I DISMEMBER NOVEMBER

 

NEWSTICKERARCHIV

281103
Eine Menge Kram wieder gelöscht. Stattdessen hier ein kleiner Einsprengsel aus der Geschichte: "Der psychopathische Herzog von Alba, der König Philipp von Spanien als Scharfrichter diente, kam während der Inquisition zu seinem Posten, weil er die Ketzer äußerst rationell vernichtete. (...) König Philipp erließ 1586 das logistisch anspruchsvollste Todesurteil aller Zeiten, als er verkündete, sämtliche Einwohner der Niederlande - etwa drei Millionen Menschen - seien Ketzer und müßten hingerichtet werden. Das war selbst für den Herzog von Alba eine harte Nuß, aber er machte gute Fortschritte und tötete allein in der Karwoche achthundert Menschen." (Karl Shaw, Das Lexikon der Geschmacklosigkeiten, Heyne-Verlag, verdammt lohnend, 2001)

221103

In deutlich angesäuseltem Zustand habe ich heute nacht ein Bewerbungsschreiben für diverse andere Verlage verfaßt. Das ist m.E. sehr ordentlich gelungen, wird aber erst morgen vom Stapel laufen, wenn mein Blick nicht mehr getrübt ist. An diesem Orte veröffentlichen möchte ich aber ein anderes Bewerbungsschreiben, mit dem ich mich bei einer bedeutenden Zeitschrift von deutlich liberaler Gesinnung anwanzen wollte. Der erste Versuch scheiterte kläglich, wurde von meinem zweiten aber an Dilettantismus noch übertrumpft. Dann brachen alle Dämme - ich schrob drauflos! (Die Schreibfehler habe ich alle dringelassen oder im Nachhinein hinzugefügt.

"Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,

mein Name ist Christian Keßler. Ich würde mich gerne Ihnen anbieten. Meine Arbeitskraft, und auch mich als starker Arbeiter. Ich bin bereit, mich zu verkaufen, aber es muß sich lohnen. Für einen kühnen Chef gehe ich durchs Feuer und beziehe Stellung. Während ich in normal des Heuchelns unkundig bin, würde ich meinem Chef andauernd Honig satt besorgen, daß er sich fühlt wie der Schönste im Lande. Er darf auch gerne ganz klein sein und häßlich - ich würde ihn trotzdem preisen und seinen Namen ins Land tragen. Ich habe zahlreiche Qualifikationen anzubieten, über die ich verfüge. Die haben alle mit meiner überragenden Intelligenz zu tun, die gemeinhin anerkannt ist unter den Genies ihrer Generation. Hochgeistige Qualitäten verbinde ich mit Leichtigkeit mit körperlichem Elan und hoher Potenz. Außerdem rieche ich gut und strebe ständig nach Harmonie in meiner Umgebung. Das kann gut für das Arbeitsklima sein, das kann ich Ihnen aber sagen! Auch dulde ich Frauen über mir, da kenne ich nichts! Tatsächlich bin ich schon einmal unter einer Betriebsleiterin gewesen, die ich unterstützt habe, obwohl sie mir mit ihrer ruppigen Art sehr zuwiderlief. Im Dienste des Arbeitsverhältnisses habe ich meinen Stolz geschluckt und gemacht, was mir aufgetragen wurde. Darin bin ich sehr gut.

Ich bin grundsätzlich schlau, aber meine Originalität fügt sich mühelos ein in mein Umfeld, also das, was sich mir darbietet. Da bin ich wie das Chamäleon. Ich habe das schon häufig bewiesen. Wissen Sie eigentlich, wer ich bin? Ich schreibe schon seit langen Jahren für eine Pastille, die sich mit dem unterschlagenen Kintopp befaßt. Da sind viele Gernegrößen wie ich dabei, und wir schreiben aus Lust und Laune. Mein nicht geringer Ruhm ergibt sich aus diesen Schreibereien, deren Kern und Zielpunkt immer das menschliche Erleben und der Kern des Herzens war, gefiltert durch das Primsa menschlichen Erlebens.

Neben meiner langjährigen Arbeit an der bereits erwähnten Druckschrift habe ich auch viele andere Sachen gemacht. So bin ich weit gereist, etwa nach Norwegen. Auch habe ich einen Piranha höchstselbst aus dem Amazonas gezogen, denn in Peru war ich auch schon. Da war auch ein sächsisches Ehepaar, das in unserer Safari Lodge übernachtet hat mit uns, das war zum Schießen, aber das interessiert Sie jetzt sicher nicht...

Ich bin überparteilich, aber nicht notwendig. Ich kann auch Interessen wahrnehmen, die mich nichts angehen. Dabei kenne ich keinen Stolz, denn meine Aufgabe geht mir über alles! Ich versuche immer, das Beste zu tun, nach meinen besten Kräften.

Bestimmt sind Sie an Politik interessiert! Nun, ich bin in dieser Hinsicht sehr vielgestalt und kann die eine wie die andere Sichtweise gut verstehen. Deshalb spreche ich gleich mehrere Sprachen! Das kann sehr wichtig sein, wenn man was verkaufen will, das können Sie mir ruhig glauben! In jedem Fall verfüge ich über Expertise, und nicht zu knapp. Ich habe schon Eisschränke an den Yeti verhökert, so könnte man sagen.

Ich wurde geboren am 8.8.68. Das macht mich jetzt 35, was zwar sehr alt ist, aber man ist niemals zu alt für Aufgaben, die einen fordern, oder? Ich werde allen Sätteln gerecht, wenn man mich nur läßt! Sie werden Ihr blaues Wunder erleben, wenn Sie mich erst einmal auf Ihre Tätigkeit loslassen! Ich arbeite Kreise um Sie herum, wie man im Amerikanischen so sagt. Ach: Fremdsprachen beherrsche ich natürlich auch zur Gänze. Zwar habe ich dann und wann Dialekt, aber das ist ja normal und ganz und gar volkstümlich. Das wird von anderen Ländern gern gesehen und gilt nicht als aufschneiderisch. Ich bin nicht zu alt für Sie!

Ich würde mich mit ganzer Karft in Ihre Firma einfügen, so, als wäre ich schon immer da gewesen. Sie werden nicht wissen, wann ich das letzte Mal nicht dagewesen bin, möchten mich aber auch nicht mehr vermissen. Ich werde unentbehrlich sein im Dienste Ihrer Firma. Ich werde mich aufopfern, denn, glauben Sie mir, ich weiß, was Disziplin heißt oder ist. Ich bin auf meine Tätigkeiten geeicht, auf Gedeih und Verderb, da können Sie mal schwer von ausgehen! Zwar gehen mir schon sehr viele Haare aus, und auch der Bauch ist gelegentlich zu dick, aber immer stelle ich souveräne Einsatzbereitschaft dar im Angesicht der Unfähigkeit, die uns alle umgibt! Das kann man dieser Tage gar nicht allzu hoch einschätzen, meinen Sie nicht?

Mit Informatik bin ich auf gutem Fuß. Ich bin jetzt schon einige Jahre mit einem Computer zusammen, und ich habe auch schon meine eigene Homepage gebastelt. Das war nicht leicht, weil ich ja gar keine Ahnung habe, aber geklappt hat es doch irgendwie.

in jedem Fall zehre ich von meinem hervorragenden Leumund. Ich bin bekannt in Stadt und Land, wie man so sagt. Das liegt nicht zuletzt an meiner hervorragenden Schreibe, von der Sie ja auch in Zukunft profitieren können! Ich wohne ja nur in der Provinz, aber von meiner Gesinnung her bin ich Weltbürger, da sollen Sie mal sehen! Als Anfangsgehalt nehme ich alles, solange ich nicht den Kaffee machen muß, das mußte ich nämlich schon beim "Spiegel". Das hat mich sehr gekränkt, denn ich möchte ja wertvolle Arbeit leisten und eine Millionenkundschaft erreichen! Ich möchte die Wahrheit erzählen, aber auch Werte vermitteln. Das ist mir sehr wichtig.

Kann ich auf Ihre Mithilfe zählen? Ich könnte morgen schon in Ihrer Stadt sein! Ich würde mir jederzeit eine kleine Wohnung sichern. Notfalls quartiere ich mich in Bumslokalen ein. Das ist ja auch irgendwie Roch´n´Roll, oder? Das ist gut für das Timbre, und das möchte ich demnächst auch in IHRER Zeitschruft erschallen lassen!

Sind Sie mein Mann? (bzw. meine Frau?)

Ich zähle auf Sie,

Ihr Christian Keßler."

Wir werden sehen, was daraus wird.

211103

Wie stellt man sich den Alltag eines weltweit geachteten Filmjournalisten vor? Ich weiß das selber nicht - ich kann ja nur von mir ausgehen! Und da sieht es momentan etwas trübe aus, denn ich werde und werde mein Buch über amerikanische Pornofilme nicht los! Ursprünglich hatte ich mal gedacht, das Thema würde sich verkaufen wie geschnitten Brot, aber nach einem Jahr Arbeit und nunmehr etwa 3 Jahren, in denen das Buch zwischen 3 semiprofessionellen Kleinverlagen gewechselt ist, habe ich nun endlich meine ersten beiden professionellen Absagen! Die erste war richtig cool: Nachdem der Verleger bezweifelt hatte, ob man dem Leser ein Buch über Sexfilme verkaufen könne, die nicht im Handel erhältlich seien (!), entschied er endlich, daß meine "persönliche" Art der Berichterstattung den Text endgültig unvermittelbar mache. ("...diese Pornos hat hier fast keiner gesehen - ich ja auch nicht, weil Sie nichts geschickt hatten." Ich hatte zugesagt, ihm Pornos zu schicken, da man sich ja sonst nichts darunter vorstellen kann...) Die Mail endete mit den Worten: "Ich bitte um Nachsicht für die Ablehnung, bevor Sie jetzt auf die ignoranten Verleger schimpfen - Verlag gründen, selber machen!" Das mag sogar aufmunternd gemeint gewesen sein, wirkt aber unter diesen Umständen nur wie eine Unfreundlichkeit. Nein, lieber Herr Verleger, an Ignoranz habe ich da nicht gedacht - eher wären mir andere Worte in den Sinn gekommen... Die zweite Offerte habe ich heute selber abgelehnt, da mir ein mäßig lukratives Angebot mit der Aussicht versüßt wurde, ich hätte sogar 5 Freiexemplare zu erwarten. Mein Hinweis darauf, daß ich allein für die Interviewpartner 10 zusätzliche Ausgaben aus meiner eigenen Tasche zu kaufen hätte (was selbst nach Abzug des Autorenrabatts auf zusätzliche 500 Mark inklusive Versandgebühren für die Bücher in die Staaten hinausgelaufen wäre!), ließ den Ansprechpartner kalt. Tja, war nix! Ich werde mein Glück jetzt noch bei einigen weiteren Verlagen versuchen, die mir sinnvoll erscheinen. Wenn´s damit nichts wird, schmeiße ich das Buch in den Müll! In jedem Fall bleibt das meine letzte filmjournalistische Arbeit in Buchform, da mir der Ärger mit der Herstellung, die völlig unangemessene Entlohnung, das Sichherumschlagen mit respektlosen Abzockern und das folgende Gemoser von Leuten, die einen noch ausführlicheren Index haben wollen und mir Fehler zuschustern, die ich nicht einmal selbst hineingebastelt habe - da mir dieser ganze Bullshit jetzt bis hier steht! Ich habe für das "Wilde Auge" insgesamt etwas mehr als 2000 Mark verdient, die ich steuertechnisch abrechnen konnte, da die Herstellung allein schon teurer war. Für das Westernbuch werde ich nur wenig mehr verdienen, wenn sich der ganze Schmöker verkauft. Kein schlechter Erlös für zwomal ein Jahr Arbeit, gelle? Da macht jemand etwas falsch, würde ich mal sagen. Ich werde mal schauen, ob ich meine unentgeltliche Arbeit an "Splatting Image" überhaupt fortsetze, und inwieweit ich die Aktualisierungen an der Webpage in Zukunft noch werde vornehmen können. Wer mich so richtig scheiße findet, darf sich im Moment ein Loch in den Bauch freuen, denn ich schiebe richtig satt Panik! Ich hoffe, daß ich in den nächsten Tagen irgendetwas Angemessenes finde für Roß oder Reiter. Aber spaßige Sachen zu schreiben, habe ich im Augenblick nicht drauf. Ich komme mir bodenlos verladen vor. Wenn ich meinen Humor wiederfinde, schicke ich diesen Kanonen ein Digitalfoto von meinem nackten Arsch!

151103

Nach zwei Stunden gesunden Schlafes öffneten sich meine Augen und blickten in einen Morgen, dem Erquickung und Labsal zuteil worden waren durch mildtätige Träume, die meinen Seelenwüstenboden mal nicht durchpflügt hatten, sondern nur vorsichtig antatschten. Bei Leuten oder Träumen, die mich antatschen, bekomme ich immer sehr aggressive Gefühle und suche nach potentiellen Opfern. Zum Glück war heute "Buio Omega", und so schrob ich mich um etwa 9 Uhr Richtung Schauburg-Kino. Da ich ja (wie bereits erwähnt) nicht mehr rauche, reichten die 2 Stunden Schlaf vollkommen aus. Nein, im Ernst: Normalerweise hätte ich bei solch einer lamentablen Schlafdauer in den Segeln gehangen, aber diesmal hatte ich wirklich meinen Spaß. In den letzten Tagen haben meine Gesichtsschmerzen (nervenkrankheitsbedingt) stark nachgelassen. Wenn das so weitergeht, werde ich die fehlenden Fluppen genau null vermissen. Mit den Ansprachen war ich diesmal durchaus zufrieden. Bei der ersten hatte ich meinen normalerweise in meinem Bett pennenden Tiger neben mir liegen, und als ich gerade im Begriff stand, mich mit Würde vom Rednerpult zu trennen, blieb der Ständer am Tiger hängen, und als auf einmal Heinz Klett herbeisauste, um die Maläse zu lösen, war ein kleiner Fauxpas (=Fopah?) bereits getan und im Poesiealbum. Ohnehin hatte ich fast die gesamte Rede zum mexikanischen Präludium der Show in der Kniestellung durchgezogen, denn der Mikrokolben schrob sich zunehmend Richtung Boden, als ich meine ungelenken Worte an das diesmal in 80er-Zahl erschienene Publikum richtete. Ansonsten war die Ansage allererste Sahne, wenn ich das mal so sagen darf. Zum zweiten Film erschien ich angeschlagen, aber in der Grundwasserqualität unangetastet. Kurz danach erhielt ich bereits die ersten eMail-Echos, die mir sagten, daß sie den perversen Playboy Hugo Stiglitz und seinen zotteligen Zeisig noch etwas mau fanden, aber David Chiang und das Schwert des gelben Tigers rissen dann den Kohl aus dem Fett, das ist mal klar. Ich schloppte mich nach Hause und rief meine Freundin an, aber die war gerade nicht da. So fiel ich in Ohnmacht und träumte von geklonten Ikonoklasten im Reisrand von Rußland. Danach wachte ich wieder auf und erinnerte mich daran, daß ich mit meiner neuen DigiCam richtig tolle Bilder vom Buio-Event gemacht hatte. Ich memorisierte, virtualisierte und schrob. Die Bilder werde ich irgendwann als Omegallerie online stellen, aber vorher werde ich alle mir bekannten Beteiligten um Erlaubnis fragen... Ich werde auch in den folgenden Monaten knipsen, denn sowohl die experimentelle wie auch die wahrheitsverhaftete Ausbeute ist wirklich bombig!  Eine Freundin von mir hat mir heute eröffnet, daß sie früher nur mit politisch korrekten Kinderspielen konfrontiert worden ist, etwa "Tina, Tim & Wambolo", mit irgendsoeinem schwarzen Blag, das die Welt retten soll. Damit wäre doch auch ein juveniles Weißbrot überfordert! Die Welt zu retten haben die Erwachsenen, und ob das Weiß-  oder Schwarzbrote machen, ist nun wirklich wurscht. Am Vorabend haben Club-Champ Sailor RIPley und ich den Film ACTION JACKSON gekuckt, eine frühe Produktion von Joel Silver, in dem Sly Stallones ROCKY-Gegner Carl Weathers den schwatten Helden markieren durfte. Der Film an sich war mittelmäßig und akzeptabel. Richtig Gas gab der Film in den actionverarbeitenden Sequenzen. Wenn Action "Warum nennen sie dich eigentlich Action?" Jackson zum großen Schlag ausholt, bleibt kein Auge trocken: Er steigt in ein rotes Sportauto, donnert durch die Hotelfront, rattert mit dem Prescher die Treppe rauf, raffelt durch die Flure und fährt bis in das Zimmer, wo der Killer lauert - ich habe noch niemals so etwas gesehen, wir haben Tränen gelacht! Obwohl ich mich für Frauenfußball bisher einen Scheiß interessiert habe, könnte sich das heute dramatisch geändert haben, denn ich habe miterlebt, wie die busenbewehrten Kicker die Auswahl Portugals mit sagenhaften 13:0 in die Pampa zurückgeschickt haben - un-fucking-glaublich! D
ie Herren der Schöpfung haben sich etwas später deutlich schwerer gegen die französische Auswahl getan, die allerdings auch Weltklasse aufzubieten hatte. Das 0:3 war bedauerlich, aber verdient, und das trotz einer sehr guten ersten Hälfte des deutschen Teams. Ich muß jetzt um meiner Gesundheit Willen schlafen gehen, aber zur Unterstreichung meiner Nichtrauch-Absichten gibt es ein weiteres Foto. Auch ein Bild vom Buio-Event läßt sich nicht vermeiden...

Ein glücklicher Treffer (Lucky Strike) in einem Gesicht, das zu dem Beirut in uns allen wird.

Der Vollmond, der Seemann und der Schalke-Tiger in uns allen - Poesie, wenn Ihr mich fragt!

131103

Heute mal ein kleines Novum in meinem Privat-Webuniversum: Ich tausche ein Monatsbild gegen ein anderes aus! Heute habe ich nämlich meine Digitalkamera reanimiert. Vor ungefähr anderthalb Jahren habe ich mir solch ein wirsches Teil geholt, doch es gelang mir nicht, die kostspielige Neuerwerbung an den Computer zu pflöckeln. Meine herkömmliche Kamera tat ihren Dienst noch deutlich länger. In jüngerer Zeit gewöhnte sie sich aber gewisse Macken an. So spulte sie z.B. den Film nach einigen wenigen verschossenen Bildern widerspruchslos zurück - Keßler: Spinatmaske! Da ich keine Lust hatte, meine Filme ständig doppelt zu belichten und auch kein Geld für eine Neuanschaffung habe, bastelte ich noch einmal an der verschmähten DigiCam herum, und siehe da: Öif öinmal löif dös Dröggsdöngens! Natürlich lief ich sofort in die Bueraner Innenstadt und fotografierte einen der Kanaldeckel, die eigentümlicherweise nur mich, aber nicht die Millionen sonst, die hier tagtäglich herumschwirren, befremdet hat. Ich habe mich bereits einmal in einem Tickertext darüber ausgelassen, aber: Wer ist "SIE"? Ist das eine direkte Anrede? "Alter, ich mach´ dich zur Pfütze und schieb´ dich in den Gully!" Ist das ein Angebot, eine mißliebige Angetraute zu beseitigen? Ist das 3. Person Plural? Handelt es sich um einen Transsexuellen (wegen der Anführungszeichen)? Ist es eine Organisation? Irgendwer wird jedenfalls deutlich dazu aufgefordert, zwischen den frei schwimmenden Kackwürstchen Platz zu nehmen und es sich so richtig bequem zu machen! Das ist Weltstadtflair! Das ist Metropolengepränge im allerbesten Sinne! Wie cool, wie saucool fürwahr! Bei meiner Herzdame versuchte ich auch schon, mit der Kamera verzückende Anblicke zu erhaschen. Für den Moment erhaschte ich nur die ausgestopfte Fledermaus, die Helebarde und den weißen Tiger namens "Lavendel", der ihre Bettstatt bewacht... Morgen nehme ich mit dem Ding die Stadt auseinander, denn ich habe mir einen Gedächtnisstecker (wie das auf englisch heißt) geholt, mit dem man bei günstiger Witterung über 200 Fotos machen kann. Und man kann die mißlungenen alle sofort wieder löschen - cool! Endlich wird meine Gegenwart in klingenden, springenden Farben eingefangen. Wenn ich beim "Geheimnisvollen Filmclub Buio Omega" am Samstag mit der Knipse rumlaufe, nehmt mir das bitte nicht übel, denn ich muß meine Umwelt in bewältigbare visuelle Schnipsel hacken, die ich dann zu einem sinnfälligen Ganzen wieder zusammenfüge. Das mag für manchen eine seelische Belastung darstellen, aber wer das Risiko nicht scheut, bekommt ein weiteres Doppelprogramm der Güteklasse A geboten: Unter dem Titel "Muschi-Massaker" balgen sich diesmal aztekische Mumienenkel mit Mao-Tse-Tungs Vätern... Zuerst donnert ein frecher Kung-Fu-Fetzer über die Leinwand, und es handelt sich nicht um irgendeinen Mottenfifi à la DIE 15 BRONZENEN KÄMPFER DES JADEBUDDHAS, sondern um einen der unangefochtenen Klassiker - Kampfkunst in höchster Vollendung! Und nachdem dann alle so richtig fett die Schnauze voll bekommen haben, kommt der Hugo mit seinen Katzen: Hugo, ein perverser Playboy, mag keine Frauen, und deshalb verfüttert er sie an etwa zwohundert Katzen, die in seinem Gruselschloß schalten und walten, daß es nur so eine Art hat - schnurrrr... Also, fahrt Eure Krallen aus und verbringt einen weiteren sinnvollen Samstagmorgen im Club! Und damit noch mehr Leute kommen, ergeht folgender Tagesbefehl: Wer mich am Samstag mit einem Glimmstengel im Maul erwischt, bekommt 50 Euro auf die Kralle! Ich habe vorgestern mit dem Rauchen aufgehört, und ich kann Euch versichern - das macht keinen Spaß! Am nächsten Morgen ging es noch einigermaßen, aber im weiteren Verlaufe des Tages wurde mir mehr und mehr der Bregen flockig. Ob das körperliche Abhängigkeit ist, wage ich nicht zu beurteilen - zwo Packungen pro Tag hatte ich schon mindestens ein Jahr lang druff. Dann erschien mir aber eine Fee. Die Fee sah nicht aus, wie man sich Feen gemeinhin so vorstellt. Ihr Zauberstab glänzte nur matt funzelnd, sie trug wirre Gewänder und roch nach Fisch. Trotzdem sprach sie Sinn und sagte: "Junge, wenn du weiterhin soviel rauchst, kannst du unmöglich soviel saufen! Hast du noch nicht gemerkt, wie die Zilchen immer an den Flaschenrändern abrutschen und die Glasränder zurückweisen? Nein, das kann nicht sein! Lasse dein schändlich Tun und halte dich fortan an den Alkohol!" Ich dachte mir: Naja, eigentlich doof, da ja weniger Drogen, aber irgendwo macht das Sinn! Ich will schließlich auch mal berühmt werden, und im Bundestag sitzen schließlich auch mehr Leute, die wie Spritter aussehen. Raucher sitzen da ganz wenige. Habe ich eigentlich schon mal was über das neue Ärzte-Album gesagt? Ahem, "Geräusch" ist total brillant. Eine Zeit lang pflegte ich über Filme von Woody Allen zu sagen: Die sind wie Platten von Nick Cave. Wenn man´s mag, kriegt man immer das Gewünschte, und in hervorragender Qualität. Bei den Ärzten sieht es ähnlich aus. Ich hätte das Ding schon mindestens 1001 Male gehört, aber ich habe es bei dem lieben Mannesmann von der Elvis-Pressler-Kesley-Foundation vergessen. Trotzdem kann ich einen vollkommenen Sieg an allen Fronten verkünden: Farin, Bela & Rod gewinnen den Tag! Ich finde die Idee, den großen deutschen Musik-Bärbeiß Gunter Gabriel an einem Duett teilhaben zu lassen, ziemlich knorke. Neben zahlreichen potentiellen Hitsongs gefällt mir besonders gut eine Danzig-Hommage, die (glaube ich) Rod besungen hat, und zwar ziemlich herzzerreißend! In jedem Fall viel Spaß für wenig Geld, und wer die Ärzte, so wie ich, tiiief in sein Herz geschlossen hat, kann keinen Fehler machen! Und wie steht das mit den Kassierern? Jau, also, es gibt diesen österreichischen Schriftsteller namens Ödön von Horvath. Bei den Kassierern denke ich immer "Öhöm!" (Dieser Scherz hat keine Pointe. Auf Wiedersehen.) Die großartig benamste "Männer, Bomber, Satelliten" enthält wieder zahlreiche Exzentrizitäten, für die sich Humorbegabte jung und alt bestimmt erwärmen können. Der Sänger Wölfi ist ein sehr freundlicher Zeitgenosse. Nüchtern habe ich ihn noch nicht erlebt, aber das bin ich im Moment auch nicht. (Schließlich rauche ich nicht mehr!)  Auf der vorliegenden Vinylpracht besingt er seinen schönen Hodensack, welcher warm ist und samtweich. Zu den derberen Liedern gehören ein schönes Fußball-Lied namens "Kommste mit ins Stadion", in dem es etwa heißt: "...die Spieler sind gesund/ Der Ball ist aus Leder..." Es gibt das Rolf-Thiele-beeinflußte "Schnaps und Bier" und das launige "Partylöwe". Der Song über das Gehirnvolumen ist auch sehr wohllöblich. Was das Lied "Meister aller Fotzen" soll, weiß ich nicht so recht, aber es erinnert mich an den Aufkleber, den die Execs bei Sony damals der zwoten "Rage Against The Machine"-Platte beigefügt hatten: "Voll evil!" Der Sänger klingt nach tausend Jahre düsterem Dark-Wave-Machismus: "Ich bin der Meister aller Fotzen/ die Fotzen stehen stramm vor mir!" bzw. "Sehet sein Zeichen, den roten Hahn/ Hell glänzend ist sein Talisman!" Die Kassierer haben Humor, und so lautet der gesamte Text des nächsten Songs: "Ich interessiere mich nur für nackte Frauen und Science-Fiction-Literatur!" Meine Lieblingssongs sind ansonsten "Partylöwe", "How Does It Feel", "Du hast geguckt" und "Du läßt dich geh´n". Insgesamt ´ne ganze Menge für eine Platte, oder? Ach, und bevor ich´s vergesse: Hier ein kurzer Text über meinen einzigen nennenswerten Filmauftritt, angereichert von Shots aus meiner DigiCam!

081103

Nachdem ich einige böse Briefe bekommen habe, die mir bedeuteten, daß ich mit intensivem Liebesentzug zu rechnen hätte, wenn ich den Ticker nicht öfter aktualisieren würde, gebe ich mir mal Mühe. Was kann ich denn heute sagen? Cora und ich wollten ins Kino gehen. Auf dem Wege dorthin sind wir an einem der vielen Parks in Dortmund hängengeblieben und haben uns durch das dortige Herbstlaub gerobbt. Der Weg führte an einem Ententeich vorbei zum sogenannten Bismarck-Turm. Der war relativ langweilig und stand so dumm rum in der Gegend. Sehr viel langweiliger als der Giallo-Turm, den wir im Wittener Umfeld entdeckt haben. Phallisch, aber auch gleichzeitig von einer bedrückenden Belanglosigkeit. Kein Schmuck, kein Zierat, um ihn interessant zu machen. Der arme Turm. Immerhin loderte überall das rotgelbe Herbstlaub und sorgte für willkommene Verklärung, die auch die Jubelchöre des nahegelegenen Bochum-Stadions nicht vergessen machen konnten. Der VFL hat wieder einmal gewonnen, und Neuruhrer ist ein sehr feiner Trainer. Aber mir war das Laub hier wirklich wichtiger. Wenn meine blöde Kamera funktioniert hätte, wären ein paar Schnappschüsse fällig gewesen, auf denen ich mitten in den Laubballen liege und mich freue. Die werden der Nachwelt nunmehr verborgen bleiben. Aber der innere Fotograf schießt ja immer drauflos, und die Negative dieser speziellen Momentaufnahmen bringt kein Entwicklungsstudio jemals durcheinander... Wir watschelten in zarter Eintracht zum Kino. Im Kino gab es KILL BILL, den neuen Film von Quentin Tarantuti. Ich bin ja aus Tradition ein Mensch, der niemals weiß, was genau in den Filmen abgeht, die ich mir anschaue, da ich keine Trendmagazine lese. So war ich gänzlich überrascht davon, daß KILL BILL von seinem Titel mehr als hinreichend erklärt wird. Uma Thurman war eine Braut, die fast einem Mordanschlag zum Opfer fällt, und nach vier Jahren im Koma geht sie los und will alle Verantwortlichen killen. Dabei geht sie ganz programmatisch vor und arbeitet sich langsam bis zu Bill vor. Tarantuti hat den Film ja ursprünglich (glaube ich) als einen Film konzipiert, den man dann auseinanderschneiden mußte, weil er zu lang wurde. In Teil 1 erwischt es tatsächlich nur die ersten beiden der vier Killer plus Auftraggeber - der Film hat sonst keine Handlung! Er ist allerdings so verdammt gut gemacht, daß es kaum jemanden stören wird. Ich bin ein erbitterter Feind der ganzen Tarantuti-Epigonen. Robert Rodriguez´ Filme finde ich etwa komplett lächerlich. In FROM DUSK TILL DAWN hat mir nur der Tanz von Salma Hayek gefallen und Harvey Keitels garantiert nicht komisch gemeinte Szene, in der er seinen Kindern mit todernster Miene sagt: "Mutter ist tot!" Auch war da der großartige Anschlußfehler, in dem Quentin Tarantuti himself rumsitzt und sich sein Hamburger in ein Bier verwandelt und zurück! In DESPERADO gibt es den tollen Kampf in der Stierarena, in dem einem Held das Bein gebrochen wird. Er levititiert sich vom Boden ab und bricht dem bösen Goliath das Genick. Was bedeuten würde, daß er sich vom Boden abfedert, dann im Fluge die Richtung wechselt und mit demselben Fuß den Genickknacker ansetzt... Oder er hebelt sich mit dem gebrochenen Fuß ab, aber das würde auch nicht soviel Sinn ergeben. Der einzige Tarantuti-Nachahmer (nach so Granaten wie KILLING ZOE), den ich gemocht habe, war DER BLUTIGE PFAD GOTTES, in dem zwei irische Jungs den Segen Gottes in die verderbte Umwelt einbleuen - der war ziemlich chefig! Die anderen dieser "Gewalt ist cool"-Hanswurstiaden fand ich erbärmlich. Nun ist Tarantuti aber in Wirklichkeit Tarantino, und da nicht nur Koks seine Hauptinspirationsquelle darstellt, sondern echtes Talent, ist KILL BILL zwar ein fast vollständig aus Zitaten zusammengesetzter Film, aber Tarantino bastelt aus den Zitaten etwas vollkommen Neues. Das ist nicht simple Pastiche oder Parodie - das ist etwas, das man noch niemals gesehen hat! Uma Thurman ist total klasse, nicht nur, wenn sie ihre Zehen zum Gehorsam überreden will, als sie nach langjährigem Koma ihren Dienst versagen - sie will die Rache. Und sie will nicht nur irgendeine Rache - sie will die vollkommene, totale Rache! Noch niemals zuvor ist so intensivst Rache geübt worden - die Blutwurst wird zum allesverzehrenden Inferno! Die schwarze Mami, die es zum Anfang erwischt, ist noch fein raus. Der Großteil gehört der Story der "Ally McBeal"-gestählten Lucy Liu, und sie arbeitet sich langsam vor zu einem der fulminantesten Showdowns der Filmgeschichte! Zuerst erwischt es über 60 von Lucys Killern - Uma macht Schluß im Quadrat, und nicht nur im Quadrat, sondern auch in Schwarzweiß, denn die Zensur hatte gegen die ICHI THE KILLER-reifen Exzesse doch einiges einzuwenden. Wie kann man einen solchen Höhepunkt, wo halbtote Yakuza-Killer ohne ihre abgetrennten Gliedmaßen davonkriechen, noch übertreffen? Ganz einfach - mit einem simplen, stilisierten Showdown in einem bläulich eingefärbten japanischen Wintergarten, wo nur gelegentlich eine Wasserpumpe schnaufend in die Stille zwischen den Scharmützeln eindringt. Und wenn Killerin Lucy Liu zum Todesstoß anhebt, was ertönt da? Die Disco-Flamenco-Rhythmen von "Don´t Let Me Be Misunderstood"! Und es funktioniert - Geniestreich! Der große Clou des Filmes sind für mich die unglaublichen Musikeinsätze. Da ist eine "Easy Listening"-Version von Rimsky-Korsakoffs "Hummelflug", Musik aus Italo-Western und von Bernard Herrmann, und immer an Stellen, wo man niemals drauf kommen würde. Und es funktioniert zur Perfektion. Ich hätte für mein Leben gern die Gesichter der Disney-Executives gesehen, als sie zum ersten Mal den fertigen Film vorgeführt bekamen, mitsamt des farbigen Yakuza-Finales, das jetzt wohl nur in Japan herauskommen wird. Die Kinne und Doppelkinne müssen heruntergerutscht und auf dem Boden aufgetrumpft sein. Die werden jeden Spaß verloren haben, angesichts der eigenen Familienkino-Politik. Angeblich trägt sich Disney ja derzeit mit der Absicht, die lukrative "Miramax"-Abteilung abzustoßen aufgrund dieses knochenkrachenden Overkills. Für mich ist KILL BILL jetzt schon Legende. Ästhetisch höchste Vollendung und in seiner inhaltlichen Reduktion schwer zu übertreffen. Ich fürchte, das ist mein Lieblingsfilm von Tarantino! Der Mann ist irre, aber gut... Ansonsten höre ich gerade beim Verfassen dieses Textes eine großartige Platte von Zebedy Colt. Das war in den Siebzigern ein Pornodarsteller, der u.a. einen der ersten homosexuellen Blowjobs in der Geschichte des heterosexuellen Pornofilms hingelegt hat. Abgesehen davon, daß er ein angesehener Broadway-Schauspieler war, hat er in den späten 60ern eine Platte mit dem "London Philharmonic" aufgenommen, auf der klassische Liebessongs aus dem Jazz-Bereich in schwuler Gewandung dargereicht werden. George Gershwins "The Man I Love" etwa erklingt so in ganz neuem Glanze. Und es ist mitnichten Trash, denn Zebedy singt beeindruckend gut und melkt das Pathos der Gershwin- und Porter-Klassiker nach Leibeskräften aus. Ich werde den Mann mal ankicken, daß er sich nach den Rechten umschaut, denn "Easy Litzning"-Fans à la Tarantino würden da völlig in den Overdrive schalten... Ein klassisches, vergessenes Album der Gay-Szene, und da muß ich nochmal darauf hinweisen, daß ich von einer Besucherin des "Buio Omega"-Clubs mal gefragt wurde, ob ich schwul sei - "Wenn nicht du, wer dann?" Das hat mich dann doch beeindruckt. Tucke ich wirklich so? Mit dieser selbstbespiegelnden Note begebe ich mich nach Bett.

061103

So, jetzt sitze ich mal wieder nächtens vor dem PC, um einen Newsticker-Text auf die Menschheit loszulassen. Mittlerweile zähle ich ja stattliche 35 Lenze, und mein gegenwärtiger Status, den man nur als schwer betrunken (=arg derangiert) bezeichnen kann, ist mir im Ringen um literarische Hoheit mitnichten eine große Hilfe. Man liest ja immer wieder von den begnadeten Beatnik- und Hippie-Poeten, die ihre Werke im Vollrausch und unter Zuhilfenahme von mindestens fünf bewußtseinserweiternden Drogen zusammengefrickelt haben, aber ich halte diese häufig sogar von Uni-Professoren überlieferten Mythen für Mumpitz. Wenn ich bewußtseinserweiternde Drogen zu mir nehme, habe ich wirklich besseres zu tun, als mich an die Schreibmaschine zu setzen und den Nornen ein paar Goldfäden abzutrotzen. Da fühle ich mich viel zu gut! Soll man dann noch arbeiten? Ich glaube wohl kaum. Nicht selten habe ich an diesem Orte bereits Inhalte getilgt, die in besäuseltem Zustande verfaßt worden waren und den Rahmen dessen sprengten, was man als anständiger Bürger seinen Mitmenschen mitteilen sollte. Das war manchmal ein schöner Schock, wenn ich am nächsten Morgen aufwachte und feststellte, daß ich süffisanten Tand verzapft hatte, der nicht nur keinen interessieren, sondern mich kompromittieren würde! Das ist, wie wenn man nackt auf eine Dinnerparty geht und die anderen Gäste über die Länge des Geschlechtsteils miese Witze und Bemerkungen schmieden... Das möchte man nicht wirklich erleben. Das möchte auch Hartmut Engler nicht, von dem ich unaussprechliche Einzelheiten in Dieter Bohlens Buch gelesen habe. Ich gestehe es frank + frei: Ich habe mir die unzensierte Ausgabe dieses Buches besorgt, und ich habe sie in nur drei Nächten durchgeschmökert. Die Lektüre hat mir gleich verschiedene Einsichten verschafft, die weit über die Größe des Geschlechtsteils des "Pur"-Sängers hinausgehen: Ich werde nie, nie, nie - selbst wenn der Hungertod droht - für Deutschlands meiste Tageszeitung schreiben und meinen Intellekt damit verschwenden, daß ich einem Medienhecht wie Dieter dabei behilflich bin, an seiner Legende zu stricken. Dieter Bohlen ist nicht halb so dun, wie er immer tut, aber die haarsträubenden "Ich tue mal so, als ob ich kein Englisch sprechen kann"-Formulierungen haben Vorschulniveau, und meine Namensvetterin ist eine durchaus intelligente Dame, davon bin ich überzeugt. Das Buch ist ein Meisterwerk der vorgetäuschten Doofheit. Ob das nun von Frau Keßler oder Herrn Bohlen herrührt, ist mir nicht bekannt. Die im Buch als wörtliche Rede vorgebrachten Äußerungen sind auf jeden Fall von keinem Bewohner dieses Planetens jemals getätigt worden. Dieser scheinbare Mangel an Wahrheitstreue wirkt sich aber nicht wirklich auf den Unterhaltungswert des vorliegenden Druckwerkes aus - ich war gefesselt. Eingestandermaßen haben mich die ehrenrührigen Kapitel in bezug auf andere Prominenzen wesentlich mehr gefesselt als private Schlenker, wo Herr Bohlen mal eigenen Vorlieben freien Lauf lassen wollte. Die Kapitel mit direktem Verleumdungsklagenverdacht sind zum Glück bei weitem in der Überzahl. Man muß Dieter dabei zugutehalten, daß die meisten Hanswursten, die bei dem Rundumschlag ihr Fett abbekommen, es auch wirklich verdient haben. (Mit Ausnahme von Eva Herman, die eine liebe Nettie-Frau ist und hier etwas über Wert an die Öffentlichkeit gezerrt wird.) Ansonsten ist das Lesen dieses Buches begleitet von einem andauernden Mitzählen der vielen potentiellen Anklagepunkte, die da zusammenkommen. Erneut: Um die meisten geouteten Suppenkasper ist es nicht wirklich schade. Ich habe Tränen gelacht! Es gibt sogar einige wenige Genannte, die Dieter gut leiden kann, z.B. Daniel Küblböck, Harald Juhnke und Nena. Für mich ist es von einem gewissen Charme des Verbotenen begleitet, zuzugeben, daß ich Herrn Bohlens ausgeweitete Regenbogenpressenkapriolen sehr amüsant fand, denn die meisten meiner Freunde hassen den Mann. Vielleicht bin ich ja nicht ganz so klug und geschmackssicher wie meine Freunde, aber ich habe in meinem Leben genügend universitär verbildete Schweinchen Schlaus kennengelernt, von denen 80 Prozent die emotionale Verläßlichkeit eines Roggenbrötchens besaßen. Das sind Menschen, die dir alles erzählen können über die Werke Jean-Paul Sartres oder dieser Frau, die sich immer von ihm durchbürsten ließ (wie hieß sie doch gleich?), aber wenn es um praktische Lebenshilfe geht, sind diese Leute häufig auf derselben Ebene einzuordnen wie die Sachbearbeiterin im Finanzamt. Dieter Bohlen mag man eine Menge nachsagen können, aber er ist von einer entwaffnenden Offenheit. Wieviel von dieser Offenheit auf das Konto meiner geBILDeten Namensvetterin geht, mag dahingestellt sein, aber seine Promotionaktionen sprechen ihre eigene Sprache. Mich reut die finanzielle Anstrengung nicht, die ich für dieses Buch in Kauf genommen habe - vielleicht wird es mir sogar größere Dienste leisten als Schillers "Räuber". (Mit Sicherheit werde ich häufiger reinkucken!) Wenn es nach mir ginge, würden Leute wie Herr Reich-Ranicki oder Herr Karasek dazu gezwungen, sich dieses Buch vor den von Literaturwut beseelten Leib zu schnallen. Sie müßten es sogar lesen. Das fände ich sehr lustig! Ansonsten fällt mir im Moment nur noch Triviales zum Thema Fußball ein: Meine Werderaner machen sich zur Zeit prächtig, findet Ihr nicht? Tony Ailton trifft trotz der ihn umwabernden Abwanderungsdebatte wie ein junger Gott, und ich halte es durchaus für möglich, daß er Bremen in die "Champion´s League" stößt. Die Schalker haben in den letzten Wochen erbarmungswürdigen Fußball abgeliefert, bei dem ich mich ein ums andere Mal gefragt habe, warum Neubarth gefeuert wurde, als Schalke auf Platz 6 stand... Das tödliche 7:3 gegen die sympathischen Freiburger war ein Schock, aber bis zur 105. Minute hatten sie besser gespielt als in den Wochen zuvor, und das 2:0 gegen die fiesen Bayern wurde zwar vom Schiedsrichter mitgestaltet, aber es war dennoch verdient. Heute hat Schalke gegen die Schweden von Bröndby hervorragend gespielt. Die blaugelben Fans in der Bueraner Innenstadt waren sehr gesittet und freundlich, und gut gespielt hat ihre Truppe auch, aber Schalke war einfach besser. Und was das Schönste ist: Mit dem jungen Mike Hanke hat Schalke sogar ein echtes Belebungselement anzubieten. Dieser junge Spund (gestern 20 geworden!) hatte schon bei verschiedenen Begegnungen zuvor auf sich aufmerksam gemacht, aber heute lieferte er sein Meisterstück ab! Der Spieler des Spiels, keine Frage. Er glänzte schon in Spielen zuvor durch stramme Einsatzbereitschaft (die einigen der Stammspieler kläglich abging), aber seine Tore waren wirklich nur eine Frage der Zeit. Das 1:0 wird er sich ins Poesiealbum einkleben, so toll war das. Das 2:0 wurde entscheidend vorbereitet von einem Sahnepaß des wiedergenesenen Türken Altintop. Die Schalker spielten wie ausgewechselt und gewannen gegen gute Schweden 2:1. Mal sehen, wie das im Rückspiel ausschaut, aber zumindest kicken meine Weißblauen wieder! Die gelbschwarzen Dortmunder stecken allerdings in einer blöden Krise, und da ich nur ein zuagroaster Schalker bin, tut mir das wirklich leid, denn das Dortmunder Team ist natürlich bei weitem besser, als das im Moment ausschaut. Einen 2:0-Vorsprung des gegnerischen Teams haben sie neulich komplett umgedreht (Heldentat!); heute reichte es nur zu einem 2:2. Was ist da los? Bis zur etwa 60. Minute herrschte komplette Ratlosigkeit, zeitweise Panik; nachdem der überaus erfrischende Sinesie eingewechselt wurde und das 1:2 kickte, herrschte wieder der alte Kampfgeist. Kann man das nicht von Anfang an haben? Ich hätte echt gedacht, die werden jetzt 0:5 abgeschossen... Das Schalker Urgestein an meiner "Total"-Tankstelle wäre da sicherlich anderer Meinung, aber ich finde, der Pott muß zusammenhalten! Daran muß ich jedesmal denken, wenn ich die A2 Richtung Dortmund pichele. Das ist so dicht beieinander... Wollt Ihr, daß die Bayern gewinnen, oder was is´ jetz´ los hiääär? Zum gegenwärtigen Bayerndilemma liefere ich den passenden Soundschnipsel, auch wenn man ihn derzeit überall hört: Olli Kahn (der beste Torwart dieses Landes, Ihr könnt mich steinigen!) mit seinem Hit "Wir brauchen Eier!"  P.S.: Über das Fußballteam mit dem schönsten Namen der Profi-Ligen - "Erzgebirge Aue" - schreibe ich demnächst was!

011103

Ich hoffe, Ihr habt ein gesegnetes Halloween verlebt! Ich hatte auf jeden Fall eines, das einem gelernten Filmgelehrten MA ansteht: Vollkommen platt bin ich am 31. aus Bochum nach Hause gekommen und erst einmal ins Bett gesegelt. Ich hatte, kurz bevor ich einschlief, noch eine unglaublich geniale Idee für den Kommissär-Roman, doch bevor ich zum Stift greifen konnte, war ich schon eingeschlafen. Gegen 2 Uhr mittags erwachte ich wieder. Die Idee war weg. Wie meinte noch Honoré de Balzac, als er wieder einmal bei einer Bordsteinschwalbe nächtigte? "Da ging der nächste Roman..." Na ja, bei mir war´s die Teuerste, und der Roman ging in Ehren! Ich wollte dann meinen Halloween-Tag richtig stimmungsvoll zelebrieren. Erst einmal habe ich mir eine Käsestulle geschmiert. Dann habe ich verharrt. Ich verharrte noch etwas länger. Dann dachte ich mir: Kann man einen Halloween-Tag besser begehen, als einen Faßbinder-Film zu kucken? Für die nächsten 90 Minuten blieb ich vor dem Fernseher kleben und schaute WARUM LÄUFT HERR R. AMOK? Kurt Raab spielt da den Architektenbüroangestellten Herrn R., der halt seinen Kram macht. Zu Anfang dachte ich noch, daß ich den Film sehr grauenhaft finden würde: Ein paar typische Faßbinder-Claqueure, die extrem mies Witze erzählen. Ich vergaß alles, was ich vorher schon über den Regisseur gelernt hatte und dachte, er meint es ernst. Dann kapierte ich, daß es sich mitnichten um stumpfes prätentiöses Kunstgewerblertum handelte. Mit HERR R. drehte Faßbinder den ersten Dogma-Film. Szene um Szene wird das unglaublich erbarmungswürdige Leben des Herrn R. eingefangen, völlig ungeschönt und improvisiert. Wenn die Schwiegereltern eintrudeln, möchte man am liebsten zur Kettensäge greifen, so unvorstellbar grausam ist das. Selbst das Sofa von Herrn R. und seiner Frau ist ein Verstoß gegen die Genfer Konventionen. Das ist so furchtbar, man möchte heulen. Und das verheerende Zickzack des Sofas harmoniert perfekt mit der Garderobe von R.´s Frau, man möchte es kaum glauben. Die Schwiegereltern sind die Hölle auf Stelzen - was die Mama beim Winterspaziergang abläßt, ist an Dummheit kaum zu ertragen. Es gibt eine extrem komische Szene, in der R. eine Schlagersingle im Plattenladen erwerben möchte. Er weiß den Titel nicht mehr und singt den beiden Mamsellen den Refrain vor. Die bekifft wirkenden Damen lachen nur peinlich berührt - es wirkt sehr authentisch. (Der Song ist von Christian Anders...) Der Film beantwortet die Frage des Titels nachdrücklich und ist für mich mit einigem Abstand der beste der ganz frühen Faßbinders. (Und die Szene, wo Raab eine betrunkene Ansprache beim Betriebsfest zu halten versucht - boah!) Danach war ich entsprechend aufgekratzt und latschte voll mit dem rechten Fuß gegen eine Schrankecke. Ich habe mir auf die Tour schon einmal einen Nagel des kleinen Zehs gespalten - das hat etwa 2 Jahre gedauert, bis das wieder zusammenwuchs! Na, nichts war passiert. Dann sott ich mir einen Kaffee, um wachzuwerden. Der Kaffee war gut und stark - Agent Cooper hätte seine Freude gehabt. Leider war es fast schon 5 Uhr nachmittags. Wo bleibt der Massenmörder Michael Myers? Für den Abend hatte ich mich ein wenig darauf eingestellt, daß Robert und Bettina zu einer Gruftie-Party auf einem Schloß in der näheren Umgebung wollen. Die wollten aber (da sie schon älter als 18 sind!) lieber in KILL BILL gehen. Ich hatte gerade keine Lust auf zwei Stunden brutalen Geballers, denn mein Kopf dröhnte bereits wie Monsterschinellen. Lieber ein Aspirin. Soll ich mich an den Rechner setzen und an Kommissar Ernst weiterschreiben? Soll ich Ellen Robbengriller verewigen? Ich schaltete lieber den Fernseher an und sah Angela Merkel. Ich muß mal wieder für Unicef spenden, dachte ich diffus, und schaltete ab. Stattdessen legte ich das Hörspiel "Marotsch, der Vampirkiller" ein und versuchte, mich in eine geeignete Halloween-Stimmung hineinzutransformieren. Schon fast 7 Uhr. Jetzt klingeln die verdammten Blagen. Hier im Ruhrpott schellen die an der Tür und verlangen Süßigkeiten. In Bremen heißt das "Nikolaus-Laufen" und findet am 6. Dezember statt, wie in allen zivilisierten Gegenden. Ich schaue kurz raus, stelle fest, daß es sich nicht um die Nachbarskinder handelt und kloppe sie weg. Naja, genaugenommen habe ich ihnen Haribo-Goldbären gegeben und ihnen gesagt, daß sie tolle Kostüme haben, aber eigentlich gehören sie in die Wurst! Warum kann ich nicht konsequent bleiben und mal den grausamen Hugo nach außen kehren? Schwer deprimiert gehe ich zurück in die Küche, wo auch mindestens drei Mülltüten mal nach unten transportiert werden müssen. Die Fruchtfliegen nerven gar sehr. Ich transportiere und gehe wieder nach oben. Eigentlich müßte ich noch eine Flasche Rotwein für abends haben. Ich fahre zur "Total"-Tanke und bunkere eine Flasche Argentinier. Vor mir stehen zwei aufgezottelte Gruftie-Miezen, die nicht viel älter als 16 sind. Sie giften mich überheblich an. Ich grinse matt zurück und meine: "Na, mögt ihr auch Marilyn Manson?" Dem Tankwart gefällt´s, denn er grinst solidarisch - oh je, ich werde langsam alt. Ich komme nach Hause. Mein Aral-Tankstellen-Tiger begrüßt mich grinsend. Er liegt auf meinem Bett und bewacht nicht nur meinen "Wick"-Inhalatorstift, sondern auch die ersten 12 "Super-Meier"-Comics, die ich ziemlich lustig finde. Cora habe ich auch so ein Ein-Meter-Ungetüm von Tiger geschenkt. Der heißt jetzt "Lavendel" und gibt an ihrem Bettende darauf acht, daß ihre Füße nicht abfrieren. Am Dienstag hat die gute Frau ihre letzte mündliche Magisterprüfung, und die wird u.a. von Alexandro Jodorowsky handeln. Mal sehen, was die Frau Prof von SANTA SANGRE hält... Ich bin jetzt schon seit über einem Jahr mit Cora zusammen und vermisse sie, obwohl ich erst heute morgen bei ihr gewesen bin. Wahrscheinlich heißt das, daß ich eine sentimentale Lusche bin. Ich lese zum Ausgleich etwas im neuen Dieter-Bohlen-Buch, das ich noch ungeschnitten ergattert habe. Entgegen meiner Erwartungen ist das Ding maximal unterhaltsam - halt sehr unglaublich. Eine fremde und seltsame Welt, wie das bei David Lynch heißen würde. Der Dieter ist schon irgendwie okay. Ich mag nicht in den ganzen Intelellenkanon einstimmen - der Mann ist schamlos, nennt das "gerade" und hat Erfolg. Und die meisten Leute, die er in dem Buch verarscht, haben es weiß Gott nicht anders verdient. Ich würde lieber mit dem Dieter um die Ecke ziehen als mit Hartmut Engler, Jenny Elvers und den ganzen anderen Nulpen, die da vermutlich einen intensiven Schluckauf bekommen haben. Immerhin mal wieder ein Buch, das ich in zwei Tagen durchlesen kann! Immer noch genug Zeit - Halloween ist noch nicht vorbei. Ich schalte den Fernseher ein. Laurenz Meyer (CDU) schüttet sich bei Giovanni di Lorenzo in meiner Heimatstadt Bremen aus. Er verblaßt endgültig neben farbigen Gesprächspartnern wie Sir Peter Ustinov, Gidon Kremer oder der Opernsoubrette Alaliah Corngiornotto, die alle Klasse versprühen. Auch Vicky Leandros beweist, daß man mit 50 noch Schönheit und Stil besitzen kann. Giovanni di Lorenzo hasse ich wie Sau. Schnell abschalten. Habe ich noch einen trashigen Horrorfilm? Nö. Ich schaue mir nothalber noch einmal Clive Barkers CANDYMAN an und stelle fest, daß er trotz einiger Zugeständnisse an das Teenie-Kino einer der letzten verdammt unheimlichen Horrorfilme ist, die ich in den 90ern gesehen habe. Das Finale ist ein ziemlicher Kracher. Virginia Madsen war schon schöner, aber nie so gut. Schnell noch eine Ausgabe der Muppet-Nachrichten: "1995 besetzte ein 21jähriger Mann im neuseeländischen Wanganui die lokale Radiostation STAR FM und drohte damit, alles in die Luft zu sprengen, wenn der DJ nicht `Rainbow Connection´ von Kermit dem Frosch spiele." Halloween ist jetzt vorbei. Es war nicht so schön wie letztes Jahr, aber so, wie es ist, so ist es recht! Man kann schon froh sein, wenn einem keine Lunchbox vom Baugerüst auf den Kopf fällt. Wenn einem der allgegenwärtige Stumpfsinn nicht das Gehirn totkloppt. Wenn das Konzept von Schönheit und Liebe nicht seinen Sinn verliert. Dazu bedarf es jeden Tag eines neuen Kampfes. Und der macht irgendwo auch Spaß! "Buddha ist ein Fettsack, und Mohammed ein Clown/ doch die verdammten Nazis werden wir verhau´n!" (Jesus Skins) Der November steht vor der Tür - wolle mer ihn reilasse? Was sonst? Ich werde mal ein paar Fotos von mir machen lassen, wie ich tot im Herbstlaub liege. Oder wie ich vor dem Kohlenlorendenkmal bei Cora in der Gegend posiere! Das fände ich gut und schön. Da fällt mir abschließend ein, daß ich am Samstag eine ganz tolle TV-Show auf der ARD gesehen habe. Da ging es um die PISA-Studie. Der gruselige Jörg Pilawa moderierte da eine Instant-Relevanz-Nichtigkeit, in der Kandidaten aus insgesamt 18 Bundesländern eingeladen wurden. Jeder der Gruppen stand ein Promi-Kandidat vor. Das waren im wesentlichen Infotainmentmuschis mit solariumsbebräunten Armen. Richtig igitt. Den Leuten wurden IQ-Test-kompatible PISA-Fragen gestellt. Am Schluß wurde erbarmungslos ausgewertet. Ich hätte etwa ein Viertel der Fragen erfüllt. Doch wer von den Promis war der Sieger? Achim Mentzel war der Sieger - Oliver Kalkofe wird sich mächtig gefreut haben. Ich fühlte mich nur bestätigt. Einer auf dem dritten Platz war Thomas Anders. Platz 18 von allen Bundesländern war mein Heimatland Bremen. Der Promi war mir nicht bekannt, aber er war mit Leichtigkeit der sympathischste und nahm den ganzen Müll nicht ernst. Hier ist noch ein kleiner Text über Romanhefte, den ich neulich mal fertiggetackert habe. Larry Brent und John Sinclair. Morgen ist Allerheiligen. Gedenkt Eurer Toten und laßt Euch von dem ganzen Blödsinn nicht den Mut rauben. P.S.: Wer im Ruhrraum wohnt und auf Psychobilly steht: Die hervorragenden Demented Are Go sind am Donnerstag nächster Woche im Bochumer "Zwischenfall" zu Gast. Ich und Cora werden vermutlich da sein, aber Ihr solltet Euch das auch nicht entgehen lassen, denn die Jungs sind klasse...

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