen Venedig unter Wasser setzen und zum anderen Freiburg zur ewigen Ruhe läuten. Zum Film von Dario Argento brauche ich wohl nicht mehr viel zu sagen. Es handelt sich um den meines Erachtens besten dieses Regisseurs - THE CARD PLAYER wird also nicht gezeigt... :) Stattdessen donnern die Kesselpauken der Rockgruppe Goblin, und unheimliche Stimmen säuseln Unsagbares im Dunkel der deutschen Nacht. Sollte man mal im Kino gesehen haben, denke ich. Das Begleitwerk steht ganz im Zeichen von Laura Gemsers schlanken Reizen, die diesmal in einen Nonnenhabit eingezwängt sind. Gibt Schlimmeres, möchte man meinen. Zum Beispiel dieses Schild hier, das ich in der Nachbarschaft meiner Freundin aufgenommen habe:

Erdbeerspargel

Ungewöhnlicher Spargel für eine faire Gesellschaft - NRW geht wählen!

140505

Habe heute ein gräßliches Zitat gehört: "
Wenn ich groß bin, will ich ein kleiner Junge sein." Igitt. Gesprochen hat diesen Zinnober André Heller, der als Aphorismenschmied ja einen gewissen Ruhm besitzt. Wenn ich groß bin (bin ich schon, ätsch!), will ich mitnichten ein kleiner Junge sein. Wer als Erwachsener ein kleiner Junge sein möchte, wünscht sich ja gewissermaßen, als geistig Zurückgebliebener sein Leben zu fristen. Verstanden werden muß dieses Zitat natürlich als Huldigung an die vermeintliche Unschuld und - obacht, erneut ein fieses Wort! - Unverbautheit der Jugend. Die ganze Welt als Hort der Wunder empfinden und der ganze Kohl. Nicht mehr mit Voreingenommenheit den Zauber zerstören, den die Welt birgt für jenen, der geradlinig in die Welt hineinschnuppert und den ganzen Arschpfropf an Verbindlichkeiten, den das Erwachsenenleben nun mal mit sich bringt, ignorieren kann. Wenn ich mir die Nachmittage in Erinnerung rufe, die ich damit verbracht habe, Massenexekutionen mit Playmobil-Figuren zu inszenieren und mit einer Lupe unschuldige und unverbaute Ameisen zu grillen, wünsche ich mir das keineswegs zurück. So albern einem Vernünftigen jeder anmutet, der versucht, jünger zu sein, als er tatsächlich ist, so verkitscht beifallsheischend ist dieser pseudoromantische Nonsens, der auf Edgar-Gratispostkarten wirklich am besten aufgehoben ist. Das ist genau so ein Tinnef wie das Charles Chaplin zugeschriebene "Jeder Tag, an dem man nicht lächelt, ist ein verlorener Tag." Das ist auch Unfug. Chaplin und Heller sollten sich mal treffen und was zusammen machen, hähä! Ich halte permanent lächelnde Leute - außer bei Gelegenheiten, wo es wirklich was zu lächeln gibt - für Umweltverschmutzung. Dieses Lächeln zeugt nämlich meistens von Ignoranz und ist ein Faustschlag ins Gesicht des ringenden, bangenden Gegenübers. Der versucht, seinen Lebenskampf einigermaßen würdevoll und statthaft über die Rampe zu bekommen. Es gibt - so habe ich irgendwo gelesen - sogar Lachkurse, bei denen es Menschen als erstrebenswert angedient wird, ständig zu lachen. Sorry, wenn ich das so sage, aber - dauernd grinsen tun die Debilen! Wer dauernd grinst, entwertet den Akt des Sichfreuens. Der hat sich dem Diktat der kommerzorientierten Grinsmichel unterworfen, die einem für teures Geld Seifenflocken verhökern wollen. Der gehört ins Fernsehen! Oder, noch besser, in die Kontaktanzeigenecke, wo ständig irgendwelche Humorlosen Leute mit Humor kennenlernen wollen. Die sollten lieber nette Leute mit Substanz kennenlernen wollen, und das sind eben normal liebende und leidende Mitmenschen, nicht Dummknödel, die sich selber für humorvoll halten! Da landet man blitzschnell bei Paris Hilton, die ja neulich gerade bei Gottschalks "Wetten, daß" aufgetaucht ist. Für gewöhnlich ist an der Auswahl an Promis, die sich in dieses Zugpferd des ZDF verirren, ja nichts auszusetzen, denn selbst wenn man den Geschmack der Redaktionshachos nicht teilt, so haben die meisten dort eingeladenen Menschen mehr geleistet als sehr viele andere. Wer ist Paris Hilton? Die Tochter eines sehr reichen Mannes. Mehr nicht! Die ist blond, kokettiert auf dummdreiste Weise mit diesem Umstand und jettet von Cannes nach Acapulco, weil Daddy sich hundert Töchter von ihrem Schlag leisten kann. Damit ihr nicht langweilig wird, spielt sie auch in Filmen mit, u.a. in dem Remake von HOUSE OF WAX, das jetzt herauskommt. Natürlich hat ihr Mastermind Gottschalk nicht die Frage gestellt, ob sie Vincent Price kennt. Natürlich hat sie Gottschalk nicht nach ihren Erstlingswerken befragt, die ja nur über Internet vertrieben werden und ihre mittelmäßige Fertigkeit in der hohen Kunst des Blasens ausstellen. Das Publikum schien sie zum größten Teil als das Zootier zu begreifen, das sie ist, nämlich ein mit Gelee Royale aufgezogenes Kunstprodukt, das von ihren großartigen Eltern niemals eine Chance bekommen hat, etwas anderes zu werden. Aber wie kann das kommen, daß so eine Dumpfbacke jemanden interessiert? I don´t fucking get it! Selbst Cindy Crawford - ein berühmter "Fleisch- und Blut-Bügel", wie M. Goldt das nannte - ist wenigstens sympathisch und besitzt eine Portion Demut in bezug auf ihren kolossalen Erfolg. Frau Hilton schwätzt dumm und sammelt Punkte bei Punkteabgabewilligen. Ein komplettes Disaster in Stil, Aussehen und Tat. Ein lustlos domptiertes Zirkusfüllen mit lustigem Hut auf. Weia!

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In meinem neuen Artikel für die "Splatting Image" wird der 1934er THE MANIAC enthalten sein. Da der Dialog aufgrund der schlechten Tonqualität sehr schwer zu verstehen ist, möchte ich auf einen Online-Abdruck des Drehbuches verweisen, der zwar aktuell nicht mehr zu finden ist, aber im Google-Cache noch aufgespürt werden kann. Findest Du hier.

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In meinem Privatleben - das ja für gewöhnlich eine schillernde Reise in den Glamour ist - hat sich nicht viel getan. Gestern bin ich wegen des guten Wetters nach Schloß Berge gegangen und habe dort Enten gekuckt. Nö, gar nicht wahr - da war was Besonderes! Es gibt da nämlich einen Baum, der wächst schräg in den See hinein. Seine Spitze endet ca. 8 Meter hinter dem Ufer, 4 Meter über der Wasseroberfläche. Bei früheren Spaziergängen habe ich mich schon einige Male vor anderen entblößt, indem ich vor einer Besteigung der Krone zurückgescheut bin. Mein Schwager ist da z.B. draufmarschiert, als wäre das gar nichts. Ich leide aber leider unter Höhenangst. Das ist normalerweise gar nicht beklagenswert, da ich große Höhen einfach meide. Aber bei der Baumsache habe ich mich bislang schön zum Horst gemacht, bin immer nach der Hälfte umgekehrt. Gestern aber, als niemand dabei war, bin ich einfach hochgelatscht und hing da zwischen Leben und Tod, oder eigentlich zwischen trockenem Leben und nassem Leben. (Wobei, wenn ich noch auf dem über dem Festland gelegenen Teil des Baumes ausgerutscht wäre, hätte ich mir übel wehtun können!) Gestern bin ich da hochgelatscht! *debilgrins*

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Und ich habe Guido Westerwelle gesehen! Ich stand ca. 5 Meter von ihm entfernt und beobachtete das sinnliche Spiel der Scheinwerfer auf seinem Gesicht, als er in Gelsenkirchen-Buer gastierte, höchstens 500 Meter von meiner Wohnung entfernt! Das war ein toller Abend, der mich auf die kommende Wahl angemessen einstimmte. Ich wäre niemals gegangen, wenn mich meine beiden Nachbarn nicht gefragt hätten. So aber bekam ich Gelegenheit, den berühmten Herrn mal aus der Nähe zu betrachten und seine Professionalität zu bewundern. Die politische Bandbreite der Liberalen (Loriot: "Im liberalen Sinne ist liberal nicht nur liberal...") war strikt hierarchisch geordnet und reichte von den Jungspünden - die aussahen wie Klassensprecher auf Lebenszeit und brav mitnickten - über die Frühvergreisten (=die Kommunalschergen) bis zu den Spitzenleuten. Bei den Spitzenleuten wurde zuerst jemand vorgeschickt, der Tankwart oder so hieß und kaum ein ehrliches Wort vorbrachte, das aber immerhin einigermaßen geübt. (Er warf z.B. den Grünen vor, sie hätten das Werk Soundso dichtgemacht und damit Arbeitsplätze vernichtet. Robert raunte mir zu, daß er immerhin hätte erwähnen können, daß es sich um eine Wiederaufbereitungsanlage gehandelt hat...) Dann kam Westerwelle, dessen immerwährende Jugendlichkeit einem schier den Atem verschlug. War schon ganz faszinierend. Ich kam mir vor wie auf dem Mars.

Guido

Unverändert, aber leicht verwackelt.

Arbeit statt Vorfahrt

Rock´n´Roll forever (oder so).

040505

Da im April nicht viel zusammengelaufen ist (der Höhepunkt war zweifellos der Nazisalat!), schließt der Mai nahtlos an. Nahtlose Bräune erhoffe ich mir vom Wonnemonat, auf daß der Herrgott sich unser erbarmt und - frei nach Schneider - ein paar güldene Strahlen auf unsere Erde tut. Ich war nicht untätig, sondern schulterte die Woche in gewohnter Manier. Mit Milde, Milbe und einem Schluck lecker Orangensaft! Ich habe meinen neuen SI-Artikel bereits zur Hälfte fertig. Heute habe ich einen Text über einen christlichen Erbauungs-Splatter-Film geschrieben. Außerdem lief ALIEN VS. PÄDERATOR, was ich mir jetzt auch einmal zuführen wollte. Ich kann da nur sagen: Alien = schwul. So heißt das ja wohl in Neucomputersprech. Die alten Seiberköpfe sind doch alle frigide! Die trinken doch Schnaps, die Säue! Und der Predator (prädätä!), der kommt mir ja schon mal gar nicht über die Türschwelle! Der repräsentiert nämlich die schwarze Einwohnerschaft der USA, zumindest im Subtext, und da ist mir der Genosse mit dem Fünfmeterpenis im neuen SI-Artikel ja schon lieber, da der nicht so kompromißlerisch drauf ist. Der Predator läßt sich beliebig eingemeinden, was zweifellos das Schlimmste ist, was man tun kann. Der tut immer so dicke, nich wahr, aber in Wirklichkeit ist der handzahm und windelweich, ein Steigbügelhalter bigotter Konformismusideale. Und was man an idiotischem Subtext noch so alles in diesen dummen und öden Film reindeuten kann. Liest Du hier. Da ich derzeit außerberuflich dabei bin, mir das Gesamtwerk des Zopfträgers Steven Seagal zu erschließen, sollte ich mein Tagebuchregister mal updaten. Mache ich vielleicht gleich mal; bin ja kein Unmensch. In der Videothek, in der ich mir all die schönen Zopfträger-Epen ausleihe, wurde mir heute ein  Rüffel erteilt. Bei der walkürenhaften Teilzeitkraft, welche dort waltete, habe ich jetzt wohl verschissen. Dabei war der Anlaß Tinnef: Auf dem Tresen lag ein Schild, das mir verriet, das Feiertagspaket zum Vatertag bescheide mir 3 DVDs bis zum Freitag für nur 10 Euro. Ich stutzte, beträgt der normale Preis für denselben Zeitraum doch nur 9 Euro. Ein Feiertagspaket bedeutet dem Kunden doch eigentlich, daß man ihn besonders lieb hat und ihn als Ersatz für eine körperliche Kosung ideelle Vorzüge genießen läßt. Die Divergenz zwischen "normal" und "besonders" hieß mich zaudern! Ich bemerkte dies arglos, nur um scherzhafte Konversation zu treiben. (Ich mußte ja auch den Umstand elegant überspielen, daß ich heute unrasiert war und meine Haare nicht gewaschen hatte.) Die Antwort war ebenso humorlos wie befremdet, um nicht zu sagen überfremdet: "Naja, das soll ja auch ein Geschenk für uns sein!" Dies sagte sie mit einem Blick, der mich unmißverständlich mit den lustigen kleinen Lebewesen zusammenwürfelte, die man findet, wenn man den schweren Wackerstein im Garten umdreht. Mit uns meinte sie fraglos eine komplette Verschmelzung mit ihrem Arbeitsplatz, will heißen: allen Kollegen, was ja an sich wohllöblich ist und in dem gegenwärtigen lamentablen Klima von Unzufriedenheit, das an so vielen Arbeitsplätzen herrscht, mit einer Gehaltserhöhung zu belohnen. Ich als Kunde fühlte mich aber etwas verarscht. Ist mein Entgelt für das Entleihen schlechter Filme eine Opfergabe an höhere Wesen? Höher als ich, womöglich? Ich erinnerte mich an den freundlichen Inder, der neulich im Café so herzig fragte: "Wolle Rose kaufe?" Der würde gerne Pornovideos verlaufen und dabei Kunden anschnauzen. Der wäre freundlich gar. Ich hätte sie fast noch gefragt, ob sie sich was dabei denkt, wenn sie vor lebensgroßen Pappaufstellern bedient, deren Gesichter fast zur Gänze von Sperma bedeckt sind. Damit wir uns recht verstehen: Das Sperma war auffotografiert, nicht original. Da hatte niemand seinen Mannessaft auf die Aufsteller entlassen. Das wären ja indiskutable Arbeitsverhältnisse. Das war schon da, als geknipst wurde. Quasi als Requisit draufgewichst. Dann geknipst. So war das. Vor einiger Zeit gab es da auch noch einen Geldablageklöben aus Kunststoff, auf dem "Abuse me" zu lesen war, also: Mißbrauche mich! Ich habe mir - um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen - keine Pornos ausgeliehen. Das tue ich nicht. Ich habe mir einen ganz sauberen Gewaltfilm ausgeliehen, und als ich mir neulich DER TODESKING vom lieben Butti kaufte, mußte ich mir sagen lassen, das sei ja pervers. Damals hatte ich wenigstens die Traute (schöner Ausdruck!), zu sagen, es sei ja wohl mal weniger pervers, sich einen poetischen Film wie den von Butti zu kaufen als Filme, in denen sich andere Leute mit "Eetz" (wie man hier sagt!) infizieren. Das mündete dann in eine fruchtlose Debatte darüber, daß ja alle Pornodarsteller Atteste haben, Latten und Atteste. Daß man sich mit einem Attest getrost den Podex abwischen kann, wenn man nicht mit Sicherheit sagen kann, ob der Sparringspartner in den letzten 6-8 Wochen keinen ungeschützten Verkehr gehabt hat, hinterließ keinen bleibenden Eindruck. Was habe ich mir überhaupt ausgeliehen? Der Betze hat ja jetzt DAS LUSTSCHLOSS DER GRAUSAMEN FRAUEN herausgebracht, einen der besten Filme von Jean Rollin. Das fand ich schon ziemlich toll. Schöne Vampirfrauen und trotz des volltönenden deutschen Titels dezente Fetischerotik im besten Spätsixties-Stil - jeden Euro wert!

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In eigener Sache: Unsere Band braucht einen Drummer! Nähere Hinweise findet Ihr hier.

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In nächster Zeit wird es nicht nur einen, sondern vielleicht auch zwei neue DVDs mit Audiokommentaren geben, auf denen ich mitwirke. Bei der einen wird hoffentlich mein Freund Robert (von oben) dabei sein, bei der anderen einer der größten Kinski-Kenner, die ich kenne, der Kai. Kai ist übrigens nicht nur ein ungewöhnlich intelligenter und liebenswerter Mensch, sondern auch praktizierender Hoffnarr! Seit letzter Woche hat er auch seine eigene Website. Schaut mal drauf.

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Am Schluß möchte ich noch einen Forenthread empfehlen, der illustriert, mit was sich manche Menschen die Zeit vertreiben! Man ist versucht zu sagen: Probleme, so schillernd wie Deutschland. Aber wer will da den Richter spielen? Wer will das Paket mit den Minuspunkten öffnen? Zum drängenden Problem der Größe von Abwasserentsorgungsrohren geht es hier.

P.S.: Eine der größten Frauen, von denen Ihr mehrheitlich wahrscheinlich noch niemals gehört habt, ist gestorben: Dr. Erika Fuchs. Wer sie war, lest Ihr in meinem Nachruf. Eine Heilige.

260405

Mein gegenwärtiges Studium der Schriften H.P. Lovecrafts hat mich dazu gebracht, das Internet zur Abwechslung mal zu etwas Sinnvollem zu verwenden: Ich studiere die Entstehung der Welt! Nochmal, etwas lauter: DER WELT!!! Wußtet Ihr schon, daß unser Sonnensystem erst seit etwa 4,6 Milliarden Jahren existiert? Die ersten Landwirbeltiere machten sich vor etwa 370 Millionen Jahren mausig. Dazu gehörten u.a. Türsteher, Hooligans und das berüchtigte Quonsch. Saurier kamen um ca. 230 Millionen v. Chr. hinzu. ließen mehrheitlich die Wirbeltiere schön in Ruh´ und kauten an Urzeitfarnen. Zu jenem Zeitpunkt war unsere Welt noch ein einziger großer Kontinent, den die Fachleute "Pangäa" heißen. Das ist finnisch für "Riesenzumpen", soweit ich weiß. Gegen ca. 65 Millionen v. Chr. war es mit der Pracht der Saurier schon wieder vorbei. Dafür betraten die Säugetiere die Bühne. Die Ursäuger (dollybusteri quonsch) entwickelten sich schon bald zum Menschen, der als "homo erectus" etwa um 1,8 Millionen v. Chr. erste Werkzeuge herstellte. (Wofür, kann man sich mit etwas Fantasie selber vorstellen!) Der Erectus erigierte bis etwa 200.000 A.D. und wurde vom "homo sapiens sapiens" abgelöst, der auch die erste Währung erfand (Neandertaler). Im folgenden werde ich den "homo sapiens sapiens" als HSS bezeichnen. Oder eigentlich nicht, denn er ist nicht weiter wichtig. Um 15.000 v. Chr. zogen sich die Gletscher netterweise zurück, und die Eiszeit hatte ein Ende. Das europäische Mammut und das Wollnashorn starben aus. Waffen waren schon längst erfunden. Jetzt konnte der Ackerbau beginnen. Um 7000 v. Chr. wurden erste Dörfer gegründet, um 5000 die erste Schrift erfunden. Durch ungehemmte Vermehrung kam es zur Spaltung in viele Volksstämme. Griechen, Italiker, Slawen, Kelten usw. entstanden. (Wir schreiben ungefähr das Jahr 4500 v. Chr.! Es mögen auch ein, zwei Jahre mehr gewesen sein!) Um 1968 n. Chr. wurde ich geboren. So schnell geht das!

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Lovecraft erzählt ja sehr gerne von den "Elder Ones". Das waren so glubschige Riesenmolluskeln mit Beinen, Flügeln und Glibber, die eine ehrfurchtgebietende Zivilisation errichteten, lange bevor der Mensch seinen Siegeszug antrat. Zwischendurch gab es mal mächtig Ärger mit Oktopoden, die aus dem Weltall kamen. Und auch die für niedere Dienste gezüchteten Schokothoten (oder so ähnlich) wurden aufmüpfig und zettelten Palastrevolten an. Der Mensch des 20. Jahrhunderts erlebt diese alten Mythen bei Lovecraft immer als "unsagbar unaussprechliches Grauen von jenseits der Zeit, wie Schreckensgemälde von Ashton-Smith zeigten, die der verrückte Araber Alhazred in seinem vermaledeiten Necronomicon nicht zu beschreiben wagte, da die Trabanten der legendären Ebenen von Leng als Erben des Cthulhu-Gezüchts feige wie Otter waren" oder so. Die Vorstellung einer weltallstämmigen Rasse, die sich in der Ursuppe unseres Planeten eingerichtet hat, ist so unziemlich nicht, Was wissen wir denn wirklich von den Kindertagen unseres Planeten? Irgendwie so Affen, welche aus Fischen und niederem Gewürm, Evolution, weil Charles Darwin hat das ja gesagt! Können wir nicht die Züchtung einer hochzivilisierten Rasse von Sternenmollusken sein? Die den FC Bayern gar nicht gekannt hat, wie sich das auch gehört? Ich stelle mir ja immer vor, was wohl passiert wäre, wenn Mike Hammer auf diese Mollusken gestoßen wäre. Der hätte vermutlich Evolution Evolution sein lassen und kurzen Prozeß mit ihnen gemacht. `"Scheiß-Mollusken!" grunzte Hammer und zog den Abzug durch. "Das sind verdammte Kommunisten!"´ Oder so. Die Menschheit hätte sich anders entwickelt, wäre Mike Hammer bereits im Präkambrium auf der Bildfläche erschienen! Aber es ist ja nicht passiert, und so dürfen wir in den blumigen, krumigen Schriften Lovecrafts lesen und staunen...

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Das Wochenende war sehr erbaulich und schenkte mir erneut schöne Stunden mit meinem Goldschatz! Tatsächlich ist es nicht lange her, daß wir an der Tanke angesprochen wurden, wir seien doch bestimmt frisch verliebt. "Seit zwoeinhalb Jahren!" antworteten wir wahrheitsgemäß. Unser Turteln überdauert die Jahrhunderte, ähnlich wie die Mythen der Mollusken. Das ist schön und trostspendend, wenn die Nervkobolde an die Türe klopfen. Und die klopfen ja immer! Dummheit und Stillosigkeit feiern Urständ, und das vorsätzlich! Gestern gab es den 12-stündigen Schauprozeß von Michael Jackson, will sagen: Joschka Fischer, und die Medien hatten einen "field day", wie der Engländer sagt. Meine Mutter rief mich schon früh an und zeigte sich entsetzt darüber, daß so jemand unser Außenminister sei. Tatsächlich hatte Joschka gegen Mittag einen ausgesprochenen Hänger und zeigte Nerven. Danach fiel er wieder in seine angestammte Arroganz zurück und gab den Inquisitoren Kontra. Egal, wie man die Leistung unseres ehemals beliebtesten Politikers in dieser Sternstunde der Mastercard-Affäre betrachtet - mir fiel nur die Kinnlade herunter angesichts der zutiefst präpubertären, ich möchte sogar sagen: präkambrischen Affigkeit der ganzen Veranstaltung. Das war wirklich unterste Schublade, und unaufrichtig bis ins Eigelb. Auch spannend war´s, oh ja, wie eine lange Folge von "Matlock", den gaffenden Augen der nach Wahrheit gierenden Massen dargeboten. Geredet wurde eine Menge von Wahrheit, doch in erster Linie ging es bei diesem Medienspektakel darum, Wahlkampf zu betreiben. Wie auch anders... Jede Geste, jedes Mienenspiel ging direkt über den Äther, und obwohl Fischer als Zeuge geladen war, war er natürlich der Angeklagte. Ist er wirklich der Chefzuhälter, den diverse Trittbrettfahrer aus ihm machen wollen? Ein hochprofessioneller Machtpolitiker, keine Frage, keine Widerworte. Die Grünen hätten schön in der Opposition bleiben sollen. Die Macht verändert den Menschen. Da wachsen neue Verantwortlichkeiten, neue Interessen, und das Pleistozän überleben nur die Härtesten... Fischer überdauerte die ganze Sitzung sehr gelassen. Seine Freunde feierten ihn als strahlenden Sieger, seine Feinde taten das genaue Gegenteil - wie immer. Gähn, gähn. Gewinner waren einzig und allein die Medien, die dieses Zerrbild von Wahrheitsfindung aufgrund ihrer unerträglichen Quotennuttenhaftigkeit präsentiert haben. Ich persönlich meine, daß Fischer dieses Spektakel nicht lange überdauern wird, denn ihm gehört jetzt die Assoziation mit dem trotzigen Prügelknaben auf der Anklagebank, der sich trotz arroganter Renitenz willig dem Kreuzfeuer der Profikarrieristen gestellt hat. Der sich mit Häme und Gehässigkeit hat überhäufen lassen und dies hinterher als Sieg für die demokratische Gesinnung gefeiert hat. Er ist alt geworden, der Fischer. Bald wird er gehen. Er war sehr Profi, das ist alles, was man dazu sagen kann. Das waren seine teilweise sehr ekligen Angreifer auch. Pack schlägt sich, Pack verträgt sich.

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Am Wochenende haben ich und meine Frau einen Tierfilm gesehen. Darin räkelte sich ein Löwenmann wohlig und feist in der prallen Sonne, Bauch nach oben, die Beine von sich gestreckt. Die Kommentatorin äußerte dazu die unsterblichen Worte: "Der Löwe ist ein Meister der Entspannung." Und damit verabschiede ich mich für heute!

P.P.S.: Einen sehr tief empfundenen Nachruf findet Ihr hier.

190405

Endlich hat das Warten ein Ende! Ich bin überglücklich über die Wahl - Papst zu sein, habe ich mir schon lange gewünscht. Als das Fax durchkam, bin ich sofort rauf zu Robert + Bettina und habe von der tollen Neuigkeit erzählt: "Ey, wißt Ihr was? Ich bin jetzt Papst! Da kuckt Ihr, was?" Ich finde es gut, daß endlich auch mal wieder ein Deutscher Papst geworden ist. Sehr schön hätte ich auch den Ghanesen (Ghanäer?) gefunden, weil der so nett kuckt und so schwarz ist. Das hätte mal ein Papst des Wandels werden können, ein echter Wandelpapst... Ein Windelpapst hätte es auch werden können, aber so alt bin ich ja nicht. Und schön, daß es einen Deutschen getroffen hat, und nicht etwa einen Bayern. Wenn ich meinen Thron besteige, werde ich mich artig bedanken und verkünden, daß ich das in mich gesetzte Vertrauen zu rechtfertigen gedenke. Auch werde ich leger mit meinem Programm wedeln, denn ein ordentliches Programm gehört sich schon für einen Papst. Wie das aussehen wird, weiß ich noch nicht genau. Ich habe ja nicht ernsthaft damit gerechnet, daß ich gewählt werde! Daß ich eine Lobby besitze! Zuerst einmal muß man natürlich den Quatsch mit dem Zölibat abschaffen. Das ist nicht mehr zeitgemäß, und wenn die Mönche zuviel Weihwasser im Füller haben, dann wissen sie häufig nicht, was sie tun, wie das schon in der Bibel steht. Mit Sicherheit würde ich einem unverkrampfteren Umgang mit der Kultur das Wort reden. Es gäbe zum Beispiel einen Papisten-Videoring, in dem nur vom Vatikan gebenedeite Werke vertrieben werden, und wer dem Club beitreten will, muß einen kleinen Test bestehen, um zu belegen, daß er sie auch alle gesehen hat. Da ich in Schabernack wie vernarrt bin, kämen da auch so Sachen rein wie Bunuels VIRIDIANA, DAS LEBEN DES BRIAN und DER MÖNCH UND DIE FRAUEN mit Franco Nero. DIE TEUFEL von Ken Russell wäre mir etwas zu provo. Mal keine schlafenden Hunde wecken! Einmal Inquisition reicht wirklich... Vielleicht sollte man die Sache mit dem Verteufeln und Verbieten generell sein lassen und stattdessen integrative Überzeugungsarbeit leisten. Mit Wochenendkursen wie "Missionieren kann Freude bereiten" oder "Kreuzzug light - Mit dem Papamobil durch die ganze Welt" läßt sich auch die grimmigste Religion mondgerecht aufbereiten. Verzeihung, es muß natürlich "wundgerecht" heißen. Schon wieder falsch: "mundgerecht". Mal sehen, die Zeit wird´s zeigen. In jedem Fall habe ich mir vorgenommen, fest auf dem Boden der Tatsachen zu stehen, ein ganz normaler Typ zu bleiben, nicht abzuheben. Ein Papst zum Anfassen, sozusagen. Besonders untenrum. Haha, ein Papstscherz, April, April!

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Jetzt mal Themenwechsel: Ich habe heute wieder etwas Neues über die Praxisgebühren gelernt. Am 27. des letzten Monats mußte ich zum Hausarzt. Dieser gab mir eine Überweisung zum Hautarzt, um ein Wehwehchen zu behandeln. Die zwei letzten Tage des Quartals konnte ich aber nicht hin. Deshalb sah mich mitnichten der März, wohl aber der April zum Hautarzt gehen. Ich bezahlte brav meine zehn Euro, wartete zwoeinhalb Stunden im eigenen Saft und zeigte mein Wehwehchen. So weit, so gut. Nun mußte ich zwei Tage später erneut zum Hausarzt, der mich einem Spezialisten überstellte. Wie sich aber herausstellte, will es das merkwürdige System der Praxisgebühren, daß man sich Überweisungen generell nur von dem Arzt holen darf, bei dem man die Praxisgebühren bezahlt hat. Was soll das? Ich bin ja ohnehin bereits irritiert davon, daß man nicht einfach einmal im Quartal seinen Blutzoll berappt und dann drei Monate Ruhe hat, sondern sich mit seinen Krankheiten an einen festgelegten Zeitplan zu halten hat. Wer am 28. Juni einen Unfall hat, tut den Griff ins Klo! Das will mir nicht sinnvoll erscheinen. Daß es nun aber auch noch so ist, daß ich - so das Schicksal mir in den nächsten drei Monaten ein Fährnis in den Weg legt, was schon mal passieren kann - nicht etwa zu meinem heißgeliebten Hausarzt laufen darf, um mich angemessen beraten zu lassen, sondern zum Hautarzt, den ich jetzt einmal in meinem Leben gesehen habe und bei dem ich ellenlange warten mußte - das ist vorsätzliche Menschenverachtung! Und doof! Obendrein! Heute bin ich zum Hausarzt gegangen, habe mir von der Sprechstundenhilfe einen Rüffel abgeholt, bin im strömenden Regen zum Hautarzt geeilt, habe mir eine Überweisung zum Hausarzt abgeholt, zurück zum Hausarzt, der mir erklärte, daß er seine Dienstleistung sonst nicht verbuchen kann, sprich: keine Kohle bekommt. Nur nicht krank werden!

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Und jetzt noch zwei überraschende Auszüge eines Pizzeriaprospektes:

Spezialnazi

Salatnazi

"Es ist halt nicht jeder ein abgehärteter Bimbo!" (Geisterjäger John Sinclair, "Der Ripper kehrt zurück")

180405

Die neue "Fantomas"-Platte, "Suspended Animation", kann man zum Beispiel so beschreiben: Schweinchen Dick nimmt zum ersten Mal in seinem Leben Speed und halluziniert, es werde von zwei von Kopf bis Fuß tätowierten Kirmesrockern im Zeitraffer mit Vorschlaghämmern zerlegt. Als der Rausch verfliegt, stellt es fest, daß es sich eigentlich in einer Denkblase befindet, die über dem Haupt von Bugs Bunny schwebt, der sich gerade von Elmer Fudd mit halber Geschwindigkeit anal penetrieren läßt, und zwar in einem alten Kino, das nur noch Douglas-Sirk-Melodramen zeigt und deshalb ständig am Rande des Bankrotts dahintattert, aber es immer gerade noch mal so schafft. Die beste "Fantomas"-Platte bisher! Keine leichte Kost, aber - never a dull moment...

160405

Kommen wir nun zum Geschäftlichen: Der Club war super und führte die darbenden Massen mit einem deutsch-türkischen Werk zusammen, das DES SATANS HEISSE, KESSE ODER FIESE TOCHTER hieß. (Den genauen Titel habe ich bereits vergessen, aber der Regisseur hieß Harry Reisch!) Die Moritat über ein gefallenes Mädchen, das es ins lüsterne Istanbul verschlägt, verschlug so manchem die Sprache. Es wurde aber fröhlich gelacht, und ungläubige Augen dankten dem Komitee das Hervorkramen dieses eigenwilligen Gassenhauers. Bud Spencer und Terence Hill prügelten sich dann noch durch den wilden Westen, aber da ich dem Treiben des munteren Duos gerade erst beigewohnt hatte, ging ich nach Hause, um zu meditieren. Schalke 05 verspielte heute vermutlich die letzten Chancen auf die Meisterschaft, doch die Stimmung der Schlachterbummler, die man auf den Straßen antraf, war mitnichten fatalistisch. Eher herrschte aufgekratzte Plauderlust vor. Mit dem Abschneiden Schalkes und Werders bin ich schon jetzt ausgesprochen zufrieden, zumal ich zu Beginn der Saison nicht im Traum mit den sich nun abzeichnenden Ergebnissen gerechnet hätte. Daß mehr dringewesen wäre, ist wohl richtig, aber geht uns das nicht allen so? *Tusch* Wer es übrigens nicht glauben will, daß Forscher neuentdeckte Schwammkugelkäfer nach Bush und Rumsfeld benannt haben, kann sich hier von der Richtigkeit meiner Aussage überzeugen. Nach dem Fußballfiasko verzog ich mich nach oberhalb, wo Wärme und Katzen hausen. Dort versuchten wir etwa 30 Minuten lang, der neuesten sich unter Humorvorwand verbergenden  und schon bald langweilenden Instant-Provokation namens "Die 100 nervigsten Irgendwasse" auf Pro 7 Herr zu werden, doch selbst Gunter Gabriels gute Kommentare und Simons immer willkommenes Auftauchen vermochten unsere Herzen nicht zu erwärmen. Wir warfen den japanischen Geisterfilm JU-ON: THE GRUDGE 2 ein, der für zumindest ordentliche Resonanz und einiges Hosenflattern sorgte. Mittlerweile habe ich mich doch dazu entschlossen, mir das Remake im Kino anzuschauen, denn nun haben mir schon einige dazu geraten. Nakatas Remake von RING 2 soll hingegen ziemlich in die Hose gegangen sein. Schade eigentlich. Nach der asiatischen Pracht warfen wir noch den grenzdebilen US-Serienmörder-Trasher WHITMANS RÜCKKEHR hinterher, bei dem die Meinung der Beisitzer gespalten war: Während die männliche Hälfte des Publikums sich ob der dargebotenen Absurditäten und miesen Darstellerleistungen gepflegt abrollte, moserte die Frau im Hause über das Dummgeschwätze und die ekelhafte platinblonde Vögelschnepfe, die wie eine noch häßlichere Version von Meg Ryan ausschaute, wie unglaublich dies auch erscheinen mag. Ansonsten wanzen sich die Neuigkeiten aus aller Welt nicht gerade an. Der Papst ist tot - hattemaschon. Michael Jackson wird der Pädophilie beschuldigt - hattemaschon. Was gibt´s noch? Irgendjemand hat den Penis von irgendjemandem in einer Ketchupflasche entdeckt - hattemanochnich, ist aber abgeschmackt und degoutant. Außerdem banal, der fatale Aal. Heute nacht träumte mir, mein Oheim schenkte mir einen 170-Euro-Schein. Ich versuchte, den Schein bei der örtlichen Sparkasse einzulösen, doch ein blonder Schreibtischfifi beschied mir, die Note sei so etwas wie die "Blaue Mauritius" und ein Vermögen wert. Ich trullerte zum Kassenschalter, doch nach langem Schlangestehen bekam ich zu hören, die Kasse sei geschlossen. Eiserne Jalousien senkten sich, mein wertvoller Schein wurde einbehalten. Ich fühlte mich verarscht und erwachte. Warum muß immer ich so etwas träumen? Andere Leute haben gesunde Alpträume - sie schlafen mit Britney Spears, versinken im Treibsand des Teufelsmoors oder sind verantwortlich für das Haushaltsdefizit unseres Landes. Ich träume immer nur so einen abseitigen Hokomoko. Das ist doch nicht fair. Fairer hingegen ist die gnadenlose Packung an guten DVDs, die ein nicht genanntes Label derzeit auf unsere Schöße entlädt. Da gibt es eine Box mit allen Sollima-Western, die zur weitgehend unbesungenen Creme des Italowesterngenres gehören - große Kunst in höchster Vollendung, und das in vorbildlicher Gewandung mit zahlreichen Extras. Besagtes Label hat auch den megararen Western BLINDMAN und den nicht minder vergessenen DJANGO - UNBARMHERZIG WIE DIE SONNE wiederveröffentlicht und krönte das dann mit einem vorbildlichen und erstmals ungeschnittenen Release von Margheritis Gothic-Horror SCHLOSS DES GRAUENS - für einen Monat reicht das! Da wird der Koch zum Chefkoch... Ansonsten wird gerade der neue Artikel für die "Splatting Image" vorbereitet, in dem u.a. ein Film besprochen wird, in dem ein schwarzer Mann mit einem meterlangen Voodoo-Würgepimmel seine Opfer schlägt. Der sieht dann ungefähr so aus:

Soul Vengeance

Danach setzt es voraussichtlich wieder einen Artikel über trashige Horrorfilme der 40er und 50er, u.a. das Juwel DIE SCHRECKENSKAMMER DES DOKTOR THOSTI. Musikalisch delektiere ich mich derzeit an der neuesten Veröffentlichung von Mike Pattons Formation Fantomas, die als japanischer Kalender getarnt daherkommt und ein Gewitter entläßt, das sich wie eine Easy-Listening-Variante von John Zorns Naked-City-Projekt ausnimmt - hochgradig unterhaltsam und spannend! Die letzte Fantomas-CD "Deliria Cordia" bestach durch sehr schön-schreckliche Kunstbilder von Operationen, war aber musikalisch hartes Brot. Die neue ist was für den Gabentisch und bringt den Bregen auf Halbmast in Windeseile - guter Stoff, wie Mike aus Groningen sagen würde. Meine eigene Elvis-Formation probt jetzt übrigens seit ca. anderthalb Monaten in einem Keller, der in einem Heim für psychisch Gestörte untergebracht ist. Wir geben unser gewaltiges Bestes und haben schon einige Lobeshymnen eingeheimst, die uns aber noch keinen neuen Drummer beschert haben. Bei der letzten Lagebesprechung hieß es, der Schlagzeuger müsse "grooven", d.h., Big-Band-Rhythmen ebenso drauf haben wie Metalgehämmere. Ich werde eine entsprechende Seite noch einmal ins Netz stellen und um Interessenten werben. Unsere Version von "My Guitar Wants To Kill Yo Mama" rockt definitiv nur mit geeignetem Schlagwerk! Ansonsten habe ich mit meiner geliebten Frau ein Wochenende in Bremen verbracht. Während meine ebenfalls geliebten Eltern uns den roten Teppich ausrollten (Danke an die wunderbarsten Eltern der Welt!), versuchte die Hansestadt Bremen nach besten Kräften, uns den Aufenthalt zu vermiesen: Es pißte und hagelte nach Leibeskräften. Trotzdem nahmen wir die Innenstadt mit. Wir durchmaßen den St.-Petri-Dom mit all seinen Schönheiten. Wir beglotzten die Leichen im Bleikeller und wunderten uns über die Natur ihrer Präservation. Wir suchten den berühmten "Spuckstein" der Giftmörderin Geesche Gottfried und wunderten uns, daß dieser einer neuzeitlichen Erneuerung unterlegen ward, die nur Gipsköpfen unter den Honoratioren hat einfallen können. (Fluch sei Euch!) Wir tollten um den Roland auf dem Marktplatz, belugten die finsteren Gargoyles am Rathaus, neckten die Bremer Stadtmusikanten und triezten die Bronzeschweine am Eingang der Sögestraße, die irgendein Ruhrpottasi mit einem Aufkleber der "Bochum Ultras" entweiht hat. (Fluch sei Deiner!) Meine Heimatstadt war immer noch toll, und wir saßen in einem Schnoor-Café und schlemmten Koffein von Meisterhand, während der Niesel draußen herniederknisterte. Auch nach vier Jahren Diaspora im Ruhrpott bin und bleibe ich ein Nordgestein, fühle mich wohl im Walmen des Watt, suche mein Heil im Marschgegrün. Es gibt nichts Schöneres als diesen ganzen Müll, den ich früher nicht richtig zu schätzen wußte. Er war alltags da, doch er erfüllte mich. Ich war da zuhaus, und ich bin da zuhaus. Die Geographie ist machtlos gegen das weserwütige Drängen der Eingeweide. Hier ein erstes Vermächtnis.

140405

Am Samstag kommt es erneut zu einer Zusammenkunft der geselligen Art im Schauburg-Kino von Gelsenkirchen. Auf dem Speiseplan des "Geheimnisvollen Filmclubs Buio Omega" steht diesmal "Satansbraten", kross angekokelt und abgeschmeckt von Köchen von Weltrang! Im Zentrum des Programms steht diesmal eines der besten Leinwandabenteuer des wohl berühmtesten italienischen Filmkomödiengespanns. Wer es ist, darf ich leider nicht verraten, aber der eine Mann ist sehr dick und der andere nicht. Enzo Barboni inszenierte einen Comedy-Western der Superlative, und da viel gehobelt wird, fallen auch wieder mächtig Späne! Um die brutalen Prügeleien etwas leichter verdaulich zu machen, wird der Film begleitet von einer singulär obskuren deutsch-türkischen Gemeinschaftsproduktion, in der es um Drogen, leichte Mädchen und moralische Werte geht. Um den "Film-Dienst" zu zitieren: "Der Film ist geeignet, christliche Grundanschauungen zu zersetzen." Wir verstehen uns? Samstag um 11 Uhr in der Schauburg...

080405

Oh, wie schnell die Zeit vergeht, wenn man sich gut amüsiert! Traditionell bin ich ja eher gelernter Beschwichtiger und Ausgleicher. Harmonie geht mir über alles. Über fast alles, wie ich in diesen Tagen erneut feststelle, denn was die Medien derzeit im Bannstrahl des Papsttodes für Unfug weitertragen, geht einfach nicht. Das geht ja nun mal gar nicht. Also, der Papst war bestimmt ein liebernetter Mann, mit dem gut Kirschen essen und Marlboro Light rauchen gewesen ist, aber der opportunistische Schmonzes, der momentan abgesondert wird, um dem Trend zum Massenmitgefühl Rechnung zu tragen, zeigt alle Merkmale einer kollektiven Lobotomie auf. Also, erst einmal: Auf Beerdigungen wird immer gelogen, daß sich die Balken biegen. Er oder sie war ein großzügiger, toleranter Mitmensch, der allen zum Wohle war. Niemals entfleuchte seinen oder ihren Lippen ein böses Wort, und Honigseim troff dort, wo der Hingeschiedene wandelte. Gemeinhin bin ich auch der Meinung, daß man den Mortuis nur Bonum nisien sollte - den Toten nur Gutes -, und Vergangenes vergangen lassen sein sollte. Wir alle sind nur Menschen. Niemand steht auf einem Haufen aus ersten Steinen, und was dergleichen Gemeinplätze mehr den Wegesrand säumen. Nur - der Papst war der Papst, Brüder und Schwestern! Was der Mann sagte, hatte mehr Gewicht, als das, was Metzgermeister Erwin Karsubke im weinseligen Halbdämmer vor sich hin zu säuseln pflegte. Wenn Erwin Karsubke sagte, daß Schwule böse Menschen sind, dann kratzte das praktisch niemanden. Wenn der Papst das sagt, dann glauben das Millionen von Erdenbürgern und behandeln solche Leute wie Otterngezücht, wie lieb und nett die auch immer sein mögen. Wenn der Metzger sagt, die Afrikaner sollen beim Poppen der Kondome entsagen, dann erstaunt höchstens das Interesse des Metzgers an poppenden Afrikanern. Wenn Fürstin Gloria sagt, daß Schwarze gerne schnackseln, dann sorgt das für wohlverdientes Gelächter. Wenn der Papst das sagt, sterben Zigtausende von Menschen! Das ist der kleine, aber feine Unterschied. Der Papst ist für mich mitschuldig am Sterben von zigtausenden von Menschen. Das ist nicht nichts. Das kriege ich in meinem ganzen Leben nicht hin, und wenn ich mich noch so anstrenge! Und wenn dann Millionen von Menschen, denen ich es einfach nicht abnehme, daß sie niemals außerehelich poppen, zusammenströmen und kollektiv ihren Tränenobulus entrichten, dann kommt mir das nicht polnisch, sondern spanisch vor. Daß die Medien - ob katholisch, evangelisch oder konsequent nihilistisch geprägt - zur Zwangspietät erstarren und ein Dauerfeuerwerk teilweise beschämend seichten Gefrömmels absondern, ist eklig. Es ist richtig widerwärtig. Da interessiert sich doch keine Sau für den dahingeschiedenen Herrn Wojtyla. Es geht einfach nur noch darum, ein marktträchtiges Ereignis fachgerecht auszuschlachten. Papstfans verbitten sich die Widerrede und fordern Respekt ein für den Mann aus Wadowice. Aber warum sollte man nur die positiven Seiten einer Person hochleben lassen? Wenn man AIDS ernstnimmt - und jeder, der ein Mitglied seines Bekanntenkreises an die Krankheit verloren hat, tut das! -, dann sind die negativen Seiten hier sehr folgenreich. Am Tode vieler Menschen keinen Anteil zu nehmen, ist nicht christlich, sondern krank. Die Folgen des eigenen Tuns zu ignorieren und das Siechtum vieler als Schicksal zu deklarieren, ist eine Frechheit. Unterm Strich kriege ich für mich nur heraus, daß ich den Herrn Wojtyla mit Sicherheit nicht verurteilen kann, wohl aber ablehnen. Ist mir doch egal, ob er ein relativ netter Vertreter seines Glaubens war! Wen interessiert das? Er war der "Papst der jungen Generation"? Einer jungen Generation, die sich vorschreiben läßt, mit wem sie körperliche Liebe erlebt, und die sich erzählen läßt, daß es besser sei, zu sterben, als Vorsorge zu treffen? Das ist vorsätzlicher Unfug, eine grobe Gefährdung von Menschenleben, nichts anderes. Die Leute glauben das, was sie glauben wollen, und das scheint unabhängig von Bildung oder Herkunft zu sein. Was ihnen nicht in den Kram paßt, wird ausgeblendet, und wenn es den Tod anderer Menschen zur Folge hat. Bei der Maischberger war neulich gerade eine frohgewordene Mutti zu sehen, die Abtreibung als Mord an Kindern im Mutterleib definierte. Von diesem Massenmord erzählte sie mit demselben "Hallo, ich bin ein glücklicher Christ"-Lächeln, das sie vermutlich drauf hat, wenn sie ihre Kaffeeklatschkumpanetten empfängt. Korrigiert mich, aber wenn man von Massenmord erzählt, muß man doch wenigstens wütend werden! Man muß zornig werden! Aber man darf nicht lächeln, oh nein, um das eigene Ich geläutert zu präsentieren - da ist ja wohl komplett Feierabend! Rainhard Fendrich war anwesend, und zum ersten Mal war mir der Mann komplett sympathisch, denn er gab der Frau beredt Breitseite. Der Mann von "Herzblatt" gegen die krankhaft gesunde Frau - Zweikampf der Giganten! Muß man sich als denkenden Menschen so herabwürdigen, um ein gläubiger Mensch zu sein? Ich unterschreibe moralisch die meisten Sachen, die bei der Bergpredigt geäußert wurden, aber die professionellen Vertreter Gottes auf Erden zeichnen sich entweder durch einen zu hohen Grad an Professionalität aus oder durch einen zu hohen Grad an offensichtlicher Verbohrtheit und Unaufrichtigkeit. Immerhin bekommt jetzt irgendein Kardinal mal Wind von mir, da ich mich ins Kondolenzbuch eingetragen habe, das die BILD-Zeitung allen Ernstes online präsentiert hat, um es mit großem Bohei einem kirchlichen Würdenträger zu überreichen. Da ich trotz der offensichtlichen Geschmacklosigkeit Bedenken hatte, religiöse und vermutlich wirklich trauernde Menschen zu verletzen, habe ich nur ein vermeintliches Christian-Morgenstern-Zitat geschickt: "Ein Licht erlischt/ Die Karten/ Werden neu gemischt." Ist durchgekommen. Immerhin etwas.

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Für Besucher des Filmtagebuches habe ich zur praktischeren Handhabung ein kleines Register erstellt. Findest Du hier...

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Ansonsten muß ich einen kurzen Kniefall vor dem Comedy-Fernsehen kundtun: Olli Dittrich hat mich mit seiner Sendung "Dittsche" jetzt wirklich erwischt. Als bademanteltragender Schlappenmann schlurft er in den Imbiß, um seine zwo oder drei Flaschen Bier einzuheimsen, die er regelmäßig übersprudeln läßt. Der Tresenmann darf sich dabei seine Pommesbudenlitaneien anhören, was er mit unbewegter Miene tut. Die anderen Beteiligten finde ich auch grandios. Beim ersten Mal dachte ich noch: Auhauerha, viel zu pointiert! Mittlerweile lausche ich nur noch und habe meinen Spaß dabei. Das tröstet einen über manches hinweg. Funktionieren tut es nur, weil es eben keine platte Diffamierung à la Raab ist, sondern eine gut beobachtete Schwachfug-Bestandsaufnahme menschlichen Strebens und Scheiterns, aber mit Herz! Der Dittsche ist im Grunde genommen nämlich richtig nett. Der erzählt eine Menge Kohl, hat nicht viel in der Birne, kommt aber doch immer wieder runter und nimmt sein Bier. Und macht weiter. Tag für Tag. Macht Spaß! Ist nett!

Dittsche

"Der Juhnke ist da irgendwie durchgerutscht, und das war doch auch´n Großer!"

030405

Tja, für einen ersten April war das diesmal etwas durchwachsen! Ich hatte es mir absichtlich verkniffen, einen der zahlreichen törichten Aprilscherze zu versuchen, mit denen man gemeinhin seine nähere Umgebung nervt. Die Strafe für solcherlei elegantes Verhalten folgte auf dem Fuße: Harald Juhnke verstarb. Während mir das Hinscheiden des Pontifex Maximus - abgesehen von seiner abstoßenden medialen Aufbereitung - weitgehend gleich war, dauerte mich das Ende von Juhnkes Leidensweg doch sehr. Wenn jemand sein Leben damit verbracht hat, einerseits Menschen Spaß zu machen und andererseits mit seinen eigenen Dämonen klarzukommen, bei alledem seinen Humor nicht zu verlieren und zumindest meistens gute Miene zum bösen Spiel zu machen, dann nötigt mir das Respekt ab. Abgesehen davon mochte ich ihn einfach gern. Da er die letzten Jahre sowieso als tragisches Schattenbild seiner selbst verbrachte und dement dahinvegetierte, war es aber wohl Gnade, die da wirkte. Bei Johannes Paul II fällt mir die Anteilnahme schwerer, da ich nun mal nicht katholisch bin und zudem mit seiner Politik nicht wirklich konform ging. Ihm böse Dinge oder feige Ironie nachzuschmeißen, fällt mir nicht ein - das wäre schnöde und häßlich -, aber ebenso wäre es auch schlicht unehrlich, Anteilnahme zu heucheln, wie sie derzeit von allüberall hereinströmt. Nachdem das Siechtum des Mannes von den Kameras minutiös verfolgt wurde (wenn auch zum Glück nicht hautnah), ist ihm jetzt Ruhe vergönnt. So sehe ich das. Mal sehen, wer den Posten als nächstes einnimmt. Mal sehen, ob ich morgen was Spaßiges hinbekomme.

Juhnke Köpenick

R.I.P.

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