FEBRUAR vs. MÄRZ:
ZWEIKAMPF DER GIGANTEN
NEWSTICKERARCHIV
270305
Spät, aber nicht zu spät:

FROHE OSTERN !!!
250305
Die Vernetzung währte nur kurzzeitig, da unmittelbar nach der
Wiedernetzmenschwerdung der Monitor seinen Geist aufgab, um nicht zu
sagen: durchbrezelte! Ich drosch meinen mulmichten Schädel an die
Wände, intonierte der Trompeten von Jericho Urgeschall. Der
Monitor blieb seine vertraglich zugesicherte Leistung schuldig und
schwieg. Das war unerfreulich fürwahr, da ich endlich Nacktfotos
von Sabine Christiansen zugesendet bekam, die aufgrund der
vorherrschenden Technikbeschwerden nur im Negativ zu bestaunen waren.
Vielleicht waren sie auch nur getürkt. Lustig waren sie allemal.
Am nächsten Tag pilgerte ich zum Fachhandel und handelte mir einen
Sonderpreis für einen leistungsstarken Supermonitor aus, und siehe
da - der internette Sinnestaumel erstrahlte im gewohnten Freudenfest
der humanistischen Eintracht! Endlich gab es die Bilder unseres
Bundeskanzlers - die ich mir tagtäglich hochlade - wieder in der
gewohnten Brillanz und Farbechte. Endlich sprudelte der Kelch des
Wissens wieder mit vollem Druck in meine hungernden Hirnhälften.
Hat es mir etwas gebracht? Nö - wenn die Sonne schweigt, schweigt
des Menschen Tatendrang. Mitnichten pflocht ich mich ins Weidekraut, um
den Flöten des Pan den Honigseim zu entlocken. Taubekränzt
lauerte das triste Unkraut, meine Knöchel zum Straucheln zu
bewegen. Weder Befreiung der Seele noch simpler Lustgenuß
lockten, und so saß ich auf meinem Po und harrte der Dinge, die
da kamen. Die kamen in Form eines neuen Proberaumes, in dem ich
demnächst meine Elvis-Versionen trällern werde, die
mittlerweile ergänzt werden von verschiedenen Zappa-Klassikern.
Der Proberaum ist untergebracht in einem Zentrum für psychische
Störungen, was ich eigentlich ganz drollig finde. Während
Zierat und bunter Flimmer durch Abwesenheit glänzen, sprechen
Zweckmäßigkeit und ein sauberes Klo eine beredte Sprache,
wenn es um die Qualität unserer zukünftigen Darbietungen
geht. Im Moment klampfen wir noch ohne Gesangsanlage, was zur Folge
hat, daß ich krähen muß wie ein waidwunder Kranich.
Die Ergebnisse lohnen aber das Schillersche Werk des Meisters, das in
diesem Fall den Umständen ebenso anzulasten ist wie der
Qualität der Musiker, welche ja beträchtlich. Ansonsten war
die letzte Woche eine Woche aus der Hölle und fuhr Kehricht an aus
den finstersten Tiefen des Alls. Streß mannigfaltigster Natur
ergoß sich über des Chronisten Nüstern und sorgte
für schweren Seegang, der nicht nur den Schiffsmäusen
beizeiten den Atem raubte. Paßt scho irgendwie.

160305
Juchhei, wieder im Netz bzw. an der Nadel! Letzten Mittwoch war es so
weit, daß Mutti Computer streikte und mir den Zugang zu den
Kostbarkeiten des Internetz barsch verwehrte. Wie sehr ich auch
hämmerte, bettelte und weinte, das Herz des Fortschritts
ließ sich nicht erweichen. Wie Treibholz im Strudel der Zeiten
kam ich mir vor und winselte um meine Bedeutsamkeit. Bin ich kein
Mensch? Doch, ich bin ein Mensch, und zwar einer ohne Internetzugang!
Solchermaßen gestählt gegen die Flammenpfeil´ und
Schleudern des wütenden Geschicks rief ich meinen Computerladen
an. Bei T-Online und Telekom hatte man mir nämlich bereits milde
anzüglich versichert, meine Leitung sei "frei und aktiv". Das
freute mich für sie, behob aber nicht das Problem des Tages. Der
Computerladen versicherte mir, mich bis Freitagabend
zurückzurufen. Ich wartete und wartete. Gegen 8 Uhr erlusch der
letzte Hoffnungsfunken. Ich ging zur Tankstelle und beschaffte mir
Atzung. (Das Haus zu verlassen, hatte ich mich nicht getraut, da
erfahrungsgemäß genau dann der wichtige Anruf kommt.
Telefone kennen ihre Pappenheimer.) Über´s Wochenende - das
war mir klar - würde rein gar nichts laufen. Also barg ich die
bereits erstellte TV-Woche am heftig drängenden Busen und
übte mich in Geduld. Am Montagmorgen klingelte ich an und frug,
wes Umstands der Anlaß meines Harrens war. Der Techniker
hätte einen Unfall gehabt und sei erst spät eingekehrt. Humm.
Ich stellte vorsichtig drängend klar, daß mir der Arsch auf
glühenden Kohlen garte und hoffte das Beste. Es wurde Nachmittag.
Es wurde Abend. Im Geiste wurde der Computerladen zu einem
Computerosamabinladen. Ich darbte derb. Am Dienstag hatte ich
tatsächlich Glück und bekam den Techniker zu sprechen,
welcher sich wenig beeindruckt zeigte, als ich ihm das ganze
Ausmaß meiner Leiden eröffnete. Er melde sich zurück.
Wartwartwart. Um 17 Uhr klöngelte ich an und heischte um
Aufmerksamkeit. Er säße gerade an meinem Gerät. Ob ich
zurückrufen solle? Nein, das würde er dann tun. Wartwartwart.
Um kurz vor 7 rief ich nochmal an und sprach nur den Chef, der mir
sagte, der Techniker habe vor einiger Zeit Feierabend gemacht. Ich
wurde zur britischen Königin und war "not amused". Der Chef
meinte, der Laden habe zur Zeit kein passendes Modem vor Ort. Am
nächsten Tag würde er aber sein eigenes von zu Hause
mitbringen. Ich gab mit gefährlich leiser Stimme zu bedenken, es
wäre vielleicht sinnvoll gewesen, mich kurz anzurufen, damit ich
um die Ecke hoppele, um mein eigenes Modem vorbeizubringen. Ja, das
wäre natürlich auch eine Möglichkeit gewesen, beschied
man mir. Ich schluf, und das schlecht. Am nächsten Mittag gab ich
erneut Laut. Man sagte mir, weder der Techniker noch der Chef seien im
Haus. Der Chef habe aber sein Modem zu Hause gelassen, da ich ja
angekündigt hätte, mein eigenes vorbeizubringen. Ab hier
stellten sich bei mir erstmals optische Störungen ein, solchen
vergleichbar, die ein schwerer Migräneanfall hervorruft. Ich boxte
diverse Einrichtungsgegenstände um und schwoll innerlich zu
Vollpotenz an. Sollte ich vorbeigehen und mannhaft meinen Standpunkt
vertreten, eine längere Haftstrafe riskierend? Oder sollte ich
einfach klein beigeben und um meinen Rechner winseln wie ein Weib, im
vollen Bewußtsein des Umstandes, daß die Jungs meinen
Rechner trotzdem nicht wieder auf Vordermann bringen würden? Ich
gab klein bei und winselte. Es stellte sich dann heraus, daß sich
das Kennwort meines Rechners irgendwie verstellt zu haben schien, ob
nun durch Gremlins oder eine umnachtete Handlung meinerseits. Dumm nur,
daß der Techniker mit meinen Kenndaten keinen Zugang erhielt,
wohl aber mit den Daten des Ladens. Humm. Hatte ich vielleicht
unterschiedliche Kennwörter? Hatte die Datenbank von T-Online Mist
gebaut? Ich stellte - nachdem ich mich wieder einigermaßen
abgeregt hatte - meine Wohnung auf den Kopf, stunden-fucking-lang.
Unter einem Stapel alter Petzi-Bücher fand ich dann einen zweiten
T-Online-Brief, in dem mir ein neues Kennwort mitgeteilt wurde. So
geschehen vor etwa 4 Jahren. Keine Ahnung, weswegen. Ich tippte das
Kennwort ein und kam ins Internet. Dann hämmerte ich meinen
Schädel ca. einhundertmal auf die Tischplatte. Zu dem Ärger,
den mir die ganze Sache eingebrockt hatte, kam nun auch noch die
Schande - ich hatte SELBER
SCHULD! Und was lernen wir daraus? Das Leben saugt manchmal
massiv. Der Computerladen ist trotzdem bei mir unten durch, denn die
drei Abende, an denen ich genervt auf Rückruf gewartet habe,
vergesse ich keine Sekunde. Die gute Meldung ist, daß ich jetzt
wieder im Internet bin! Die TV-Woche bringt jetzt natürlich nicht
mehr viel, aber ich habe sie trotzdem hochgejagt - vielleicht sorgt sie
ja für das eine oder andere Schmunzeln...
*
Was ist sonst zu vermelden? In der Zwischenzeit ist die neue "Splatting Image" vom Stapel
gelaufen und enthält einen zweiten Artikel über Krautsleaze,
wobei ich Rolf Olsen und Jürgen Roland ebenso berücksichtigt
habe wie jenen großen Homosexuellen-Schocker von Veit SÜSS
Harlan, ANDERS ALS DU UND ICH... Was ich für den nächsten
Artikel anstrebe, weiß ich noch nicht. Entweder geht der Zuschlag
an Ingmar Bergman oder an den kräftigen schwarzen Mann, der seinen
Pimmel unter Zuhilfenahme von Voodoo auf Metergröße
anschwellen läßt und damit Leute erwürgt.
Außerdem liebäugele ich mit jenem italienischen Meisterwerk
BLUTRAUSCH, in dem Franco Nero und Telly Savalas auf der Flucht vor der
Polente sind, Kinder erschießen und sich von Rainer Brandt
unglaublich geschmacklose Sprüche in den Mund legen lassen... In
ein paar Tagen setzt es den nächsten "Geheimnisvollen Filmclub",
der in Ermangelung eines echten Geburtstages (der ja für das
Nero/Castellari-Event gebraucht wurde!) eine After-Gala
präsentieren wird, die sich gewaschen hat. Ob ich da als
leibhaftiger Schoko-Crossie auf die Bühne tapern werde (Neulich im
Klärwerk!) oder lediglich analfixierte Galanterien von mir geben
werde, weiß ich noch nicht, aber ich bin ja jetzt wieder im
Internet, also wird das schon werden... Ein Plattentip: Die neue LP von
Jello Biafra rotiert
auf meinem Plattenteller, als würde sie dafür bezahlt!
Zusammen mit anderen Lokalfavoriten von mir - den Melvins -
eingespielt, zeigt sie, daß der Mann zwar bald auf die
Fünfzig zugeht, aber er hat es noch immer! Von allen späteren
Alben, die ich gehört habe, erinnerte mich diese bizarrerweise am
meisten an die alten Kennedys, obwohl er mit den Jungs ja gerade einen
Rechtsstreit durchgefochten hat. Wer da Recht gehabt haben mag, kann
ich nicht beurteilen, aber die Anmut, mit der Jello (der mit seinem
richtigen Namen ja "Erich Fleischer" heißt!) sich durch Themen
wie den internationalen Terrorismus, Börsenbetrug am neuen Markt,
Sexkontrolle am Arbeitsplatz und ungewohnt persönliche Belange
orgelt, ist ebenso schön wie ermutigend. Der Mann ist ´ne
Wolke! Der Grand Prix
wird dieses Jahr auf einen deutschen Beischlaf hoffen dürfen, den
ich niemals erwartet hätte: Fürstin Gracia siegelt
fleißig drauflos. Mein persönlicher Favorit war eigentlich
Ellen ten Damme, die ich schon für ein eminent scharfes Gerät
halte, aber vielleicht war es doch der Lindenberg im Song, der sie
einschränkte. Trotzdem, schöner Nabel, wenngleich der
schönste Nabel auf Erden meiner geliebten Freundin
gehört - da können alle anderen Näbel gleich zu Hause
bleiben! Chancen eingeräumt hätte ich auch dem Souler Stefan
Soundso, der aber sehr grimassierte und deswegen seinen Sympathie bei
mir einbüßte. So richtig lustige Peinlichkeiten kamen
diesmal leider nicht zum Zuge, und weder Wolf Maahn (bei seinem
hundertsten Versuch) noch die Jacob-Sisters feat. Daisy waren zu
hören und vor allem zu sehen. Das enttäuschte mich schon
etwas, aber mit meinen Kuck-Genossen machte ich mir den Abend noch
schön mit Weißwein und Cozzis ASTARON - BRUT DES SCHRECKENS.
Mit Cora habe ich neulich alle vier Teile des gerade bei uns auf DVD
erschienenen DER SEEWOLF gekuckt, und ich war bei diesem letztmals in
Kindertagen geschauten Film einfach nur baff, was für tolle
Fernsehfilme bei uns mal entstanden sind. Vielleicht schreibe ich da
demnächst etwas Ausführlicheres bei den Filmforen, mal guggn,
näch...

Wolf Larsen - der einzige und
echte Seewolf!
280205
Gerade beim DVD-Kucken Ailton neben mir gehabt! Ich habe gerade das
Cover von PLAN 9 FROM OUTER SPACE in der Hand, fixiere Bela Lugosi,
schaue neben mich und erblicke den Kugelblitz nebst Kind - schon ein
putziges Gefühl. Ich habe meinen Drang, ihm freundliche Worte zu
sagen, aber mannhaft unterdrückt und blätterte stattdessen
cool weiter. Wenn man jemandes Fan ist, soll man ihn dadurch ehren,
daß man ihm seine Privatsphäre läßt. Gefeiert
werden die Leute schon genug. Vor dem Saturn-Markt sammelten sich
bereits einige türkische Kiddies, als ich rauskam: "He, bezahlt er
schon?" - "Ja, an der Kasse, gleich kommt er..." Prominent sein ist
nicht leicht. Ein Trost unter vielen.
240205
Für originelle Exzentriker habe ich immer einen warmen Platz im
Herzen gehabt. Sich abseits vom großen Getümmel das kleine
Glück im Schatten der Ulme errichten - ein hehrer und nobler Plan!
Ein Freund hat mir gerade bei einem Treffen von einem Mann berichtet,
den man mit Fug und Recht als Vollblutexzentriker bezeichnen kann: In
Neuseeland ist dieser Herr auf die Idee gekommen, einen
herkömmlichen Barhocker mit einem Motor auszustatten. Ob sich das
um einen lang gehegten Wunsch gehandelt hat oder nicht, er muß
wohl in seiner Garage emsig daran gebastelt haben. Mit diesem
motorisierten Barhocker fuhr er dann mit etwa 80 Sachen quer durch die
Kleinstadt, in der er lebte. Seine Nachbarn werden nicht schlecht
gestaunt haben, zumal er sich für diesen Gag nackt ausgezogen
hatte. Außerdem schaffte er es irgendwie, sich eine aufgerollte
Zeitung in den Po zu schieben und diese dann auch noch anzuzünden!
Ich werde das Bild von diesem Wahnsinnigen noch einige Tage vor meinem
geistigen Auge haben. Der hat aber mal mächtig Vollgas gegeben.
Geschehen am 16. Februar im Jahre des Herrn 2003. Wollte ich mit Euch
teilen. Auf Wiedersehen.
210205
Bin immer noch platt, aber hier ist
schon mal mein kleines bebildertes Fazit vom großen Omega-Event!

180205

Nummer Eins ist am Start... Wenn Ihr morgen kommen wollt, fahrt
zeitig, denn heute ist massig Schnee gefallen!
080205
So, nun haben
wir also fast wieder Aschermittwoch... Die Narren sind diesmal
praktisch spurlos an mir vorübergegangen, wenn man mal von jenem
kurzen Aufflackern deutscher Fröhlichkeit absieht, als im
Nachbarhaus ein vielstimmiger Männerchor "Life Is Life"
trällerte. (Von Opus, nicht von Laibach!) Daß ich mich so
lange nicht gemeldet habe, liegt zum Teil an gesundheitlichen
Einschränkungen, zum Teil am Gesetz der Folge. Wenn man sich
nämlich einmal dazu durchgerungen hat, vom Verfassen eines
Tickertextes Abstand zu nehmen und stattdessen - sagemermal - ein
leckeres Schokoladeneis zu mampfen, fällt es am darauffolgenden
Tag noch schwerer, den inneren Schweinehund (und das Schokoladeneis) zu
überwinden. Beim Fußball ist das ähnlich: Hat man erst
einmal ein Spiel verpfiffen,
befindet man sich auf der Bahn zum kriminellen Schlendrian, zum Verfall
der Sitten und generellem Morbus Schluntz. Die unentrinnbare Folge ist
die öffentliche Schassung, Übergriffe enttäuschter
Schiedsrichter-Groupies und ein Auftritt bei Kerner. Ich dachte,
daß der Peinlichkeits-Siedepunkt bereits mit Friedmans
legendärer Pressekonferenz erreicht worden wäre, aber der
Schamspatz flattert manchmal auf sachten Schwingen, wie im Falle der
öffentlichen Demontage des sogenannten "Skandal-Schiedsrichters"
H. Der Umstand, daß es sich bei diesem Erdenbürger um einen
Betrüger und eine ziemliche Null handelt, gehörte ja schon
zum Tagesgeschäft der Medien. Was den Jungspund nun dazu bewegte,
das Risiko eines Fernsehauftrittes in Kauf zu nehmen, bleibt sein
Geheimnis. Beim Einmarsch des Ex-Referees gab es ein paar
verschämte Buh-Rüflein und milden Applaus der Sorte "Auch
Höflichkeit kann töten". Dann setzte es ein
hochprofessionelles Blabla, bei dem Sensationen ("Wissen Sie, wer noch
Dreck am Stecken hat, hähä...") ebenso ausblieben wie ein
Gefühlsausbruch von seiten Hoyzers. Der junge Mann hatte sich im
Griff und gab den tumben Toren, der aus gutem Elternhaus stammt und dem
Lockruf des Goldes gefolgt ist, bis in den Abgrund. Mit geradem Gesicht
kassierte er die zu erwartenden Hiebe des Interviewers (die
selbstverständlich so vorgebracht wurden, als würde der
liebend gerne solche Fragen vermeiden) und quittierte selbst
Bezugnahmen auf seine Eltern und seine Freundin mit einer "Ich bin
schuld an allem, schlagt mich bitte"-Flappe. Ich bezweifele, daß
der junge Mann eine Ahnung hat von dem, was er angerichtet hat, noch
von dem, was auf ihn wartet. Der Sinn der Sendung für ihn
erschloß sich mir nicht. Der für Kerner liegt auf der Hand:
Wenn das nicht die einschaltquotenstärkste Sendung seiner Laufbahn
war, fresse ich einen Besen in Sirup! Der Fall an sich ist ziemlich
klar: Der junge Mann ist ein Betrüger und wird dementsprechend
abgeurteilt werden. Da ich nicht auf einem Hügel aus ersten
Steinen stehe, kann ich ihn nicht verurteilen. Das große
Entsetzen, das allenthalben herrscht, ist mir ein Mysterium und scheint
darauf hinzuweisen, daß alle Beteiligten den DFB für heilig
gehalten haben. Für diese Hybris wird nun natürlich besagter
Hoyzer in die Asche getreten. Da er eine richtige Nulpe ist, hat er
auch schnell noch ein paar Kollegen angeschwärzt. Ob an den
Vorwürfen was dran ist, weiß ich nicht, aber bei Jansen (der
derzeit links und rechts durch den Schmutz gezogen wird) frage ich mich
doch immer: Was, wenn er unschuldig ist? Soviel zu den unwichtigen
Themen. Kommen wir nun zu den wichtigen - meiner Gesundheit z.B.! Die gesamte letzte
Woche rieb ich mir meine Nase mit Nivea-Creme ein, mußte nach
spätestens einer Minute wieder putzen und rief "Aua". Etwa
vorgestern war ich mit der Seuche durch, doch dann zippte etwas in
meinem Nacken - ein eingeklemmter Nerv oder sowas. Herzlichen
Glückwunsch! Da sie an diesem Tag wahrlich einen Spezialkobold auf
mich angesetzt hatten, bleierte aus bislang unerfindlichen Gründen
mein Rechner ab und ließ mich nicht mehr ins Internet. Auch
funktionierten meine Spiele nicht mehr. Als Sahnehäubchen fiel mir
dann noch die CD-ROM des vortrefflichen Computerspiels "Mafia" in einen
Topf mit Grünkohl. ("Und wie war dein Tag, Schatz?") Aufgrund
seines Gesundheitszustandes wird Papst Johannes Paul übrigens
nicht zum großen Buio-Omega-Event
am übernächsten Samstag kommen. Auch Michael Jackson hat
leider abgesagt. Franco Nero und Enzo G. Castellari sind aber immer
noch begierig darauf, möglichst vielen Hallo zu sagen. Bislang
sind etwa 100 Reservierungen eingegangen, was wirklich sondernormen
ist. Sailor RIP (dessen Schätzungen für gewöhnlich eher
konservativ sind) geht von 400 Besuchern aus. Da wir 680
Sitzplätze im Kino haben (und Franco und Enzo notfalls mit einem
Tequila Sunrise auf die Bühne setzen können), sollte man sich
aber keine allzu großen Sorgen machen. Immerhin haben wir schon
Reservierungen aus Schottland und der Schweiz - das wird bestimmt
kostbar! (Bestimmt fährt mir bis dahin auch noch eine Dampfwalze
über die Füße...) Das gesamte Ereignis (feat.
aufregende Aktionen, die das Komitee mit den Stars vorhat) wird von mir
fotografisch festgehalten und an geeignetem Ort präsentiert
werden. So, ich hoffe, daß Herr Hoyzer nicht ins Gefängnis
muß, denn dort wird er bestimmt einen von Kopf bis Fuß
tätowierten Seemann namens Jürgen heiraten müssen. Ich
hoffe auch, daß mein eigener bescheidener Beitrag zum Wettskandal
(ohne mich wäre Bremen niemals Meister geworden!) niemals ans
Tageslicht kommt. Und ich hoffe schließlich, daß ich in den
nächsten Tagen wieder etwas häufiger dazu komme, mich hier zu
verewigen. Wohlsein, Over und Out! P.S.: Den verschmitzten Drachen oben
hat Cora gemalt.
Rettet die
Tiere...außer das hier:
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