DISMEMBER THE SEPTEMBER
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010903
Die letzten paar Tage waren echt Laternenpfahl ganz unten! Eine böse Erkältung hatte mich in ihren Krallen, und während man mit anderen Krankheiten ganz dufte angeben kann, sind diese prolligen Vergrippungen leider nur atze und gehen an die Nerven und die Substanz... Egal, meine Nase heilt bereits wieder ab, und in ein paar Tagen bin ich wieder der Alte. Geholt habe ich mir die Krankheit beim bereits erwähnten "Cramps"-Konzert, und was soll ich sagen - das war mir die Sache wert! Für gewöhnlich nehme ich keine längeren Anfahrten in Kauf, um mich von Musikanten beschallen zu lassen, aber wenn diese Helden schon mal aufspielen, habe ich natürlich keine Alternative. Die Wahl des Veranstaltungsortes war sehr angenehm: Die "Live Music Hall" entpuppte sich als geräumige Angelegenheit, in der das zahlreich erschienene Publikum bequem Platz fand. Auch glänzten architektonische Irrfahrten (etwa sinnlose Zierbauten, über die man andauernd stolpert!) durch Abwesenheit. Bereits bei der Vorgruppe beschlich mich das Gefühl, der Abend könne was werden: Die "Trashmonkeys" spielten auf, und für einen Support waren die Jungs wirklich exzellent! Ich quittierte den Auftritt auf jeden Fall mit dem Kauf einer CD, und das größte Lob, das ich in so einem Fall aussprechen kann, lautet natürlich: Auch ein Konzert mit der Vorgruppe allein wäre bereits eine angenehme Sache gewesen. Aber da waren noch die "Cramps": Lux Interior... Boah, was für ein geiler Sänger! Mittlerweile müssen er und Ivy ja in den 40ern sein, aber nichtsdestotrotz gab der Mann alles, grimassierte, hüpfte und verprügelte den Mikroständer. Im Laufe des Konzertes ließ er sich etwa eine zwodrittel Flasche Rotwein hineinlaufen (anders als etwa die Butthole Surfers, die sich streng an Mineralwasser hielten!), und als dann während der Zugabe eine mindestens 10 Minuten lange Version von "Surfin´ Bird" kam, ging er vollends ab: Einen drei Meter hohen Lautsprecherstapel erklomm er wie nix, legte sich quer auf die Spitze, masturbierte mit dem Mikro, zog sich die Stiefel aus und - mein privater Höhepunkt des Konzertes! - wrang sich die Socken über dem Gesicht aus! So was habe ich noch nie gesehen... Es war auf jeden Fall die übereinstimmende Meinung aller Anwesenden, daß das Konzert ein großartiges gewesen sei und die "Cramps" live einfach noch wesentlich besser kommen als auf den ohnehin preisungswürdigen CDs. (Neuestes Audio-Attentat: "Fiends of Dope Island"!) Und Poison Ivy ist natürlich die coolste Gitarristin des Erdballes, da gibt es nix! Übermorgen, am 2. Oktober, wird die zweite offizielle Sitzung von www.monstrula.de stattfinden, und natürlich gibt es im Schauburg-Kino in Gelsenkirchen wieder einen unterhaltsamen Klassiker des angelsächsischen Monsterpantheons zu besichtigen. Vielleicht läßt sich ja auch das grüne Maskottchen (das eigens in den unterirdischen Monstrula-Labors gezüchtet worden ist!) wieder auf der Bühne blicken - mal schau´n! Der gezeigte Film schildert auf jeden Fall den Kampf von Großbritanniens Antwort auf Vincent Price, Michael Gough, gegen einen großen Affen - das darf man eigentlich nicht versäumen! Zu guter Letzt ist mir gerade eine Meldung ins Haus geflattert, die ich hocherfreut weitergebe: Freund Mannesmann (Gitarrist meiner Elvis-Formation) betreibt ja schon seit längerem ein formidables Tattoo- und Piercing-Studio. Nun ist "Strangeland-Tatouage" auch online, und auf der Seite können Interessierte zahlreiche Tattoos und Zeichnungen von Mannesmann einsehen. (Einige Fotos zeigen auch Körperteile meiner Freundin, aber ich verrate nicht, welche!) Bei Interesse klickt auf Barbara Steele!
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010903
Oh nein, ich wollte eigentlich etwas Lustiges über das gestrige "Cramps"-Konzert schreiben! Doch nun hat mich leider eine sehr traurige Nachricht ereilt: Gordon Mitchell ist tot. Ich habe da gerade viel zu geschrieben, deswegen möchte ich die Worte einfach mal für sich sprechen lassen.
010903
Heute ist es mal Zeit für einen Ferkelticker! Ich habe nämlich wieder einen Kopfüberabtaucher in den P-Film-Sumpf vollzogen, da die Verlagstätigkeit im Hinblick auf mein seit fast zwei Jahren fertiggestelltes Ferkelbuch in verläßlicher Stasis befangen ist. Auch in Frankreich trug sich auf diesem Filmsektor nämlich durchaus Unterhaltsameres und Inspirierenderes zu, als man das von den heutzutage aus den Regenmantelträgerecken der Videothek gewohnten Langweiligkeiten kennt! Damals waren das noch wirkliche Filmregisseure (und solche, die es werden wollten), die ihre Reputation aufs Spiel setzten, um der seit 1974 freigegebenen dionysischen Schwelgerei zu frönen... Da ich ein Listen-Kind bin und schon in frühester Kindheit eine Unmenge von Listen erfertigte, mit denen ich etwa der Bilderflut meines Briefmarkenkataloges eine gewisse Form von höherer Ordnung einzuhauchen versuchte, war ich schon vor einigen Jahren sehr beschäftigt damit, dem Etikettenschwindel so diverser Labels auf die Spur zu kommen. So brachte etwa der werte Mike Hunter eine Vielzahl von Filmen als Werke "von" Mike Hunter oder Lasse Braun heraus, die mit diesen beiden Herrschaften aber auch so gar nichts zu tun hatten. Konnte es sein, daß sich unter diesen ganzen nichtssagenden Titeln etwa auch Filme von Jean Rollin, José Bénazeraf oder Jess Franco verbargen? You bet your ass, sailor! Ich habe unter Zuhilfenahme zeitgenössischer Magazine viele davon identifiziert... Heute habe ich mir ein sehr frühes Beispiel ausgesucht, das von etwa 1975 stammt. Im Original nennt sich das Ding "La Fessée ou Les mémoires de monsieur Léon maître-fesseur" und dürfte der erste Hardcore-Film von Claude Bernard-Aubert gewesen sein. Auf deutsch heißt der Film natürlich stupide LIEBESRAUSCH DER SEXBESESSENEN. Hat genau null mit Stil oder Inhalt des Films zu tun, aber wir leben halt in einer Welt der schnellen Mark. Léons Leidenschaft ist bereits vom Babyklaps auf den Popo die pofessionelle Züchtigung. Was anderen eine Bestrafung dünkt, ist für ihn der immer wieder unschuldig erlebte Taumel in den siebenten Himmel der Liebe! Der Film schildert den ungeahnten sozialen Aufstieg, den dieser sortierte Bruder (ein Bankangestellter!) erlebt, als seine spezielle Begabung ruchbar wird. Zuerst päppelt er das eingeschlafene Liebesleben seines Chefs Jacques Marbeuf auf (den man auch aus diversen Belmondo-Filmen u.ä. kennen kann), und bald schon ist seine Fingerfertigkeit Legende! Sein patientierter "Doppelschlag" läßt Frauenherzen erglimmen in Liebesglut... Wer befürchtet, es könne sich hier um ein blödes Sadomaso-Filmchen halten, darf beruhigt sein: Die geröteten Pobacken sind vollständig aufgeschminkt, und richtig gehauen wird da niemand. Der mir unbekannte Hauptdarsteller ist ein richtiger Schauspieler, dessen Sexszenen einmontiert sind. Scharf wird bei diesem Film niemand werden, aber die Berliner Synchro sichert ihm eine gute Stellung als Partytape! Der Protagonist wird etwa von Arne Elsholtz gesprochen (=Bill Murray, Tom Hanks), Marbeuf von Gerd Duwner (=Sesam-Ernie, Barney Geröllheimer). Regisseur Bernard-Aubert machte davor z.B. den ordentlichen Krimi DIE AFFÄRE DOMINICI mit Jean Gabin und fertigte danach eine unendliche Vielzahl an Pornos als "Burd Tranbaree". Wenn man dieses vermeintliche Erstlingswerk mit seinen späteren Filmen vergleicht, die doch sehr aufs Notwendigste versteift sind, fällt einem auf, daß der gute Mann hier mit Sorgfalt und Finesse vorgegangen war. Der Film ist wirklich sauber inszeniert und enthält zahlreiche hübsche Tableaus und Einfälle, die ihn durchaus als gute Erotikware kennzeichnen. Kein Vergleich mit 99 Prozent der sonstigen Taschentuchfilme, die größtenteils langweilend oder abstoßend sind. Wenn man gut aufpaßt, kann man auch einen der ersten Auftritte von der Sängerin von "Les Rita Mitsouko" erleben, die die Tochter eines Colonels mimt... Da ich mir nicht jeden Schmuddelfilm ansehen möchte, den ich früher mal aufgenommen habe, werde ich mich auf ausgewählte Werke beschränken. Ein Muß sind die Filme von Frédèric Lanzac, der den einzigen politisch links orientierten Porno mit Atombombenbezug gemacht hat! (Freunde meiner Artikel kennen ihn vielleicht noch von dem Horrorfilm DIE GESCHÄNDETE ROSE.) Jean-Francois Davy, der große Intellektuelle des 70er-Sex-und-Pornofilmes... Francis Leroi, der so etwas wie sein Bruder im Geiste war und früher tolle Filme machte... Serge Korber, der Filme mit Louis de Funès machte... Georges Fleury, dessen antibürgerlichen Spermiaden etwa von Dokumentarfilmen über Jacques Prévert unterbrochen wurden... Claude Pierson, der eine der besseren soften De-Sade-Adaptionen abgeliefert hat... Norbert Terry, der eine Rolle neben Woody Allen in WHAT´S NEW PUSSYCAT hatte... Gérard Kikoine, der den Weg vom Hochglanzporno zu grotesken Poe-Adaptionen und sonstigen Horrorfilmen schaffte... Ach, da gab es einige, die das Hinkucken wert waren! Und wenn man da noch so schöne Frauen wie Brigitte Lahaie, Cathérine Ringer oder Barbara Moose entdecken kann (und so schöne Prolls wie Alban Ceray, Richard Allan oder Gabriel Pontello!), dann macht die Suche besonders viel Spaß! Wer an der Liste interessiert ist, soll mal mailen. Das sehe ich als eine Weitergabe kulturgeschichtlicher Infos, und da die Filme alle nicht mehr auf dem Markt erhältlich sind, ist das dann auch keine Werbung für beanstandenswertes Material... Ich gehe jetzt ins Bett und träume von freundlichen Menschen, die einander respektieren und keine bösen Gedanken im Busen tragen. Ach, ahem: Am Sonnabendmorgen findet im Schauburg ein weiteres Zusammentreffen statt zwecks Ausübung der Staatsbürgerpflicht im Schatten subkulturellen Filmguts. Der "Geheimnisvolle Filmclub Buio Omega" öffnet wieder seine Pforten, und das Schlagwort heißt diesmal OBEN OHNE. Es geht aber mitnichten um Ferkeleien, sondern um gepanzerte Echsen, die niemandem aus der Hose hängen, aber Tokio verwüsten. (Nicht wirklich - das sind alles Spezialeffekte!) Außerdem geht es in den wilden Westen, wo Dario Argento mit einem Franzosen um die Ordnung im aufkeimenden Staatengefüge der USA ringt. Es war schon immer so wie heute - überzeugt Euch davon am Samstag mit schlafverschwollenen Augen! So, jetzt ist aber komplett Feierabend - güet´s Nächtle...
010903
So, zurück von der Premierenparty von OPERATION TANZSENSATION! Gar so lange, wie ich es mir gewünscht hätte, konnte ich mich nicht auf ihr vergnügen, da mein zunehmend methusalemisches Alter seinen Tribut forderte. Ich bekam aber mit, daß der Film seinen verdienten Anfangserfolg feiern durfte, denn das Publikum war begeistert. Im Bielefelder "Astoria" drängelte sich eine sehr buntgemischte Menschengruppe, die sich u.a. am speziell für diese Feier abgefüllten "Atompils" labte. Ich traf einige liebe Freunde, darunter den Fabse von Wicked und die Duisburger von KINDER DER NACHT, und Thilo und Simon sind sowieso reizende Leute. Daß ich Herrn Felsenheimer wiedertreffen durfte, war ein fettes Vergnügen. An diesem Abend gab es zwei Vorstellungen, die von den Gosejohann Brothers eingeleitet wurden. Nach jeder Vorstellung begleiteten sie noch Darsteller und andere Mitverantwortliche und stellten sich der jubelnden Menge. Was soll man sagen - war dolle! Lest in meinem Text zum Film nach, warum... Obwohl der Zuschauerandrang (und -harndrang) sondernormen war, hatte ich Gelegenheit, die Bekanntschaft von Oliver (Zorc!) und Wolle (Dr. Herbert Ost!) zu machen, die beide supernett waren. Olivers Freundin (Zorcs Assistentin!) ist überhaupt nicht so grimmig wie im Film, sondern eine überaus strahlende Person. Ihrer beider Töchterlein ("Maike, Kippe?") war nicht anwesend, da sie erst 7 ist und deshalb ins Bett gehört, wie jedes brave Kind... Mit meiner Cora habe ich kurz neben der Talkshowchefin Sina-Maria gesessen, die Thilo im Film zusammen mit Bela brutal zusammenschlägt. Mit dem Bürgermeister Michael (der einen Bauchschuß bekommt UND den halben Kopf weggeblasen!) habe ich am Parkscheinautomaten gestanden. ("10 Euro? Sind die wahnsinnig?") Jan-Hendrik (Ramirez!), die reizende Catrin (Mutter von Maike!) und Alexander (Ralf Eden!) hätte ich auch sehr gerne kennengelernt, aber das hole ich halt ein andermal nach. Vielleicht kommen ja alle nochmal nach Dortmund und Bochum - das wäre toll! Das gilt natürlich auch für DJ Wolfgang Jack (exzellente Musikauswahl, auch bei der Party!) und Hans Merten, den Vorsitzenden der DVD, und alle, die ich vergessen haben mag... Ich fordere aber für Nachfolgeveranstaltungen einige Ninjas - gegebenenfalls stelle ich mich da zur Verfügung! Nö, fetzender Erfolg, und Thilo und seine Leute sahen alle enthusiasmiert und glücklich aus - so soll es sein! Der Sound ist übrigens extrem gut geworden und kein Vergleich zu dem Schrabbeltape, das ich für die Reviews verwendet habe... Angemerkt sei, daß ich es sehr lieb fand, daß ich im Nachspann aufgeführt werde - danke, Thilo! Angemerkt sei auch, daß ich es sehr süß fand, daß man immer wieder Arme hochgehen sah, wenn Leute aus dem Publikum "ihre" Szene entdeckten - "Kuck´ mal, das bin ich!" Ralf und Kai, die beide mit ihren Damsellen angereist waren, konnten damit protzen, daß auch sie auf der großen Leinwand richtig fesch rüberkommen... Wir haben jetzt, da ich dies schreibe, die Nacht zum 14. September, und ich bin gerade von der Geburtstagsfeier der lieben Fürstin zurückgekehrt, welche ist die liebreizende Gattin des namhaften Elvis-Gitarristen Mannesmann. Obwohl ich eigentlich völlig gerädert vom Vorabend war, vermochte ich den Gesprächen einiges Hübsche zu entnehmen. So erzählte ein Gast, daß er mal von einem Nazi gehört habe, der tatsächlich der Ansicht war, das Buch des Herrn Schickelgruber heiße nicht etwa "Mein Kampf", sondern "Mein Buch"! *gröhl* Bestimmt war das nur der Arbeitstitel, aber Hitlers Verleger hat dann zu ihm gesagt: "Hör´ mal, Adolf, ich will dir ja nicht zu nahe treten, aber `Mein Kampf´ ist wirklich der bessere Titel!" Im Arbeitszimmer hatte Mannesmann ein riesengroßes Schwarzweißbild von Johnny Cash hängen, das etwa so aussah:
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Allerdings hatte er das Bild mit einem schwarzen Trauerband verziert und eine schwarze Rose unter das Gesicht gehängt. Auf der Party liefen in regelmäßigen Abständen die schönsten Lieder des Mannes. Das hat natürlich folgenden traurigen Hintergrund: Im Alter von 71 Jahren starb der "Man In Black" vorgestern in einem Krankenhaus in Nashville an den Folgen einer Erkrankung. Gerade vier Monate zuvor war seine langjährige Lebensgefährtin (für 35 Jahre!) in die andere Welt gegangen. Seinen Ruhm als Country-Musiker muß man kaum nachzeichnen, denn jeder kennt Johnny Cash, und während mir dieses musikalische Genre für gewöhnlich ziemlich gleichgültig ist, so schätzte ich Cash immer sehr als eigensinnigen, charakterstarken und sehr exzessiven Charakter. In den Mitt-60ern geriet er aufgrund von Alkohol und Drogen völlig aus der Bahn, aber die Heirat mit seiner Ehefrau verschaffte ihm neuen Halt. Obwohl ihm Inspektor Columbo 1974 das Handwerk legte in der hervorragenden Episode "Swan Song", feierte er zahlreiche Triumphe. Nachdem es eine Zeit lang recht still um ihn geworden war, verschaffte ihm ausgerechnet Produzent Rick Rubin (z.B. Danzig!) 1994 ein Comeback, das ihm zahlreiche neue Fans auch aus der jüngeren Generation gewann. Die letzten Alben gehören zum Schönsten und Anrührendsten, was ich jemals von ihm gehört habe. In gewisser Weise war jede der letzten Platten ein Abschiedsalbum, da sich seine schwindende Lebenskraft zunehmend abzeichnete. Aber es dauerte noch eine ganze Weile, bis der harte Knochen endgültig das Spiel mit Freund Heiner verlor. Jetzt ist er tot, aber seine letzten Platten lege ich jedem ans Herz, auch allen, die ihn irregeleiteterweise für einen Country-Debilo halten. Der Mann ist Legende. Platten wie "Solitary Man" oder "The Man Comes Around" sind einfach nur noch erhaben. "Love is a burning thing" - die Kerze ist aus, aber der Mann lebt weiter.
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RIP
010903
So, eigentlich ist heute der 11. September, und zum Jahrestag der Katastrophe werde ich sicherlich nichts schreiben, denn das Fernsehen ist schon den ganzen Tag lang voll von Amis in Trainingsanzügen oder "Beer built this body"-T-Shirts, die sich darüber wundern, daß es Menschen auf der Welt geben kann, die den USA Böses wünschen. ("Bei all dem Guten, das wir der Welt tun!" beklagte sich gerade einer.) Na ja, da könnte man die Indianer fragen, die Schwarzen oder die Dritte-Welt-Länder... (Hallo, WTO!) Oder Charles Bronson, aber der ist während meiner unlustbedingten Internetabsenz dahingeschieden. Das habe ich sehr bedauert, denn ich habe ihn immer sehr gemocht. Politisch wären wir vermutlich auf keinen grünen Zweig gekommen, aber die meisten seiner Filmauftritte (einschließlich EIN MANN SIEHT ROT) fand ich toll. Die Filme, die er in den letzten Jahren seines Lebens gemacht hat, waren alle nicht so prall (mit Ausnahme von J. Lee Thompsons DER LIQUIDATOR!), aber er hat eine beachtliche Anzahl von erstklassigen Filmen auf seinem Kerbholz, mit und ohne Mundharmonika... Gerade heute ist Leni Riefenstahl heimgegangen, mit der Charles Bronson meines Wissens niemals zusammengearbeitet hat. Mit ihrem Werk tue ich mich ja immer noch sehr schwer, da ich TRIUMPH DES WILLENS wie auch den OLYMPIA-Film ästhetisch für Meisterwerke halte. (Von den Techniken, die sie für den letzteren erfunden hat, zehren noch heutige Sportübertragungen!) DAS BLAUE LICHT hat mich auch beeindruckt, aber was ihre Haltung zu der Rolle angeht, die sie im "Tausendjährigen Reich" gespielt hat, so finde ich die nach wie vor Banane. Wenn man die beiden wichtigsten Propagandafilme für die Herren der Konzentrationslager gedreht hat und dann noch böse wird, wenn die Journalisten immer wieder mit diesem Umstand hausieren gehen, raubt mir das den Respekt. Na ja, 101 Jahre alt isse geworden, und jetzt haben die morschen Knochen ihre Ruh´. Und jetzt muß ich noch einem anderen toten deutschen Künstler Schmach hinterherwerfen: Ich habe mir mit meiner Cora Paul Wegeners DER STUDENT VON PRAG angesehen, und wir haben uns köstlich amüsiert! Dieser 1912 produzierte Streifen stellte zum damaligen Zeitpunkt wohl das Nonplusultra inszenatorischer Raffinesse dar. Er war auch ein namhafter Erfolg. Bei aller geschichtlichen Importanz, die DER STUDENT VON PRAG besitzt, muß man doch sagen, daß er - verglichen etwa mit dem 1919 erschienenen DAS CABINET DES DR. CaGlIaRi von Robert Wiene - sehr anschaulich die Kinderschuhe demonstriert, in denen das Medium damals noch steckte. Unterstützt wurde der Eindruck noch von der eminent lustigen Sprachfassung, die das steinalte Interpathé-Tape präsentierte. Da werden sämtliche Titelkarten der männlichen Darsteller von einem einzigen Sprecher intoniert, der sich große Mühe gibt, wichtig und feierlich zu klingen, aber einfach nur wurstig rüberkommt. Im Falle des greisen Scapinelli (der dem Studenten Baldwin quasi den Pakt mit dem Teufel anträgt) benutzt er sogar eine lustig verstellte Stimme, die ein klein wenig an Helge Schneider erinnerte - hinreißend! Die Kamera wurde zu diesem frühen Zeitpunkt der Entwicklung der Filmsprache noch einfach in die Gegend gestellt und entsprach dem Auge des Theaterzuschauers. Das war aber zum Glück nicht getrübt genug, um die Contessa wahrzunehmen, in die Balduin sich verliebt: Grete Berger, Heldin aller Heldinnen! Das ist in etwa so, als hätte man Inge Meysel als jugendliche Heldin gecastet - die ist steinalt und obendrein betrunken! Seht Euch mal die Bahnen an, die die umnachtet scheinende Contessa bei jeder Regieanweisung beschreitet: "Okay, jetzt gehst du bitte bis zum Fuß der Treppe - nein, mehr nach links - nein, nach rechts - Vorsicht, Stufe!" Das ist einfach nur cool. Hätte man mir als Minderjährigem in der Schule so eine Granate als Kulturgut dargereicht, wäre ich bestimmt zu einem besseren Menschen geworden. Paul Wegener erscheint in diesem Film als ältester Student der Tschechei. Cora platzte heraus: "Warum heißt der Film eigentlich nicht DER LANGZEITSTUDENT VON PRAG?" Der Mann ist mindestens 40 Jahre alt, und während er als Golem noch meist die Flappe mit den nach unten hängenden Mundwinkeln zieht, zieht er hier alle Register des theatralischen Könnens. Nach heutigen Empfindungsmaßstäben reduziert er sich damit allerdings auf das Niveau einer kompletten Wurst - boah, was läuft da ab? Was macht der da? Bekommt der etwa noch Bafög? Studiengebühren erscheinen als frommer Witz angesichts der dargebotenen Faxen. Wer sich noch an Alexander Granach aus F.W. Murnaus NOSFERATU erinnert, wird auch die Katastrophe erahnen können, die der Darsteller des teuflischen Scapinelli darbietet - alter Schwede! Man muß das alles natürlich aus der Zeit heraus verstehen, aber wenn man das nicht tut, hat man einfach viel mehr Spaß! CALIGARI und NOSFERATU wirken auch heute noch sehr eindrucksvoll, wobei NOSFERATU natürlich eher wegen des leichenhaften und rätselhaften Max Schreck besticht als wegen Alexander Granach, aber jo mei. Der gemeine Zuschauer und Stallbursche beurteilt Schauspieler ja häufig allein nach dem Grad, in dem sie einem sympathisch dünken, und Paul Wegener hinkt Emil Jannings da um Lichtjahre hinterher. Grete Berger hinkt sogar der Bimmelbahn hinterher - man fragt sich, wie die Frau den Weg über die Straße schafft? Der Golem war aus Lehm, aber welche Entschuldigung hat diese Gräfin? Im Anschluß an das Tape befand sich noch eine Interpathé-Werbung für einen firmeneigenen Videokopfreiniger, der von exakt demselben Sprecher gesprochen wurde - war das der Chef der Firma? Er möge mir meine despektierlichen Bemerkungen verzeihen... Ich mutmaße, daß die Neuverfilmung von 1926 mit Adolf Wohlbrück besser gewesen ist, denn da war der filmische Standard doch schon etwas ausgefeilter. (Obwohl - auch CABIRIA von 1914 kann sich mit den Werken von D.W. Griffith durchaus messen - also, wozu Gnade walten lassen?) Was ist sonst noch so passiert? Die deutsche Nationalmannschaft hat ein extrem beschissenes Spiel gegen Island abgeliefert. Rudi Völlers Vorstellung danach war aber noch einen Zacken doller. Ich hätte nie gedacht, daß ich mal Gerhard Delling und Günther Netzer gegen Rudi Völler in Schutz nehmen müßte, aber hier war ich eindeutig auf deren Seite. Auch wenn Völlers Geblöke in Richtung dummdreister Berichterstattung durchaus nachvollziehbar erscheinen mag, aber es hätte echt geeignetere Ziele finden mögen als Delling und seinen Siez-Freund Netzer. Die haben sich ob der dargebotenen Armseligkeit noch sehr moderat ausgedrückt. Wenn das Leute wie Wontorra, Kerner oder den Live-Spiel-Kommentator Beckmann erwischt hätte, hätte mich das mehr gefreut. Oder diese Premiere-Schnösel-Trompetenschwäne auf dem Pfad-Pfad. Delling fand ich immer tragbar, und im heutigen Medienspektrum wird Fußball halt eben auf ein bestimmtes Format gebracht. Erwartet der Völler etwa, daß seine reichen Balltreter für ihre jämmerliche Vorstellung noch bejubelt werden? Wie sehr ich Rudis Verpflichtung damals auch gutgeheißen habe, aber hier hat er echt (überdies sprachlich maroden) Bockmist verzapft. Und selbst CSU-Waldi Hartmann hat noch den Vorzug der Humorfähigkeit gegenüber "Ich muß das nicht machen"-Rudi. Nöh, Rudi, du mußt das nicht machen, und du und deine Klippschüler müssen kein Irrsinnsgeld für die Balltreterei verdienen, das ihr ebenjenen Medien verdankt, denen ihr jetzt die Teufelsmaske aufhängt. Was für ein prolliger BILD-Stil! Und die BILD-Redakteure haben wenigstens noch Ahnung und Intelligenz und wissen ganz genau, womit sie die Menschheit zuzementieren! Der Rudi sollte wirklich lernen, womit er es zu tun hat, wovon seine Kinder ihre Ausbildung finanziert bekommen, dann würde er begreifen, daß er ein Teil der Maschinerie ist, die er offensichtlich selber verabscheut! Selbst die Politik hat sich zu diesem Nebbich-Thema geäußert. Peter Struck hat sich in einer n-tv-Sendung nicht entblödet, das Rudi-Völler-Lied anzustimmen - uffa, diesen Geschmackstiefpunkt hätte ich vielleicht dem Kanzler, aber gerade Struck nicht zugetraut! Selbst Popelismus sollte origineller sein... Das große Unglück war, daß die Nationalmannschaft gegen Bertis Schotten dann tatsächlich gut gespielt hat. Fuck! Ich habe mich bereits auf das hämische Ätschebätsch gefreut... Trotzdem - ich fand die Einwände mehr als berechtigt, und Mimosentum sollte in diesem Millionengeschäft einfach nichts verloren haben. Und angesichts der bodenlosen Scheiße, die diese Regierung baut, sollte das auch nicht so ein Gewicht haben. Ist den Leuten Fußball wirklich wichtiger als Arbeitsplätze und eine sinnvolle Gesundheitspolitik? Naja, heute ist der 11. September, da sollte man mal Elfe gerade sein lassen. Alle Menschen werden Brüder undsoweiter. Boah, was für Fucknasen! Morgen werde ich mit meiner Zauberelfe Richtung Bielefeld gurken, denn da findet die Weltpremiere von OPERATION TANZSENSATION statt, dem neuen Film von Thilo Gosejohann. Ich freue mich schon wie ein nackter Elch darauf, den Schauspielern und Machern des Streifens Hallo sagen zu können, und dazu gehört ja immerhin Bela B. Wenn Anke Engelke nicht dabei ist, werde ich gerne anbieten, sie auf der Bühne zu repräsentieren. Den Unterschied wird niemand merken, wenn ich mir Mühe gebe. Ralf und Kai von "Absurd 3000" werden auch dabei sein, Heiko und seine Mannen von RINDER DER NACHT 2, und die Wicked-Leute schauen auch vorbei. Wir sind für die erste der beiden Vorstellungen eingeplant, wenngleich Thilo schon angekündigt hat, daß die zweite bestimmt besser wird, denn da werden die Schauspieler und Macher bereits sturzbetrunken sein. Ich werde versuchen, von der Kinoperipherie auch diese Entgleisungen mitzuerleben. Meine Videokamera-Akkus laden bereits, und meine Knipse werde ich auch mitnehmen. Ich hoffe, hier demnächst einen Kessel Buntes aus der Tanzsensation offerieren zu können. Wenn einer der Beteiligten sich danebennimmt, werde ich das hier ganz unnepotistisch verkünden - da sollen die sich mal vorsehen! Jetzt gehe ich nach Bett - Wohlsein!
010903
So, jetzt ist immer noch der 1. September. Hier ein kleines Bild für die schweren Tage, die nun folgen werden:
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Alba ist die Morgenröte, und was Dr. Bodinus sonst so herstellt, ist mir nicht bekannt, aber auf Gurkendoktoren versteht er sich! Falls jemand daran gezweifelt hat, daß es den Gurkendoktor wirklich gibt - die Zweifel sollten hiermit getilgt sein. Ich war selbst am überraschtesten, als mir dieses backpulverpäckchengroße Kleinod übergeben wurde. Niemals werden unsere Gurken mehr weich werden, und das ist nur dem Gurkendoktor zu verdanken. Lob und Preis dem Gurkendoktor! (Und Angst vor Schimmel ist hinfällig als Bonus.) Lächelt der Gurkenmann nicht höchst gewinnend? Ich meine ja doch! Wer wissen will, wie lange der Segen andauert, der muß auf der Rückseite nachsehen, aber wie macht man das im Internet? Da sieht man ja nur, wie lange man schon nicht mehr Staub auf dem Rechner gewischt hat. Tja, auch von so was werden die Gurken marode. Also nicht nachschauen und auf den Gurkendoktor vertrauen! Ich bin jetzt einfach zu müde, aber das Bild wollte ich Euch nicht vorenthalten...
010903
So, ich habe den August jetzt satt - es folgt der September! Er beginnt mit einer kleinen Werbung für OPERATION DANCE SENSATION, für den ich einen kleinen Text verfaßt habe, der auch schon von vereinzelten Bildern gesäumt wird. Bester Homemade-Film, den ich jemals gesehen habe. In der neuen "Splatting Image" wird noch ein anderer Text über det Dingen enthalten sein, wie auch der zweite Teil meines Artikels über die Erzeugnisse des Videolabels VMP... Ansonsten kann ich nicht viel erzählen. Ich habe mit meiner Frau Herzblatt ein erlesenes Wochenende verbracht, das von einem Ausflug auf eine Halde gekürt wurde. Da ist im Laufe der Jahre (Jahrzehnte?) eine Menge Kohlenkram aufgeschüttet worden, und die Natur forderte ihr berühmtes Recht zurück. Strunke und Sträucher wucherten aus dem matten Erdreich heraus. Zwischen den Kohlenkieshaufen am Gipfeln haben wir nette Laibach-Bilder geschossen, da das recht geometrisch aussah. Oben haben wir auf der Chef-Plattform halbnackt in der Sonne geschmurgelt, und kein Gelsenkirchener machte uns den Platz streitig. Das finde ich töfte von den Gelsenkirchenern, und wir hatten einen schönen Tag. Jetzt werde ich müde und gehe schlafen. Erneut sei hingewiesen auf das "Buio Omega"-Event. In der Nacht davor werden wir vermutlich dänische Hotdogs schmurgeln mit all den absonderlichen Zutaten, die dazugehören.
200803
Nein, ich war nicht in Urlaub! Es war die heiße Sommernacht, die mich um meinen Fleiß gebracht, und wenn der Schlendrian (auch Schlurf genannt) erst einmal eingekehrt ist, dann will er auch nicht so schnell wieder weichen... Die Hitze ist jetzt erst einmal weg, und das finde ich brillant, denn nun kann ich wieder mit mehr Elan dem Ziel der Arbeitsvermeidung nachgehen. Meine Kemenade glich zeitweise einer finnischen Dampfsauna, und wenn einem bei der geringsten Bewegung der salzige Schweiß in die Augen läuft, dann macht das Dasein keinen rechten Spaß mehr. Ich beneide alle Zeitgenossen, die einen Balkon oder wenigstens eine Badewanne besitzen! Zu den ausgesprochenen Höhepunkten der Woche gehörte das Wicked-Vision-Treffen vom Samstag. Auf Wicked unterhalte ich ja ein kleines Europloitation-Forum, auf dem man sich über Italowestern, spanische Horrorfilme und deutsche Porno-Fürstendramen austauschen kann. Nun gab es die Möglichkeit, Hände zu schütteln und Hallo zu sagen. Da ich wenige Stunden zuvor den "Geheimnisvollen Filmclub" zu moderieren hatte, war ich sehr müde, und mir graute vor dem Gedanken, jetzt auch noch einer Horde stumpfer Gorebauern ausgeliefert zu sein. Meine Freude war somit enorm, als ich feststellte: Gorebauern - Fehlanzeige! Stattdessen tummelten sich ausschließlich nette und sympathische Leute in Toxies Garten, und angenehmerweise wurde nicht nur über Filme gequackelt, sondern sogar vorwiegend über Dinge aus anderen Lebensbereichen, so daß die Veranstaltung eher den Charakter einer normalen Grillparty hatte. Das ließ ich mir gefallen, und statt der anvisierten zwei oder drei Stunden blieb ich ganze sechs und hatte sogar noch Gelegenheit dazu, eine Rolle mit Ausschnitten aus schlechten Filmen vorzuführen, die Szenen aus Filmen wie DIE BESTIE AUS DEM WELTRAUM, DAS GRAUEN KOMMT NACHTS oder RITT ZUR HÖLLE enthielt... Näheres kann man hier nachlesen. Bei der Tombola gewann ich u.a. einen Amateurhorrorfilm namens DAS KOMABRUTALE DUELL, von dem mir bereits berichtet wurde, das Blut sähe aus wie Kaba. Aus Venedig wurde mir eine Flasche Hitler-Wein mitgebracht, bei dem ich arg schlucken mußte - wenn es neben Berlusconi eines weiteren Belegs bedurft hätte, daß die Aufarbeitung der jüngeren Vergangenheit in Italien nicht so weit gediehen ist wie bei uns, so fand ich ihn hier. (Den Che-Guevara-Wein aus derselben Kollektion hätte ich sogar getrunken, aber den Herrn Schickelgruber werde ich aus Prinzip schön in seiner Flasche lassen!) Von einem professionellen Fotografen bekam ich nach intensiver Würdigung seiner Kunst sogar noch ein besonders schönes Unikat geschenkt, das ich demnächst rahmen und aufhängen werde - danke, Immi! Die Ausschweifungen der späteren Nacht habe ich dann nicht mehr beobachten können (u.a. die sächsische Schwängerung des Herrn Korsakow), denn das Bett rief. Am nächsten Tag feierte ich mit meiner Frouwe in ihren Geburtstag hinein. Wir kuckten die letzten TWIN-PEAKS-Folgen, den ZAUBERER VON OZ und hatten uns lieb. Cora überraschte mich mit Fußball-Sachverstand: Als von der Münchner Verpflichtung des Stürmer-As Roy Makaay berichtet wurde, witzelte sie: "Was, es gibt einen Fußballer namens Rheuma-Kai?" Das fand ich richtig nett, und am nächsten Tag fuhren wir nach der Bandprobe zu ihr und trafen uns mit einigen netten Freunden zum gemeinsamen Umtrunk. Davon erzähle ich jetzt aber nix. Hier aber noch ein paar Links: Auf einer spaßzentrierten Seite gibt es eine hübsche Fleischesser-Hymne, die man sich herunterladen kann. Auf einer amerikanischen Universitäts-Website gibt es einen tollen Generator, der belegt, daß fast jeder Schauspieler etwas mit Kevin Bacon zu tun hat! ("Christian Kessler" funktioniert nur deshalb nicht, weil die Nulpen von der IMDb nicht gerafft haben, daß Hans Billian auch mal als Christian Kessler gefilmt hat...) Drollig - was es nicht alles gibt... Hier geht es zu einer tollen Site, auf der Zitate von George W. Bush jr. gesammelt sind, die unseren ehemaligen Bundespräsidenten Heinrich Lübke ("Meine Damen und Herren, liebe Neger...") vergleichsweise harmlos erscheinen lassen. Von "Yahoo" gibt es einen nicht lustigen, aber interessanten Bericht zu Mel Gibsons neuem Jesus-Film, der die Antisemitismusdebatte hat aufflackern lassen. (Da hätte er wohl lieber MAD MAX 4 gedreht, was?) Außerdem gibt es eine Meldung über einen Mann, der sich im Schlaf zu Tode gelacht hat! So, daß muß jetzt erst einmal genügen. Ich weise mit durchaus imperativem Unterton auf das Event hin, das "Der geheimnisvolle Buchclub Buio Omega" am 30.8. (Samstag) um 20 Uhr in Düsseldorf veranstaltet. Da werden im Metropol-Kino nacheinander zwei großartige Trash-Kracher präsentiert, die im Club bereits mit großem Erfolg gelaufen sind: der vielleicht asozialste Polizeifilm aller Zeiten, EISKALTE TYPEN AUF HEISSEN ÖFEN, und der unfreiwillig komischste Rockerfilm wo gibt, THE MAD FOXES! Wer sich diese Gelegenheit entgehen läßt, wird das den Rest seines irdischen Lebens bedauern - Wohlsein!