ELVIS
GOES EL BRASI
DRUMMER
WANTED!!!!!!!!!!!!!
Elvis
verließ das Gebäude, doch sein Geist lebt weiter! Mit
rasselnden Ketten und Würstchengirlanden spukt er durch das
kollektive Unterbewußte, und selbst Elvis-Banausen kommen nicht
umhin, den verblichenen Glitzerkönig und Vegas-Bestäuber zur
Kenntnis zu nehmen. Wie Atheisten häufig die gläubischsten
Menschen im Dorf sind, so traben auch die Verneiner des Königs von
"Graceland" vor den Pflugscharen seines unvergänglichen Ruhmes...
Rock´n´Roll
besiegt alle Gegensätze! Wer jemals trunken im Lichtschein
rebellischer Träume getaumelt ist, der weiß, wie wenig einen
das alltägliche Einerlei anficht, wenn der treibende Backbeat den
Bregen in Hochstimmung versetzt. Die erste Liebe - Banane! Der erste
Gefängnisaufenthalt - jo mei! Das erste gestorbene
Familienmitglied - wen kümmert´s! Musik heilt alles.
Das tut sie. Da gibt´s kein Vertun.
Als ich zum ersten
Mal zum Mikro griff, geschah dies bei der Punkband "Der Frosch mit der
Maske", wo Alltagsfrust rausgeschrien werden sollte, das kommerzielle
Klischee aber vermieden. In Frieden sind wir voneinander geschieden,
aber ihren ersten Auftritt habe ich gefilmt. Der Drummer in
Frauenkleidern, die Gitarristin mit Lackstiefeln und Reiterkappe, der
Sänger mit Leopardensakko und Sonnenbrille - das rockte, und das
gefiel mir gut! Immer noch gute Freunde, aber ich mache jetzt auch
weiterhin Musik, und die...
...hat zwar immer
noch Punk-Spirit, benutzt aber die Wurzel, aus dem sich alles speiste:
Rock´n´Roll, Rebellion und ein generelles Desinteresse an
klar definierbaren Formen. Im Rahmen des Frosches hatten wir damals ein
Nebenprojekt, das mit einigen befreundeten Musikern aufgeführt
wurde: Elvis, der verdammte King, sollte gewürdigt werden! Das
Projekt entstand auf einer Halloween-Party im Jahre 2002, und im
nächsten Jahr, an des Kings Geburtstag, droschen wir drauflos!
Mitten in Bochum feierte der Act Premiere, dem ich noch heute treu bin.
Kurz nach "Viva Las Vegas" schaute die Bullerei vorbei, aber es
handelte sich um sehr nette Leute in einer lustigen Uniform, die auch
Elvis mochten, und so konnten wir den Krach zu Ende führen. Das
war ein ziemlicher Erfolg. Unser nächster Gig fand statt im
Dortmunder "Cosmotopia", und ich flocht schon da etwas Frank Zappa ein
(einer meiner Lieblingsmusiker!), und auch Johnny Cash wurde gestreift.
Die Interpretationen waren, zugegegebenermaßen, etwas unorthodox,
und teilweise sehr aggressiv, aber wir mußten ja irgendwohin. Und
während ich vor dem ersten Mal noch fürchete, in die
grauenerregende Schlagerparodiekerbe zu schlagen (komplett mit
Perücke und Kostümierung), so merkte ich doch bald, daß
die Rhythmen sich verselbstständigten und ihr eigenes Leben
einforderten. Man kann den Rock´n´Roll nämlich nicht
im Zaum behalten - er will raus und hauen! Er will die bestehenden
Normen verhöhnen und Ärsche treten! Er hat keinen Bock auf
Maulkörbe und Zaumzeug! Die ganze Pat-Boone-Scheiße
muß abgearbeitet werden und durch den Fleischwolf gehobelt werden
- brennende Autos machen nur Sinn mit brennenden Herzen. Das Projekt
wurde niemals abgehakt, und jetzt sind wir - minus Drummer - immer noch
bei der Sache. Der neue Proberaum liegt in einem Zentrum für
psychische Störungen, was ich irgendwie ganz töfte finde. Er
ist vergleichsweise sauber, hat ein gutes Klo und ist
einigermaßen gut erreichbar (vorausgesetzt, man wohnt in der
Nähe von Witten!) Unser Set enthält neben den unvergleichen
Evergreens des Kingggs auch Stücke von Frank Zappa. Johnny Cash
ist angedacht, obwohl ich noch nicht weiß, ob ich mich das traue.
Cash ist Gott, und was der unter Rick Rubin rausgeboxt hat, ist
erhaben. Unser Ziel ist mitnichten Parodie. Das kommerzielle
Verschaschliken von Klassikern, wie es die Medien präsentieren,
nachdem sie den originalen Genius ausgesaugt haben, liegt uns fern wie
nix was.
Wer sind wir? Ich
bin der Sänger. Der Gitarrist tätowiert sehr viel und ist ein
zutiefst halbseidener Charakter. Der Bassist schreibt Bücher und
ist ein zutiefst halbseidener Charakter. Alle machen laute Musik. Ohne
einen guten Drummer ist das natürlich nur die halbe Miete.
Deshalb: Wenn Ihr im Umkreis von Witten wohnt, entsprechende
Quafilikationen aufweist und Bock am Spaß habt, dann meldet Euch
mal. Wir suchen keine Punk- oder Metal-Orthodoxe, und auch
Elvis-Puristen sind wohl ungeeignet. Dave Lombardo können wir
leider nicht bekommen, und Jimmy Carl Black ist gerade mit der xten
Zappa-Reunion unterwegs. Ihr müßt auch gar nicht perfekt
sein, aber Ihr solltet einfach nett sein und den Reiz von Anmut und
Blutkrusten gleichermaßen erfassen können, wie das Leben es
vorschreibt. Wenn wir miteinander auskommen, kann das sehr lustig
werden. Szenetypen zwecklos. Grooven empfohlen. Reines Metalgeplacker
suchen wir nicht. Etwas Jazz ist auch sehr erwünscht. Und wir
lassen uns ja auch gerne überraschen.
Wenn Ihr Interesse
habt, meldet Euch im Tattoo-Shop Eures Vertrauens:
02302-86610
Wer meine Freundin
anmacht, ist geliefert!
Bass links, Gitarre rechts. So sollte
es sein.
BACK