Proberaumschnipsel

So, hier gibt es jetzt einmal einen klingenden Einblick in unsere Proberaumaktivitäten. Die Aufnahmen sind größtenteils rattenschlecht und wurden mit einer DigiCam der Firma Sony erstellt. Aus Authentizitätsgründen wurden alle Verspieler und Stellen, an denen ich ausnahmsweise mal den richtigen Ton treffe, dringelassen. Ein Schlagzeug gibt es nur bei den ersten beiden Aufnahmen. Bei einigen der anderen Tracks habe ich auf meinem Yamaha-Keyboard herumgehackt. Der Erwerb einer echten Roland-Drum-Maschine ist angedacht. Einige der Stücke gehören zu den regelmäßigen Sets, während andere einfach mal so entstanden sind und nur Zeitkokorit darstellen. Nicht berücksichtigt wurden "Heartbreak Hotel", "His Latest Flame", "Blue Child In Time" (eine Mischung aus "Blue Moon Of Kentucky" und "Child In Time"!) und einige andere Sachen. Na ja, schön laut isset ja!

Band

01 Fever: So klang das mal. Aufgenommen bei unserem zwoten Liveauftritt im Jahre 2004, im Traditionshaus "Zum lustigen Sklaven" in Dortmund. Das lange Intro bitte ich zu entschuldigen. Am Schlagzeug brillierte damals der Herr Bauknecht, welcher für die Dauer des Auftrittes simultan von den Geistern von Gene Krupa und Cozy Powell besessen war, welche rätselhafterweise beide deutsch sprachen.

02 Diana: Diesen schönen Schluchzer brachte uns Paul Anka bei, der Bruder von Simon & Furunkel. Der deutsche Text stammt von mir, wurde in einer halben Stunde hingeworfen und steht auch heute noch so im Raum. Am Schlagzeug sprang damals der Geist von Keith Moon ein, als Nonne verkleidet.

03 Kissing In The Backrow Of The Movies: Das bin ich nicht, das bin ich nicht!

04 Elvis Has Just Left The Building: Ein Spätwerk von Zappa, hier mit fulminantem Kirchenorgelintro. Aufgenommen im Kölner Dom (Pförtnerhaus).

05 Kizmiaz: Eine Leihgabe der Cramps. Dem Lux Interior würde ich niemals Konkurrenz machen wollen. Und Poison Ivy ist einfach Coolness auf zwei Beinen!

06 G: Das Stück "G" hat sich entwickelt, als wir keine Lust mehr hatten, "Devil In Disguise" zu spielen. Kai hieb einfach nur noch das G in den Bass, Torsten machte mal und ich erzählte was dazu. Beim letzten Mal etwas über Herrn Klose von der Süddeutschen Klassenlotterie. Die längste Durchführung dauert über 20 Minuten! Das hier ist ein kleiner Ausschnitt vom Anfang. Das Stück sieht jedes Mal anders aus.

07 G: Ein späterer Auszug. Der Text stammt von Friedrich Hollaender (glaube ich). Man beachte das gegröhlte "Nyarlathothep", das noch aus der legendären "Anton LaVey Version" stammt... Der Clicktrack im Hintergrund ist nur dazu da, damit wir dagegen anspielen können.

08 Teddy Bear: Dieses Lied wurde bei der letzten Probe angedacht. Es gibt ja von den Residents eine dominante SM-Version desselben Liedes. Das hier ist so etwas wie die devote Variante...

09 Love Me Tender: Eine Kasperei zwischendurch.

10 Aquarius: Mein Vorschlag, ein Stück aus dem Musical "Hair" zu bringen, wurde brutal abgeschmettert.

11 Ewiger Baum: Den Text zu diesem Stück schrieb ich mal als Springsteen-Veralberung. Bei einer der letzten Proben meinte ich nur "Spielt mal irgendwas!" und legte den Text drauf. Warum das Stück "Ewiger Baum" heißt, weiß ich auch nicht, denn es handelt ja von einem Fluß...

12 Viva Las Vegas: Diesen Schlager können wir mittlerweile auch nicht mehr hören, weswegen er zunehmend verhäckselt wird. Hier ist etwas vom Text zu "Teddy Bear" eingeflossen. Ein mysteriöses "Viva Al Brasi"-Intermezzo passierte auch. Und am Schluß setzt es ein nettes Outro.

13 Viva Las Vegas: Mehr vom Anfang. Der Text wurde diesmal von "Bela Lugosi´s Dead" befallen. Die Version mußte später wegen der Rückkopplungen abgebrochen werden.

14 Nasenhaar: Das war an jenem Tag, als wir mal Punkrock improvisieren wollten und u.a. eine Art Oi-Version von Rolf Zuckowskis "Dicke rote Kerzen" bastelten. "Nasenhaar" ist mehr eine Ballade und hat eigentlich 5 oder 6 Strophen.

15 Popcorn Mama: Eine Version von Zappas "Your Guitar Wants To Kill Your Mama", mit einem Synthie-Intro, das etwas an den ersten Synthie-Popsong aller Zeiten erinnert.

16 Elvis Has Just Left: Eine etwas schnellere Version zum Mitschunkeln.

17 Goblin: Da habe ich einfach nur 5 Minuten lang mit dem Goblin-Klang meines Yamaha herumgespielt und Torsten hat dazu was gemacht. Finde ich aber hübsch.

18 La Mer: Torsten. Liveauftritt an der Küste von Tasmanien.

19 Die Legende von Billy The Schritt: Da haben wir nur herumgekaspert.

20 Hookerblues: Auch eine Impression vom Proberaumgeschehen. Einmal und nie wieder.

21 Heartbreak Fever: Ja nun.

22 Viva Las Vegas: Und am Schluß noch etwas Krach.


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