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THE FROG - UNMASKED!Im Newsticker marodieren seit einiger Zeit die Frösche. Gemeint sind nicht die netten kleinen Gesellen, die so lustig glitschen, wenn man versehentlich auf sie tritt - gemeint sind ihre großen Brüder im Geiste, die sich allwöchentlich zusammentun, um in einem Bochumer Bunker die Wände zum Zittern zu bringen...
Als einige Freunde von mir vor einigen Monaten an mich herantraten und mich fragten, ob ich Lust hätte, in ihrer Punkband Der Frosch mit der Maske zu singen, zögerte ich etwas, hatte ich doch denkbar wenig Erfahrung in Sangesdingen. Klar - unter der Dusche singt ja jeder, aber ob das ausreichte...? Man überzeugte mich aber doch, und ich stellte fest, daß es wirklich einen Heidenspaß macht, mit Hilfe einer Gesangsanlage wilden Unfug zu gröhlen. Und wir gediehen prächtig! War die Songauswahl zu Anfang nur auf gewisse Standards beschränkt (z.B. "Blitzkrieg Bop", "Strychnine" von den Sonics oder "Mongoloid" von Devo), so schlichen sich schon bald interessante Variationen ein, Textzeilen wurden umgedichtet, neue Akzente gesetzt. So erstrahlt "I Got Erection" von den großartigen Norwegern Turbonegro in neuem Glanze, wenn Sachen gejodelt werden wie "Wenn meine Freundin nach Cinzano stinkt, krieg´ ich ´nen Ständer, BOIINNGG!"...
Zum gegenwärtigen Scheppertoire der Gruppe zählen eine deutsche Version von "She" von den Misfits ("Sie war 17 Lenze jung und hing´ auf einer Hallig rum..."), eine etwas debile Fassung von "Industrie-Mädchen" von S.Y.P.H. und natürlich "Strick Neun"! An einer Neuinterpretation von "Spider Baby" wird derzeit gefrickelt. Auch bastelt die Band an eigenen Songs, darunter "Golem à Go-Go", "Ich weiß, wo du wohnst", "Penispumpe", "Oxen Split Torturing", "Froh sein wie ein Petermann" und "Heroin in Frauenlager 2"...
Die Gitarristin mit dem Horror-Finger ist vergeben, der Schlagzeuger mit dem unberechenbaren Handgelenk desgleichen, und der Bassist mit der irren Lache seit neuestem auch. Groupies haben wir noch keine, aber was nicht ist, kann ja noch werden...
Vor kurzer Zeit ist auch der sagenumwobene Captain Lust zu uns gestoßen, der mit seinem beherzten Gegröhle einen vorzüglichen Widerpart zu meinem pseudokünstlerischen Genöle und Gekiekse darstellen wird. Außerdem hat er eindeutig den längeren. Was für Pseudonyme wir uns zulegen werden, steht noch in den Sternen. Ich für meine Person liebäugele derzeit mit "Rabbi Love", in Anlehnung an den Vater des lehmigen Herrn aus Prag. "Dan Glanzig" finde ich aber auch toll...
Eines der mehreren Nebenprojekte entstand anläßlich des Elvis-Abends im "Psychotronischen Bildungswerk", wo wir - Aron Pressler Kesley und die Herren Mannesmann, Bauknecht und Pseudokrupp - sehr eigenwillige Interpretationen von Klassikern der Ikone aus Memphis darboten, und dies vor einem frenetisch jubelnden Publikum. Sollte das mit den Groupies doch klappen? In jedem Fall wird der Abend am 1.4. wiederholt werden, und zwar im "Cosmotopia" in Dortmund, einem ehemaligen Bordell, das jetzt einen geeigneten Auftrittsort für gediegene Club-Events in diskreter Atmosphäre bietet.
Auch geplant ist ein Splatter-Musical...
Das tolle Cover unserer irgendwann mal erscheinenden Debüt-CD (oben!) stammt übrigens von Torsten Mette, einem Meister des Zeichenstifts und der Tätowiernadel, der außerdem Gitarre spielt wie ein junger Gott. Da ich die Proben regelmäßig mitschneide, wird es auf der CD auch zahlreiche Exzesse zu hören geben, die sich während der Proben zugetragen haben.
Noch trägt der Frosch die Maske - bald kommt sie ab!!!
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(Auch von Mannesmann!)