Der nächste große Sprung in der Horrorfankarriere kam mit diesem wuchtigen Volumen, in dem Phil Hardy eine schier unübersehbare Anzahl von Reviews zu bekannten und weniger bekannten, teilweise auch mörderisch obskuren Filmen lieferte, unterstützt von Spezialisten wie Kim Newman, Tom Milne und anderen. Die Ausgabe, die ich besitze, mißt 496 Seiten und war sauteuer. Mittlerweile ist der Band redigiert und aktualisiert worden. Vielleicht gibt´s ja mittlerweile auch eine Paperback-Ausgabe. (Die müßte dann aber drei Meter dick sein!) Wie immer, wenn verschiedene Autoren für die Kritiken verantwortlich zeichnen, sind die Standards, die angelegt werden, sehr uneinheitlich. Die meisten Hammer-Epen werden von einem offensichtlichen Fisher-Fan besprochen; Mario Bava wird - wie vieles andere - unbillig intellektualisiert; und Trash-Charme spielt natürlich keine Hauptrolle. Aber als Überblick und Nachschlagewerk ist das Buch komplett unverzichtbar. Hier habe ich das erste Mal von Jess Franco und Jean Rollin gelesen, und so butscherte ich denn durch Paris, um die begehrten Filme aufzutreiben. Und wo sonst liest man von seltenen Hongkongfilmen, Filmen aus Korea, Brasilien, Mexiko, undundund...