Guten Morgen. Mein Name ist Christian Keßler. Ich habe diese Website vor einiger Zeit zusammengeschraddelt, als ich langsam lernte, mich im Internetsumpf zurechtzufinden. Das meiste ist recht fromm zusammendilettiert, denn von Informatik verstehe ich rein gar nichts. Wenn Formen und Farben das Auge des Betrachters verwirren, so liegt das nicht an einer gehässigen Gesinnung des Autors, sondern eben an Freude an Formen und Farben. Ich finde es toll, was man mit diesem Medium so alles machen kann! Theoretisch könnte ich ja sogar schlüpfrige Wirtinnenverse, gehässige Gemeinplätze und Sexfotos von Johannes Paul dem Nochten unter das Volk streuen. Das finde ich toll!

Tatsächlich bin ich nur ein Filmjournalist aus Bremen, der sich gerade in der selbstgewählten Diaspora befindet, genauer Gelsenkirchen-Buer. Das ist ein ganz merkwürdiger Ort! Hier schlurfen die Leute durch die Straßen, tragen mit außerordentlicher Lässigkeit eine Weltgewandtheit zur Schau, die anderswo zum sofortigen Stromtod führen würde. Ich bin trotzdem davon überzeugt, daß alle ihren selbstgewählten Lebensgang vollziehen, wie absonderlich der auch sein mag. Der eine ist Schuster; der andere Metzger; ein weiterer Anthroposoph. Das wackelt hier alles so durch die Straßen. Eine Orientierung erscheint ebenso unmöglich wie überflüssig. Die Leute schlurfen alle weiter. Alle haben ihre Leben und werden nicht müde, Gas zu geben bis zum Umkippen. Wenn man umkippt, kommt man sofort nach Karstadt in die Feinkostabteilung und wird als Leckerbissen gereicht. Das hätte man sich ja niemals träumen lassen - eine Karriere als Leckerbissen! Die Sterblichen müssen sich aber weiter abplagen. Das macht irgendwo Sinn, und diesen Ort möchte ich echt mal kennenlernen. Da bastelt der Weihnachtsmann seine Geschenke, und Rudolph das rotnasige Rentier wühlt sich durch den grauen Schnee der Arktis. Der Osterhase poliert seine Eier, auf daß sie auch schön glänzen mögen, damit die Kinderherzen erstrahlen. Das muß ein Ort ewiger Eintracht sein.

Ich habe auf diese Webpage so allerhand draufkarbichelt. Manches ist etwas verwunderlich, manches stramm blöd, manches macht gerade mal soviel Sinn wie die alltags vorgefundene Wirklichkeit. Ich habe aber immer versucht, meinem eigenen Sinn für Schönheit im Leben Rechnung zu tragen. Der ist nicht immer allgemeingültig, aber seien wir mal ernst - auch Cindy Crawford sieht aus wie ein behinderter Lemming, wenn sie auf dem Scheißhaus sitzt, oder vielleicht poliert sie sich auch gerade die Fingernägel und hängt einer verlorenen Liebe nach... In jedem Fall krumpelt sich hier so einiges zusammen.

In den letzten Wochen habe ich einige Mails bekommen, die mich darauf gestoßen haben, daß es möglicherweise doch etwas vermessen ist, einfach so die Welt des Internets zu bepflastern. Die meisten Leute, die mich kennen, kennen mich eher aufgrund meiner Filmtexte. Diese folgen ja auch eher ungewöhnlichen Pfaden, aber ich möchte keinen Pfadfinder beauftragen, damit er den neuen Lesern den Weg zu meinem Herzen weist. Ich habe deswegen einige Texte rausgenommen, die sich mit meiner persönlichen Vita befassen, und auch einige, die weingetränkte Kurzgeschichten ebenfalls persönlichen Charakters enthielten. Was meine Prosaaktivitäten angeht, so bimmelt irgendwann die Stunde von Kommissar Ernst. Das ist so ein Polizist.

Auch so ist aber noch genügend kruder Kram drin, denke ich mal.

Ansonsten befaßt Euch bitte recht herzlich mit den hier dargebotenen Quatschereien. Auf einige der Texte bin ich nachgerade stolz, etwa einige, die sich mit musikalischen Helden von mir befassen. Vielleicht gebe ich ja dem einen oder der anderen neue Anregungen. Im Newsticker wird genereller Quatsch, Tagesgeschehen und natürlich Trivia über persönliche Auftritte, Veröffentlichungen oder sonstiges enthalten sein. Meine Zahnarztbesuche werden ebenfalls peinlichst notiert.

Wenn ich wieder nach Bremen zurückziehe, mache ich ´ne neue Homepage!

Alles Liebe vom Zuckerhut.

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